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Kommunalwahl 2020 in Dinkelsbühl: Alle Infos im Blick

Parteien werben online um OB-Kandidaten - 24 Stimmen für den Stadtrat - 10.10.2019 10:56 Uhr

55,4 Prozent aller Wahlberechtigten stimmten bei der letzten Kommunalwahl in Dinkelsbühl ab. © oh


Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 werden bayernweit rund 39.500 kommunale Mandatsträger gewählt: in den Gemeinden die ersten Bürgermeister und Gemeinderäte, in Städten wie Dinkelsbühl der Oberbürgermeister und die 24 Stadtratsmitglieder, auf Landkreisebene die Land- und Kreisräte. So werden die Weichen für die nächsten sechs Jahre Kommunalpolitik gestellt.

In Dinkelsbühl tritt der amtierende OB Christoph Hammer (CSU) erneut zur Wahl an. Nachdem er letztes Mal ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt wurde, legten sich die anderen Parteien mit ungewöhnlichen Maßnahmen ins Zeug. Auf der Suche nach einem Herausforderer hat die Gruppe "Zusammen für Dinkelsbühl", bestehend aus der SPD, den Grünen und Bürgern der Stadt, eine Anzeige in der Süddeutschen Zeitung geschaltet. Außerdem konnte man sich bei ihnen und bei den Freien Wählern online als OB-Kandidat bewerben.

Beide Maßnahmen trugen Früchte: "Zusammen für Dinkelsbühl" geht mit dem Grünen Johannes Paus an den Start, der nebenberuflich als Regionalgeschäftsführer seiner Partei für Ostwürttemberg arbeitet. Hauptberuflich ist er stellvertrendender Geschäfsführer eines Verlags. Paus Vater war 18 Jahre lang Bürgermeister in Oettingen.

Die Freien Wähler kandidieren mit Diplom-Architekt Holger Göttler aus Nördlingen. Dieser war bis 2017 Stadtbaumeister in Dinkelsbühl und arbeitet derzeit als Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen der Stadt Hall.

Die Ergebnisse der Kommunalwahl 2014

2014 errang die CSU bei den Wahlen zum Stadtrat acht Sitze, die SPD und die Freien Wähler Dinkelsbühl jeweils fünf. Außerdem konnten die Grünen und die Wählergruppe Land Dinkelsbühl je drei Sitze für sich verbuchen. Die Wahlbeteiligung lag in Dinkelsbühl bei 55,4 Prozent. Christoph Hammer, Oberbürgermeister seit 2003, wurde 2014 als einziger Kandidat mit 73,6 Prozent aller Stimmen wiedergewählt.

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Über 20 Jahre im Amt: Diese Bürgermeister aus der Region haben es geschafft

Wer als Bürgermeister in Bayern gewählt wird, der kann sich fast unendlich oft wiederwählen lassen. Allerdings gibt es eine Altersgrenze: An dem Tag, an dem die Amtszeit beginnt, darf der Gewählte nicht älter als 67 Jahre sein. Da davor aber genug Zeit bleibt, gibt es in der Region einige Bürgermeister die sehr lange in ihrem Amt waren.


Bei der Kommunalwahl 2020 kommt in Bayern erstmals ein neues Auszählungsverfahren zu Einsatz, das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren. Dieses findet bei den Bundestagswahlen seit 2008 Verwendung und soll garantieren, dass bei der Verteilung der Stadtratssitze weder große noch kleine Parteien bevorzugt werden.

Eine weitere Besonderheit der Stadtratswahl ist die Vielfalt an Möglichkeiten, seine Kreuzchen zu platzieren: Jeder Wahlberechtigte hat 24 Stimmen, entsprechend der Zahl der Sitze. Diese lassen sich panaschieren und kumulieren, also auf verschiedene Listen oder mehrfach auf Einzelpersonen verteilen. Hierbei darf man die maximale Stimmzahl allerdings nicht überschreiten, sonst wird der Wahlzettel ungültig.

Wer per Briefwahl seine Stimme abgeben möchte, findet alle Informationen dazu hier. Sollte keiner der OB-Kandidaten in der ersten Runde eine Mehrheit erzielen, kommt es zu einer Stichwahl.

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