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Drei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern: Webasto schließt Standort

Betroffene stammen aus dem Umfeld der ersten Infektion - Weitere Tests - 28.01.2020 22:45 Uhr

Auch an deutschen Flughäfen wird vor dem Coronavirus gewarnt. © JOHN MACDOUGALL, AFP


Ein 33-Jähriger aus Bayern ist der erste mit dem neuen Coronavirus infizierte Patient in Deutschland. Der Mann hat sich wohl am 21. Januar bei einer Schulung seiner Firma - Webasto aus Stockdorf im Landkreis Starnberg - bei einer Kollegin aus China angesteckt. In Asien sind bereits Tausende auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden, über 100 Patienten starben - die meisten von ihnen ältere Menschen. Am Dienstagabend teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit, dass drei weitere Menschen aus Bayern erkrankt seien. Sie stammen alle aus dem Umfeld des ersten Betroffenen.

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Die Infizierten wurden mittlerweile isoliert und werden in einer Spezialeinrichtung im Münchner Stadtteil Schwabing versorgt. "Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt", teilt das Ministerium mit. Am Mittwoch wolle man Details nennen.


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"Es wurden insgesamt rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt, die als enge Kontaktpersonen in Frage kommen", sagt Bayerns Gesundheitsministerium Melanie Huml. "Die Betroffenen sollen am Mittwoch vorsichtshalber getestet werden." Sie sollen von einer eigens eingerichteten "Task Force" befragt werden, die auch den Nürnberger Flughafen schützt.

Wie am Dienstagabend bekannt wurde, schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag. Bis dahin sollen Mitarbeiter der Firmenzentrale auch nicht an nationale und internationale Standorte reisen, teilt das Unternehmen mit.

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