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Enormer Druck: Warum die Streiks im Flugverkehr gerechtfertigt sind

Den Airlines fällt ihr Rotstift-Management auf die Füße - 07.11.2019 12:14 Uhr

Mal ist es das Bodenpersonal, das streikt, mal die Kabinenmitarbeiter, dann wieder die Piloten. Mal bei Ryanair, dann an spanischen Flughäfen. Jetzt ist also wieder die Lufthansa an der Reihe. Und das: zu Recht. Denn der Wettbewerbs- und Kostendruck in der Branche ist enorm. Da liegt es für viele Airlines nahe, nach Kräften auch bei den Personalkosten zu sparen - entweder direkt im Rahmen der Vergütungsregeln oder indirekt über eine Verdichtung der täglich zu leistenden Arbeit.

Jahrelang ging das aus Sicht der Unternehmen gut, denn die relativ hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern schwächte die Position der Arbeitnehmer. Jetzt aber, wo die Arbeitslosigkeit europaweit gesunken ist, fällt den Airlines ihr Rotstift-Management auf die Füße.


Auch Flüge in Nürnberg sind vom Lufthansa-Streik betroffen


Auch die Härte, mit der Betriebsräte und Gewerkschaften für bessere Konditionen kämpfen, ist nur das Echo des rigiden Umgangs der Airline-Manager mit ihren Beschäftigten in den Jahren zuvor.

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Zwar kann man durchaus hinterfragen, ob diese Gangart tatsächlich immer die schlaueste Strategie ist - und nicht manchmal ein konzilianterer Ton zu einem schnelleren und nicht zwingend schlechteren Ergebnis für alle Beteiligten führen würde. Die Belegschaften sind in diesem Punkt ja auch durchaus gespalten, wofür die Bildung verschiedener Gewerkschaften nur der Ausdruck ist.

Verständlich aber ist die Vehemenz der Auseinandersetzung allemal. Und so wird es auch die kommenden Monate für alle Reisende vor der Fahrt zum Flughafen wohl heißen: erst nochmal die Airline-Homepage checken.

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