Gegen Chaos

Integrierte Müllpresse: Dinkelsbühl bekommt neue Abfalleimer

16.5.2021, 15:36 Uhr
Letztes Jahr bereits hat die Stadt Dinkelsbühl testweise Müllpresseimer aufgestellt. Aus den Erfahrungen wurde nun ein Konzept für die Standorte und Ausführungen von Abfallbehältern erstellt, das ab sofort umgesetzt wird.

Letztes Jahr bereits hat die Stadt Dinkelsbühl testweise Müllpresseimer aufgestellt. Aus den Erfahrungen wurde nun ein Konzept für die Standorte und Ausführungen von Abfallbehältern erstellt, das ab sofort umgesetzt wird. © Stadt Dinkelsbühl

Überfüllte Mülleimer, Zigarettenkippen auf dem Boden und Wespen auf leeren Eisbechern: Besonders im Sommer, wenn die Menschen viel Zeit im Freien verbringen, wird der entstehende Abfall zum Störfaktor. Zudem fallen seit Beginn der Corona-Pandemie mehr To-Go-Verpackungen von Speisen an. In Dinkelsbühl können die bisherigen Mülleimer diesen Bedarf nicht mehr decken. Die Stadt greift ein und will in den kommenden Monaten ein neues Abfallkonzept umsetzen.

Eine Rolle spielen dabei die sogenannten "Müllhaie" - Abfallbehälter mit integrierter Müllpresse. 600 Liter fasst jeder Behälter, Solarpaneele sorgen für die notwendige Energiezufuhr. Die Müllpressen wurden bereits im vergangenen Jahr getestet - mit Erfolg: "Es gab keine Eis-Reste mehr auf dem Gehweg, keine Belastung durch Wespen, weil keine leere Eispappbecher im offenen Mülleimer oder auf der Straße lagen, und der Bauhof musste die Abfalleimer in der Umgebung weniger oft leeren", berichtet Achim Auer vom Bauamt. Sie sollen am Gustav-Adolf-Haus und am Rathaus stehen, ganz in der Nähe der Eisdielen.

Neue anthrazitfarbene Mülleimer sollen die alten Behälter nach und nach ersetzen. Sie haben auch eine kleinere Öffnung, um die Entsorgung von Hausmüll zu verhindern. Einige Abfalleimer in der Stadt bekommen zusätzlich einen integrierten Aschenbecher und einen Hundekotbeutelhalter. Separate Aschenbecher auf Säulen ergänzen das Angebot in der Altstadt. Zudem sollen einige besonders "beliebte" Mülleimer im Sommer mit Halteringen für Pfandflaschen ausgestattet werden.


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Bauamt und Bauhof hätten sich schon seit Monaten mit effektiveren Lösungen für die Abfallentsorgung beschäftigt, so Oberbürgermeister Christoph Hammer. "Wir hoffen nun, dass Einheimische und Gäste die Infrastruktur auch annehmen."

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