Ein Mammutprojekt: Die lange Geschichte des Frankenschnellwegs

7.7.2015, 10:30 Uhr
Heute wird er scherzhaft
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Heute wird er scherzhaft "Frankenschleichweg" genannt, denn die Schnellstraße ist mittlerweile dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen und an vielen Abschnitten anfällig für lange Rückstaus - in den 50er Jahren war es allerdings ein "kolossales, millionenschweres Bauwerk, das in seinen Ausmaßen an amerikanische Verhältnisse erinnerte", wie die Nürnberger Nachrichten im Juli 1962 schrieben. © Gertrud Gerardi

Bereits 1925 entwarf Jansen im Rahmen seines Grundbebauungsplans für die Stadt Nürnberg den
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Bereits 1925 entwarf Jansen im Rahmen seines Grundbebauungsplans für die Stadt Nürnberg den "Typ einer neuzeitlichen Auto-Schnellstraße". © Hochbauamt Nürnberg / Stadtarchiv

Es sollte aber noch bis 1953 dauern, bis der Plan für den heutigen Frankenschnellweg zwischen Feucht, Nürnberg und Erlangen erstellt wurde. 
Die hier abgebildete Zeichnung von 1959 zeigt die Brücke für die Straßenbahn kurz vor der Schwabacher Straße.
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Es sollte aber noch bis 1953 dauern, bis der Plan für den heutigen Frankenschnellweg zwischen Feucht, Nürnberg und Erlangen erstellt wurde. Die hier abgebildete Zeichnung von 1959 zeigt die Brücke für die Straßenbahn kurz vor der Schwabacher Straße. © Gertrud Gerardi

Die Realisierung des Frankenschnellwegs sollte die Stadt Nürnberg 55 Millionen Mark kosten. 
1959 begannen die ersten Baumaßnahmen, die die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten sollten.
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Die Realisierung des Frankenschnellwegs sollte die Stadt Nürnberg 55 Millionen Mark kosten. 1959 begannen die ersten Baumaßnahmen, die die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten sollten. © Gertrud Gerardi

Diese Zeichnung von 1960 zeigt ganz rechts (hinter dem dargestellten Zug) die Maximilianstraße aus Richtung der Fürther Straße. Im Vordergrund ist die Schnellstraße zu sehen, rechts daneben der Gleiskörper der Bundesbahn.
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Diese Zeichnung von 1960 zeigt ganz rechts (hinter dem dargestellten Zug) die Maximilianstraße aus Richtung der Fürther Straße. Im Vordergrund ist die Schnellstraße zu sehen, rechts daneben der Gleiskörper der Bundesbahn. © Gertrud Gerardi

Nachdem die Baumaßnahmen für den Frankenschnellweg und die darüber führenden Brücken für die Bahngleise zwischen Nürnberg und Fürth begonnen hatten,...
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Nachdem die Baumaßnahmen für den Frankenschnellweg und die darüber führenden Brücken für die Bahngleise zwischen Nürnberg und Fürth begonnen hatten,... © Gertrud Gerardi

...beschloss der Stadtrat 1963, ein 2,5 km langes Stück im Kanalbett von der Sandreuthstraße bei den Rampen bis zur Ringbahn nahe der Gartenstadt nach Süden zu bauen.
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...beschloss der Stadtrat 1963, ein 2,5 km langes Stück im Kanalbett von der Sandreuthstraße bei den Rampen bis zur Ringbahn nahe der Gartenstadt nach Süden zu bauen. © Gertrud Gerardi

Auf diesem Foto spannt sich ein Lehrgerüst für den Leibl-Steg über die Schnellstraße und die Bahnlinie nach Fürth. Es deutet bereits die weitgeschwungene Form der späteren Fußgängerbrücke an, die ab September 1963 von den Bewohnern aus der Neustädter Straße benutzt werden sollte.
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Auf diesem Foto spannt sich ein Lehrgerüst für den Leibl-Steg über die Schnellstraße und die Bahnlinie nach Fürth. Es deutet bereits die weitgeschwungene Form der späteren Fußgängerbrücke an, die ab September 1963 von den Bewohnern aus der Neustädter Straße benutzt werden sollte. © Gertrud Gerardi

Um ihre großen Pläne musste sich die Stadt Nürnberg bald große Sorgen machen.
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Um ihre großen Pläne musste sich die Stadt Nürnberg bald große Sorgen machen. © Gertrud Gerardi

Wegen des großen Mangels an Arbeitskräften und Material wuchs die Schnellstraße nämlich nicht so schnell wie gedacht.
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Wegen des großen Mangels an Arbeitskräften und Material wuchs die Schnellstraße nämlich nicht so schnell wie gedacht. © Gertrud Gerardi

1964 war zwar bereits ein eineinhalb Kilometer langes Teilstück der Schnellstraße Erlangen - Fürth - Nürnberg fertig, aber noch nicht befahrbar. Es fehlten nämlich noch mehrere Anschlussstellen und Brücken, deren Fertigstellung noch einige Zeit in Anspruch nehmen sollte.
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1964 war zwar bereits ein eineinhalb Kilometer langes Teilstück der Schnellstraße Erlangen - Fürth - Nürnberg fertig, aber noch nicht befahrbar. Es fehlten nämlich noch mehrere Anschlussstellen und Brücken, deren Fertigstellung noch einige Zeit in Anspruch nehmen sollte. © Gertrud Gerardi

Der Bau der Brücken für die Bahngleise über dem Frankenschnellweg fraß viel Zeit - und mehrere Millionen.
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Der Bau der Brücken für die Bahngleise über dem Frankenschnellweg fraß viel Zeit - und mehrere Millionen. © Gertrud Gerardi

1967 wurde schließlich das erste Teilstück zwischen Kurgarten- und Jansenbrücke eröffnet. Endlich durften die Autobesitzer...
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1967 wurde schließlich das erste Teilstück zwischen Kurgarten- und Jansenbrücke eröffnet. Endlich durften die Autobesitzer... © Gertrud Gerardi

...am 13. Juli zur Jungfernfahrt auf dem 2,7 Kilometer langen Teilstück der Stadtautobahn  starten. 
Unser Bild zeigt die letzten Arbeiten unter den Brücken nahe dem Dooser Bahnhof: die eine verband Nürnberg mit Frankfurt, auf der anderen fuhr die Straßenbahn.
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...am 13. Juli zur Jungfernfahrt auf dem 2,7 Kilometer langen Teilstück der Stadtautobahn starten. Unser Bild zeigt die letzten Arbeiten unter den Brücken nahe dem Dooser Bahnhof: die eine verband Nürnberg mit Frankfurt, auf der anderen fuhr die Straßenbahn. © Gertrud Gerardi

Ab 1968 begann der autobahnähnliche Ausbau des Frankenschnellwegs. Innerhalb von acht Jahren wurden alle geplanten Teilstücke fertiggestellt - bis auf den Knoten
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Ab 1968 begann der autobahnähnliche Ausbau des Frankenschnellwegs. Innerhalb von acht Jahren wurden alle geplanten Teilstücke fertiggestellt - bis auf den Knoten "An den Rampen", an dem heute lange Warteschlangen zur Tagesordnung gehören. 1976 stoppte die Stadt Nürnberg nämlich den Ausbau, um nicht noch mehr Verkehr anzulocken. © Gertrud Gerardi

Inzwischen dauert der Streit um den kreuzungsfreien Ausbau mit Tunnel des letzten unfertigen Abschnitts
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Inzwischen dauert der Streit um den kreuzungsfreien Ausbau mit Tunnel des letzten unfertigen Abschnitts "An den Rampen" seit Jahrzehnten an und ist derzeit wieder besonders brisant. © Gertrud Gerardi