Chef in Bamberger Behörde

Ein Erlanger an der Spitze im Kampf gegen die Cyberkriminalität

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4.10.2021, 10:41 Uhr
Die Cyberkriminalität im Netz nimmt stark zu. Für Bayern ist die Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg dafür zuständig, schwerwiegende Fälle aufzudecken.

Die Cyberkriminalität im Netz nimmt stark zu. Für Bayern ist die Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg dafür zuständig, schwerwiegende Fälle aufzudecken. © Oliver Berg, dpa

Als Generalstaatsanwalt führt der 60-jährige Wolfgang Gründler in Bamberg die Fachaufsicht über rund 150 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Ober- und Unterfranken. Justizminister Georg Eisenreich: "Sie üben Ihren Beruf mit Leidenschaft und großem Engagement aus. In über fünf Jahren haben Sie das IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz fit gemacht für das digitale Zeitalter. Ihre strafrechtliche Expertise, Ihre Führungsstärke und Ihre IT-Kompetenz machen Sie für die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zu einer Idealbesetzung."

Nürnberg, 20.01.2015 Fotograf: Katharina Taubeneder - Pressekonferenz Polizei Mittelfranken, Kräutermischungen, Drogen, Nürnberg, Wolfgang Gründler, Oberstaatsanwalt StA Nürnberg-Fürth

Nürnberg, 20.01.2015 Fotograf: Katharina Taubeneder - Pressekonferenz Polizei Mittelfranken, Kräutermischungen, Drogen, Nürnberg, Wolfgang Gründler, Oberstaatsanwalt StA Nürnberg-Fürth © Katharina Taubeneder, NNZ

Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg unter anderem die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB). Diese Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung von Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Sie ermittelt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialisten der Polizei oder des Bundeskriminalamts und mit internationalen Partnern z.B. bei Angriffen auf bedeutende Wirtschaftszweige oder im Bereich der organisierten Cyberkriminalität.

Auch dann, wenn ein hoher Ermittlungsaufwand im Bereich der Computer- und Informationstechnik abzuarbeiten ist, werden die Staatsanwälte dieser Zentralstelle tätig. Die bearbeiteten Fälle sind vielfältig: sie reichen von Hackerangriffen über Fälle von Fake-Shops bis hin zum Handel mit Waffen, Drogen und Falschgeld im Darknet. Seit dem 1. August 2018 ist die Zentralstelle Cybercrime Bayern zudem für herausgehobene Fälle der Wirtschaftscyberkriminalität zuständig.

Der 60-Jährige leitet die Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg bereits seit März, die Pandemie verhinderte bislang eine offizielle Feierstunde. Nun wurde er gleich von mehreren Ministern beglückwünscht. Die Laudatio hielt Justizminister (CSU) Georg Eisenreich, es gratulierten Winfried Bausback (CSU), Justizminister a. D. und Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Europaangelegenheiten.

Wolfgang Gründler begann seine Karriere 1993 beim Landgericht Ansbach. Er war als Richter beim Amtsgericht Nürnberg und beim Landgericht Nürnberg-Fürth tätig. Er wechselte zur Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, stieg bis zum ständigen Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalts in Nürnberg-Fürth auf, bis er 2015 zum Direktor der IT-Stelle der bayerischen Justiz wurde. In Bamberg kann er seine IT-Kompetenz und die Leidenschaft als Strafverfolger im Kampf gegen Cyberkriminalität kombinieren. Hier ist auch die Zentralstelle Cybercrime Bayern angesiedelt. Im Rahmen der Feierstunde wurde auch Amtsvorgänger Thomas Janovsky offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

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