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77.600 Erlanger sind zur Europa-Wahl aufgerufen

GL-Stadträtin tritt als Kandidatin für das Europaparlament an - 25.05.2019 11:00 Uhr

Mit Briefwahlunterlagen können Wahlberechtigte schon vor Sonntag ihre Stimme abgeben, wie unser Bild aus dem Erlanger Rathaus zeigt. © Harald Sippel


Wer in Erlangen noch keine Benachrichtigung erhalten hat und glaubt, wahlberechtigt zu sein, sollte sich zügig mit dem Wahlamt in Verbindung setzen. Das jeweilige Wahllokal ist in der Wahlbenachrichtigung angegeben; gewählt werden kann von 8 bis 18 Uhr.

Außer: Man beantragt bereits vorher die Briefwahlunterlagen. Das haben bis zum gestrigen Dienstag bereits 19 500 Wahlberechtigte in der Stadt getan, wie Stadtsprecher Christofer Zwanzig auf Anfrage sagt. Das ist eine Steigerung von mehr als 30 Prozent im Vergleichszeitraum von 2014 (14 600). Ob dann natürlich auch jeder, der sich vorab um Wahlunterlagen bemüht hat, wählt, ist fraglich.

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Daher bleibt Zwanzig bei Vorhersagen zur Wahlbeteiligung auch zurückhaltend. 2014 lag sie in der Stadt bei 48,2 Prozent und im Landkreis bei 44,1 Prozent. Noch bis Freitag, 24. Mai, 18 Uhr, können Wahlunterlagen beantragt werden.

Allerdings sollten die Wähler darauf achten, den schriftlichen Antrag rechtzeitig zu stellen. Denn es können nur Wahlbriefe berücksichtigt werden, die dem Wahlamt spätestens am Wahltag, 18 Uhr, vorliegen. Wer die Unterlagen online beantragen will, muss sich beeilen: heute, 22. Mai, 12 Uhr, endet die Frist.

Grüne legten zu

Eine Erlangerin wird die Wahl mit besonders großem Interesse verfolgen: Stadträtin Pierrette Herzberger-Fofana (GL) steht auf Platz 21 der grünen Bundesliste. Bei der vergangenen Bundes- und Landtagswahl legten die Grünen jeweils deutlich zu, auch bei der Europawahl könnten sie aktuellen Umfragen zufolge mit 19 Prozent vor der SPD (17 Prozent) liegen. Doch ein Einzug ins Europaparlament dürfte wohl trotz des für die Grünen prognostizierten guten Abschneidens für die hiesige Kandidatin schwer werden.

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Derzeit sitzen im EU-Parlament in Straßburg 751 Abgeordnete; in der ablaufenden Legislaturperiode kommen zwölf der 96 deutschen Vertreter aus Bayern. Rund 400 Millionen EU-Bürger sind in 28 Mitgliedsstaaten zur Abstimmung aufgerufen. In Deutschland sind 64,8 Millionen Menschen berechtigt, ihre Stimme bei der Europawahl abzugeben. Darunter sind 60,9 Millionen deutsche Staatsbürger und 3,9 Millionen Europäer, die sich in Deutschland zur Wahl melden dürfen. 41 Parteien treten heuer in Deutschland zur Europawahl an, man wählt mit seinem Kreuz aber keinen einzelnen Kandidaten, sondern eine Partei.

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Die Europawahl 2019 steht übrigens unter dem Motto "Diesmal wähl’ ich". Damit fordert das Europäische Parlament die Bürger nicht nur auf zu wählen. Vielmehr sollen sie auch andere Menschen zur Wahl anregen. Der Aufruf zeigt: Brexit, nationale Abschottungen und aktuelle transatlantische Spannungen stellen die EU 2019 vor eine Zerreißprobe.

Ob der Appell auch ankommt, zeigt sich indes am Sonntagabend. Interessierte können im Erlanger Rathaus (Rathaushausplatz) ab etwa 19.15 Uhr die ersten Einblendungen der Ergebnisse verfolgen.

Übrigens: Wer Fragen zur Wahl hat, kann sich an das Wahlamt unter Tel. 0 91 31/86 23 58 sowie 86 22 08 wenden.

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