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Afrika besucht Bubenreuther Grundschule

Dominikanerinnen schildern Schülern ihre Arbeit — Schulweg von zwei Stunden — Waisen versorgen - 09.07.2014 19:00 Uhr

Die drei Dominikaner-Schwestern (von r.) Missionsschwester Luise Radlmeier, Sr. Dominica Mwila, Sr. Martha Chilambo erzählten den Schülern in Bubenreuth vom Leben in Afrika.

08.07.2014 © Heinz Reiß


In Zusammenarbeit mit dem Lions Club und den Dominicus-Patenschaften des Nürnberger Zahnarztes Dr. Paul Festl besuchten in diesen Tagen drei Dominikaner Missionsschwestern die Schule und berichteten über ihre Arbeit in Kenia.

Die aus Deutschland stammende Missionsschwester Luise Radlmeier, Lehrerin mit englischem Abitur, Studium der englischen und französischen Literatur und einem Diplom in Religionsgeschichte hält auch Vorlesungen an der staatlichen Kenyata Universität und an der katholischen Hochschule in Nairobi.

Vielerlei Ausbildung

Radlmeier brachte zwei Kolleginnen aus Sambia mit; zum einen die Schulleiterin Sr. Martha Chilambo, die in Kenia die St. James Grundschule mit 800 Kindern leitet, zum anderen Sr. Dominica Mwila, eine Hochschullehrerin und Regionaloberin für die Dominikanerinnen in Sambia. Mwila leitet das technische und landwirtschaftliche Trainings Institut (TATI). Das Institut bietet eine Ausbildung in Elektro und Elektronik, in Zimmerei und Tischlerei, in Schweißen und Sanitär, in Schneiderei und ökologischem Landbau.

„Wir unterstützen Kinder vom ersten Tag bis zum Ende der Schulzeit“, begann Radlmeier ihren Bildvortrag, dem die Bubenreuther Grundschüler aufmerksam lauschten. Meistens bringe die Polizei des Distrikts Kinder, deren Eltern an HIV oder Aids verstorben sind, zu den Dominikanerschwestern. Im St. Matia Mulumba Mission Hospital in Thika werden die Kinder dann untersucht und — falls erforderlich — zunächst gesund gepflegt.

Anschließend werden Sie im St. Mary’s Children Home aufgenommen. St. Mary’s Children Home ist eine Einrichtung von acht Häusern in denen sich jeweils eine Hausmutter um 15 Kinder sorgt. Die Kosten für ein Kind belaufen sich bis zum Ende der Schulzeit auf 480 Euro/Jahr. Darin enthalten sind Unterkunft, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung, Schulmaterial und Unterricht. Der Schulweg für Kinder, die zu Hause leben, beträgt zum Teil zwei Stunden und ist im Dunkeln auch gefährlich.

Radlmeier berichtete den Bubenreuther Kindern, dass es in den abgelegenen Dörfern keinen Strom, kein Wasser gibt und die Schüler am Nachmittag Feuerholz für ein warmes Mittagessen sammeln müssen.

Alter per Armlänge

Lustig fanden die Bubenreuther Schüler wie man in Afrika das Alter bestimmt, wenn Geburtsurkunde oder Ausweise fehlen. Wer den Arm über den Kopf legen kann und dabei sein Ohr bedeckt, der ist sieben Jahre alt und wird in die Schule aufgenommen. Nach dem Vortrag sangen die Schwestern noch ein paar Lieder und studierten mit den Bubenreuther Schülern auch ein kenianisches Volkslied ein. Rektorin Martina Zippelius-Wimmer bedankte sich bei Paul Festl, den Schwestern und sagte ihre Unterstützung zu.

Dominicus-Patenschaften Georg-Stefan-Straße 35a,
90453 Nürnberg, Geschäftsführer Paul Festl; Bankverbindung:
VR Bank Nürnberg; IBAN:
DE60 7606 0618 0003 251004
BIC: GENODEF1N02;
info@dominicus-patenschaften.de www.dominicus-patenschaften.de

HEINZ REISS

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