Samstag, 18.01.2020

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Ab Februar 2020: In Erlangen steigen die Strompreise

Ein Grund ist eine steigende EEG-Umlage - 06.12.2019 18:00 Uhr

Die Verbraucher in Erlangen müssen sich ab Februar 2020 auf Strompreiserhöhungen einstellen. Die über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien ist ein Grund für die Erhöhung. © Foto: Arno Burgi/dpa


Freiwillig machen die ESTW dies nicht, der eigene Kostendruck zwingt sie aber dazu: Weitere Preissteigerungen im Großhandel, eine steigende EEG-Umlage und höhere Netzentgelte führen dazu, dass nicht nur in Erlangen, sondern in ganz Deutschland die Strompreise weiter nach oben steigen.

Alle Grundpreise bleiben aber gleich, teilen die ESTW mit. Im Grundpreis seien die Aufwendungen der ESTW für Abrechnung, Leistungsbereitstellung, Stromzählerbereitstellung und -miete sowie die allgemeinen Vertriebskosten enthalten. Zusammen mit dem Arbeitspreis wird die monatliche Belastung der Kunden berechnet. Für die Erdgaskunden der ESTW ergeben sich keine Preisänderungen.

In den Sonderprodukten der ERconomy-Familie ist es die erste Strompreiserhöhung seit dem 1. Februar 2014. In der so genannten Grundversorgung war bereits im Vorjahr eine leichte Preiserhöhung erforderlich. Angepasst werden jetzt die Arbeitspreise für den verbrauchten Strom.

Diese Stromarbeitspreise erhöhen sich in allen Tarifen um 1,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Bei einem Jahresverbrauch von 2500 kWh führt das zu Mehrkosten von knapp vier Euro im Monat, so die ESTW.

Nach einer jetzt veröffentlichten Untersuchung des Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wären die Strompreise ohne die Einspeisung erneuerbarer Energien sogar noch mehr als bisher gestiegen. Die Endverbraucher in Deutschland hätten zwischen 2014 und 2018 dadurch etwa 40 Milliarden Euro gespart.

Die erneuerbaren Energiequellen müssten sogar "massiver und schneller" ausgebaut werden, um "die zu erwartende Strompreissteigerungen in den Jahren 2022 und 2023 im Rahmen zu halten", so die Autoren der Studie. Die von der Bundesregierung geplanten Ausbauziele würden nicht ausreichen, Strompreis und CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Neben ausführlichen Informationen zu den Preisen und Tarifen bieten die ESTW auch eine kostenlose Energieberatung an.

https://www.evt.tf.fau.de/files/2019/10/FAU_Strompreisstudie-2019_Download.pdf

emr

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