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Endlich stabil? Lukas Mühl wird beim Club zur Schlüsselfigur

Auf den dienstältesten Club-Profi könnte es am Sonntag ankommen - 11.12.2020 06:05 Uhr

Gegen den Ball stabil, mit Ball verbessert: Lukas Mühls Formkurve zeigt nach oben.

23.11.2020 © Friso Gentsch, dpa


Wie doch die Zeit vergeht. Aus der Nürnberger Mannschaft, die in der Zweitliga-Saison 2016/17 zweimal nicht gegen die Würzburger Kickers verloren hat (und auch nicht gewonnen), spielt aktuell nur noch Lukas Mühl regelmäßig mit. Hanno Behrens wird beim nächsten Franken-Derby am Sonntag wohl erneut auf der Bank sitzen, Georg Margreitter kuriert einen Muskelfaserriss aus.

Alle anderen: nicht mehr da.


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Lukas Mühl kann sich noch sehr gut erinnern, vor allem an den ersten Vergleich mit den Unterfranken. "Das war eines meiner besten Spiele am Anfang", sagt Mühl, am Anfang seiner Karriere. Die erst im Mai 2016 so richtig begonnen hatte. Mit seinem Debüt in Paderborn.

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Seit dem Sommer 2011 trägt der junge Mann aus dem Bayerischen Wald bereits das Club-Trikot, also bald zehn Jahre, ohne Unterbrechung. Dienstältester Profi ist er somit im Sportpark Valznerweiher, für einen 23-Jährigen ist das ein ungewöhnlicher Titel. Enrico Valentini war ja zwischenzeitlich mal weg. "Jetzt fast 110 Pflichtspiele für den 1. FC Nürnberg absolviert zu haben, gerade als Innenverteidiger, das macht mich schon stolz, das können nicht viele von sich behaupten", schwärmt Mühl ein bisschen von Mühl.

Sorgen um Sörensen

Und was er seitdem nicht alles erlebt hat. Die Relegation gegen Eintracht Frankfurt, die turbulente Folge-Saison, den Aufstieg 2018, den Abstieg 2019. Und heuer im Juli fast den nächsten. Langweilig wird es eigentlich nie; auch in der laufenden Trainings-Woche ist schon wieder einiges los.

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Gegen starke Fürther kommen die Nürnberger im Derby oft nicht in die Zweikämpfe. Daran hat Robert Klauß mit seiner Mannschaft offenbar gearbeitet, denn vor allem kämpferisch ist diese in Paderborn voll in der Partie. Das lohnt sich auch prompt, denn der Club kann am Sonntag mit einem verdienten Sieg nach Hause fahren. NZ- Sportredakteur Uli Digmayer liefert die Einzelkritiken zu den erfolgreichen Club-Jungs!


So ist zum Beispiel noch offen, wer am Sonntag gegen die Würzburger Kickers neben Mühl zentral verteidigen wird. Nach Georg Margreitters Muskelfaserriss durfte ganz hinten eigentlich nicht mehr viel passieren, da seitdem nur noch die Perspektivkräfte Noel Knothe und Pius Krätschmer als Alternativen durchgehen. Und jetzt tatsächlich gebraucht werden könnten, zumindest einer von ihnen.

Es ist nämlich was passiert; dass jetzt auch noch Asger Sörensen flachliegt, könnte für den Club vor der Englischen Woche mit drei Partien in acht Tagen zum Problem werden. Der Däne hat sich einen grippalen Infekt eingefangen und konnte deshalb in den vergangenen zwei Tagen nicht trainieren. Ob er bis Sonntag wieder gesund wird, ist einigermaßen fraglich.

"Ja, das ist schon eines meiner Themen"

Umso wichtiger, dass sich Lukas Mühl nach seiner leichten Formdelle im Oktober wieder gefangen zu haben scheint. In Osnabrück, gegen Fürth und in Paderborn unterliefen ihm kaum Fehler, wirkte er gegen den Ball äußerst stabil und mit Ball deutlich verbessert. Mit dem vorletzten Pass bereitete er zwei Tore sogar sehenswert vor.

Was ihm aber selbst nach fast 110 Pflichtspielen für den 1. FC Nürnberg immer noch abgeht, ist die Konstanz. Lukas Mühl, früher gerne mal Bruder Leichtfuß, weiß das. "Ja, das ist schon eines meiner Themen", sagt er, ohne sich darüber einen Kopf zu machen. "Ich versuche einfach, Woche für Woche ordentliche Leistungen zu bringen. Zweikämpfe zu gewinnen, einen sauberen Ball nach vorn zu spielen."

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So wie alle anderen auch, denen er eine positive Entwicklung bescheinigt, sich inbegriffen. "Wir haben offenbar begriffen, was Zweitliga-Fußball bedeutet", sagt Lukas Mühl. Und vor allem, was nicht. Auch gegen Würzburg "müssen wieder diesen defensiven Willen, diesen Ehrgeiz an den Tag legen, das ist für uns die Basis", glaubt Mühl: "Das wird ein zäher Kampf, wie jedes Zweitligaspiel."

Ein zäher Kampf könnte auch seine Vertragsverlängerung werden, der allerdings noch gar nicht begonnen hat. Der Verein ist, wie man hört, nicht abgeneigt, Lukas Mühl auch nicht. "Im Moment weiß ich nicht, für welchen Verein ich in der nächsten Saison spielen werde", sagt der Abwehrspieler, "ich bin seit 2011 hier, der Club liegt mir am Herzen und ich kann mir durchaus vorstellen, hier zu bleiben."


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Aktuell interessiert ihn freilich bloß das Spiel gegen Würzburg. Der Rest kommt von allein. Aber alles zu seiner Zeit.

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