Sonntag, 24.01.2021

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60 Jahre Bubenreuther Grundschule

Bildungseinrichtung begeht runden Geburtstag - 12.12.2016 06:00 Uhr

Die Bubenreuther Grundschule feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. In der Festwoche passiert in der und um die Schule herum ganz schön viel.

09.12.2016 © Klaus-Dieter Schreiter


Wenn Bubenreuth nicht die Schönbacher Geigenbauer im Jahre 1945 aufgenommen hätte, wer weiß ob das Dorf dann überhaupt eine eigene Schule bekommen hätte. Damals nämlich wuchs die Einwohnerzahl von 490 bis auf 2115 im Jahre 1954. 200 Kinder waren auf einmal da, und das rechtfertigte natürlich ein eigenes Schulhaus. Vorher, so steht es in dem Buch zur Geschichte Bubenreuths, mussten die Bubenreuther Schulkinder nach Erlangen in die Loschgeschule laufen. Dabei hatten sie offenbar sogar an die Werkerkinder „Wegezoll“ in Form eines Pausenbrotes zahlen müssen, um nicht verprügelt zu werden. Um das zu vermeiden schlossen sie sich zu Gruppen zusammen oder gingen lieber den beschwerlichen Weg über den Burgberg.

Das alles hatte ein Ende, als sich die Geigenbauer in Bubenreuth ansiedelten und ein Schulhaus gebaut wurde. Der Grundstein wurde am 27. September 1955 unter Bürgermeister Paulus gelegt, eingeweiht wurde das neue Schulhaus ein Jahr später, am 10. September. Es sei damals das modernste in der ganzen Gegend gewesen, erzählt der heutige Bürgermeister Norbert Stumpf, der selbst dort zur Schule ging. Stolz kramt er dann die Chronik zum 30. Jubiläum hervor, in dem ein Foto abgedruckt ist, auf dem er als kleiner Junge zusammen mit anderen Schulkameraden gerade einen Baum pflanzt. Stumpf erzählt auch, dass die Schule eigentlich aus zwei Schulen bestand. Denn es gab unter ihrem Dach eine Gemeinschaftsschule und eine katholische Bekenntnisschule. Beide hatten jeweils drei bis vier Klassen. Die Trennung wurde zwar im Juni 1967 durch eine „Vereinbarung über den Zusammenschluss der beiden Volksschulen“ aufgehoben, aber noch heute ist deutlich sichtbar, wie es früher war: Von der Aula geht es einmal links die Treppe hinauf in den ehemals katholischen Trakt und rechts die Treppe hinauf in den ehemaligen Trakt der Gemeinschaftsschule.

Ab 1982 war die Schule dann nur noch Grundschule, weil das Baiersdorfer Schulgebäude fertig war und die Kinder dort weiter zur Schule gehen mussten. Die Bubenreuther Grundschule entwickelte sich aber rasant weiter, sie wurde komplett renoviert und konnte sich zum 50. Geburtstag in neuem Gewand präsentieren. Heute lernen dort laut Rektorin Martina Zippelius-Wimmer 201 Kinder. Die rührige Pädagogin ist seit 2012 Chefin eines 20-köpfigen Kollegiums, das, wie sie sagt, hoch motiviert ist. Das hat auch dazu geführt, dass die Penne zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat. Etliche Kolleginnen seien an Innovationen interessiert, würden ihre Steckenpferde mit in den Unterricht einbringen. „Es müssen die richtigen Menschen aufeinander treffen“ damit es voran geht, sagt die Rektorin, die bescheiden meint, sie habe nur die Türen für die zahlreichen Innovationen und damit für die Auszeichnungen geöffnet. Allerdings sagt sie auch: „Den Mut dazu muss man haben“.

Die Jubiläumswoche beginnt am Montag, 12. Dezember. Dann wird auch die Eisbahn auf dem Hartplatz eröffnet, die ohne Strom betrieben wird. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils von 17 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13 bis 20 Uhr offen. Während dieser Zeit gibt es Glühwein, kalte Getränke, Kinderpunsch, Flammkuchen, Maroni und Crêpes. Finanziert wird die Eisbahn übrigens mit Spenden der VR-Bank, der Sparkasse und der Firma Infoteam sowie von der Gemeinde.

Der Festakt zum Jubiläum mit der Uraufführung des Theaterstücks „Der Dieb im Schulhaus“ nach dem gleichnamigen Buch beginnt am 15. Dezember um 16 Uhr in der Mehrzweckhalle. Dieses Theaterstück wird im Übrigen am Montag,19. Dezember, um zehn Uhr in der Schulturnhalle wiederholt. Am Freitag, 16. Dezember, 15 Uhr) wollen die 200 Trommelkinder in der Kirche Maria Heimsuchung zeigen, was sie gelernt haben. Anschließend findet auf dem Schulhof ein von den Schülern gestalteter Weihnachtsmarkt statt.

An beiden Tagen werden Klassenbilder aus den Jahren 1956 bis 2016 gezeigt, die das Schulleben aus 60 Jahren widerspiegeln. Präsentiert werden auch Impressionen aus dem heutigen Schulleben, zudem gibt es eine Ausstellung „Zeitzeugen berichten – Schüler schreiben“.

KLAUS-DIETER SCHREITER

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