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Alle Infos rund um das Summer Breeze Open Air 2019

Bands, Camping und Wertstoffhof: Das müssen die Metalfans wissen - 30.07.2019 21:31 Uhr

Das Summer Breeze Open Air 2019 steht in den Startlöchern! Doch bevor die Besucher sich wieder zum Bad in die - oder auf der - Metalhead-Menge stürzen können, gibt es noch einige wissenswerte Dinge vorab. © Markus Scholz


Heute in genau zwei Wochen ist es wieder so weit: Der Metal kommt nach Franken! Und mit ihm Heerscharen von Schwarzgekleideten, von Odinsjüngern, von Metalheads und was sie nicht sonst noch für klangvolle Namen aus der Metal-Szene tragen.

n zwei Wochen strömen sie zu Tausenden auf ein idyllisches, abgelegenes Feld in der Nähe von Dinkelsbühl, um ihre mit Nieten besetzten Arme in die Luft zu strecken, um ihre Zeige- und kleinen Finger ekstatisch im Rhythmus der Musik wippend von ihren Fäusten abzuspreizen und um ihre langen Mähnen je nach dem Tempo der Musik hin und her zu schwingen oder zu schütteln. Kurzum: Das Summer Breeze Open Air 2019 steht in den Startlöchern! Doch vor dem Beginn der größten Metal-Sause Süddeutschlands gibt es noch einige Dinge zu klären.

Wann geht's los beim Summer Breeze?

Zunächst geht es natürlich um das Wann und Wo, denn schließlich möchte jeder Metalhead pünktlich zu den ersten Gitarrenklängen sein Zelt errichtet und seinen Campingstuhl platziert haben. Ab Dienstag, den 13. August, öffnen sich die Schleusen und somit die Pforten des Festivalgeländes. Während die Bands erst ab dem offiziellen Festivalbeginn am Mittwoch auftreten – traditionell eröffnet von der Blasmusik Illenschwang – können die Besucher sich bereits einen Tag vor Beginn auf dem Campingplatz einfinden. Wer jedoch den früheren Anreisetag wählt, muss 10 Euro Aufwandsentschädigung entrichten – da immerhin mehr Kosten für Logistik und Personal anfallen. Gegen den Zehner gibt es dann bei der Anreise die Festivalbändchen. Um die Wartezeit an den Schleusen zu verkürzen, gibt es hier einen Überblick über alle verbotenen Gegenstände. Obacht: Die Schleusen sind an diesem Tag nur zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet!

Das offizielle Programm startet dann am Mittwoch, jedoch gibt es ab Dienstagnachmittag auch für die Frühanreiser schon etwas auf die Ohren und Augen: So kann man sich beispielsweise den Heavy-Metal-Streifen "Heavy Trip" im Beisein vieler gleichgesinnter Metalheads zu Gemüte führen. Infos zur genauen Running Order in diesem Jahr gibt es hier.

Welche Bands treten auf?

Wie jedes Jahr wartet das "Breeze" mit einer Palette der unterschiedlichsten Bands rund aus dem Metal-Genre auf, mit zusätzlich Vertretern aus dem Rock und Punk. So zählt das von Edguy-Sänger Tobias Sammet ins Leben gerufene Musiker-Kollektiv „Avantasia“ dieses Jahr zu den Headlinern. Sänger wie Hansi Kürsch (Blind Guardian), Mille Petrozza (Kreator) und Michael Kiske (Pumpkins United, Unisonic) stehen dabei auf der Bühne.

Die Besucher, die Fans von nahezu geschichtsträchtigen Metal-Klassikern sind, dürften sich hingegen auf King Diamond freuen. Der 63-jährige Däne ist vor allem für sein schwarz-weiß geschminktes Antlitz bekannt und tritt am liebsten mit schwarzem Hut und Mantel vor seine Anhänger.

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Furioses Festival-Finale: So rocken die Fans beim Summer Breeze

Von Aufbruchstimmung keine Spur: Den letzten Tag auf dem Summer Breeze Open Air 2018 begingen die Metalheads gewohnt gut gelaunt und in ausgelassener Feierlaune. Bei den Finnen Korpiklaani gab es da nicht enden wollende Crowdsurfer-Ströme, die Erlanger von Feuerschwanz genossen ihr Heimspiel in Franken und Sänger Jacoby Shaddix von Papa Roach schlug zwischendurch etwas ernstere Töne an, als er Linkin Park Frontmann Chester Bennington gedachte.


Auch Bullet for my Vallentine ist schon länger im Geschäft. Als einer der bekanntesten Export-Schlager des beschaulichen Wales sind sie in Deutschland wahrlich keine Unbekannten mehr. Seit 2006 sind sie aus der hauseigenen Heavy Metal-Sammlung nicht mehr wegzudenken – unter anderem wegen ihrem Hit "Tears Don't Fall".

Ebenso mit Spannung – und ein wenig Nostalgie – blicken die Festivalbesucher der finnischen Band Lordi entgegen. Wem sie nichts mehr sagen: Das ist diese Truppe aus Zombie-Monstern, die 2006 den Eurovision Songcontest gewannen. Ihre sympathischen Masken verzauberten die Zuschauer damals so sehr, dass sie die meisten Anrufe einholten. Ihre Single "Hard Rock Hallelujah" bringt 13 Jahre später nun hoffentlich auch Franken zum Kochen.

Welche weiteren Bands Dinkelsbühl mit ordentlich Metal eindecken, erfahren Sie hier.

Gibt es noch Tickets?

Übrigens gibt es auch immer noch Tickets für die Metal-Sause zu erstehen. Das komplette Festivalticket für alle vier Tage kostet 133 Euro, die Tagestickets kosten jeweils – wie sollte es auch sonst sein – teuflische 66,60 Euro. Das sogenannte Green Camping und sämtliche reservierbaren Flächen sind allerdings inzwischen ausverkauft.

Wohin mit dem Metal-Müll?

Eine absolute Neuerung stellt dieses Jahr der Summer Breeze-Wertstoffhof dar: So ein Festival bedeutet neben all den Bands, all der Stimmung, all dem Bier vor allem auch eines: sehr viel Müll. Letztes Jahr sind über das ganze Festival verteilt rund 184 Tonnen Müll generiert worden. Aus diesem Grund entschieden sich die Veranstalter für ein neues Projekt auf dem Gelände: einen Wertstoffhof. Dort können die Besucher gelbe Säcke, Metall, Restmüll und Papier trennen. Außerdem wird es an allen Shit 'n' Shower Stations (Anlagen, an denen gegen eine Gebühr nach Herzenslust geduscht und gesch- äh, nun ja, die Toilette benutzt werden kann), sowie an fast allen Mobiltoilettenanlagen Ablagemöglichkeiten für Restmüllsäcke geben. Diese werden täglich entsorgt. Der Wertstoffhof befindet sich in der Nähe der Tageskasse am Betonweg.

Die Öffnungszeiten der Müllanlage sind von:

Dienstag 12 – 20 Uhr

Mittwoch bis Samstag von 9 – 20 Uhr

Sonntag von 9 – 14 Uhr

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Gandalf, Nikolaus, Dinosaurier: Die besten Fotos vom Summer Breeze

Sie tragen schwarz, schütteln ihr langes Haar und recken die Hände mit gespreizten Fingern in die Luft: Die Besucher des Summer Breeze Open Airs sind Metalheads, wie sie im Buche stehen. Dennoch greift der ein oder andere Odinsjünger vor dem Festival in die Kostümkiste, um das ganze Schwarz ein wenig aufzupeppen. Andere gleiten ästhetisch über die Köpfe der Zuschauer hinweg oder blödeln auf dem Campingplatz herum. Hier sind unsere besten Schnappschüsse aus Dinkelsbühl!


Was tun mit Wertgegenständen?

Wer ohne Auto kommt, seine Wertsachen aber dennoch sicher weggesperrt wissen möchte, kann dieses Jahr auf zwei Trucks auf dem Summer Breeze Gelände zurückgreifen, in denen Schließfächer in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung stehen. Direkt in der Nähe des Eingangs zum Konzertgelände platziert, können die Schließfächer von Dienstag bis Sonntagmittag benutzt werden. Die Schließfächer können tageweise vor Ort angemietet werden. Die Veranstalter empfehlen allerdings, persönliche Schließfach vorab online zu buchen, da die Kapazität begrenzt ist. In den mit Strom versorgten Schließfächern können beispielsweise Handys aufgeladen werden. Der Inhalt ist bis zu 300 Euro versichert.

Wie läuft die Anreise?

Auch die Anreise zum Gelände ist wie jedes Jahr sehr einfach strukturiert: Am einfachsten ist es, über Dinkelsbühl anzureisen. Dort können in den örtlichen Supermärkten nicht nur die letzten Biervorräte besorgt und Grillkohlen gekauft, sondern auch noch Besuche bei der Bank oder Tankstopps absolviert werden. Die Zufahrt zum Festival ist von dem beschaulichen Ort aus nicht zu verfehlen. Er lohnt übrigens einen Besuch, alleine schon wegen dem Schwimmbad. Zum Summer Breeze Open Air fahren darüber hinaus auch Busse ab Stuttgart, Ulm, Nürnberg Hauptbahnhof oder Nürnberg Flughafen direkt zum Festivalgelände nach Dinkelsbühl. Plätze sollten vorher online reserviert werden. Die Busse haben natürlich genug Stauraum, um Zelte, Campingstühle und vor allem das Bier gut zu verstauen.

Der nächste größere Flughafen befindet sich in Nürnberg. Weitere Flughäfen, die mit der Bahn gut erreichbar sind, befinden sich in Stuttgart, München und Frankfurt/Main. Summer Breeze-Busse fahren auch ab Stuttgart Flughafen direkt zum Festivalgelände. 

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