Alles, was Sie über die StUB wissen müssen

27.1.2020, 12:25 Uhr
Die Stadt-Umland-Bahn, kurz StUB, soll einmal zwischen den Städten Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verkehren und eine Alternative zum Auto bieten. Das Projekt muss geplant, gebaut und schließlich betrieben werden. Daher wird 2016 der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) gegründet. In einem Zweckverband kooperieren mehrere Gemeinden miteinander. Mitglieder dieses Zweckverbands sind die drei genannten Städte.
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Die Stadt-Umland-Bahn, kurz StUB, soll einmal zwischen den Städten Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verkehren und eine Alternative zum Auto bieten. Das Projekt muss geplant, gebaut und schließlich betrieben werden. Daher wird 2016 der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) gegründet. In einem Zweckverband kooperieren mehrere Gemeinden miteinander. Mitglieder dieses Zweckverbands sind die drei genannten Städte. © Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Dass der Zweckverband entsteht, war keine Selbstverständlichkeit. Das Projekt wurde durchaus kritisch gesehen, auch wegen der hohen Kosten. 2016 fand in Erlangen ein Bürgerentscheid statt. Darin sprachen sich am Ende jedoch 60 Prozent für die Umsetzung des Projekts aus. 
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Dass der Zweckverband entsteht, war keine Selbstverständlichkeit. Das Projekt wurde durchaus kritisch gesehen, auch wegen der hohen Kosten. 2016 fand in Erlangen ein Bürgerentscheid statt. Darin sprachen sich am Ende jedoch 60 Prozent für die Umsetzung des Projekts aus.  © oh

In Erlangen befindet sich die Geschäftsstelle des Zweckverbands. Leiter ist Daniel Große-Verspohl (Bildmitte).
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In Erlangen befindet sich die Geschäftsstelle des Zweckverbands. Leiter ist Daniel Große-Verspohl (Bildmitte). © Stadtpresse

Eine Straßen-Umland-Bahn soll gebaut werden wegen des immensen Autoverkehrs im Großraum Nürnberg. Zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach pendeln viele tausend Menschen täglich. Während zwischen Erlangen und Nürnberg S-Bahnen und weitere Züge fahren, ist Herzogenaurach nur unzureichend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dabei befindet sich dort der Sitz zahlreicher großer Firmen wie Adidas, Puma und Schaeffler. 
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Eine Straßen-Umland-Bahn soll gebaut werden wegen des immensen Autoverkehrs im Großraum Nürnberg. Zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach pendeln viele tausend Menschen täglich. Während zwischen Erlangen und Nürnberg S-Bahnen und weitere Züge fahren, ist Herzogenaurach nur unzureichend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dabei befindet sich dort der Sitz zahlreicher großer Firmen wie Adidas, Puma und Schaeffler.  © Roland-Gilbert Huber-Altjohann, NNZ

Zwischen den Städten Erlangen und Herzogenaurach verkehrt die Buslinie 200. Sie wird auch "Herzo Express“ genannt.
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Zwischen den Städten Erlangen und Herzogenaurach verkehrt die Buslinie 200. Sie wird auch "Herzo Express“ genannt. © Matthias Kronau

Auf Basis des Preisniveaus von 2019 wurden die Gesamtkosten des Projektes ermittelt. Sie belaufen sich auf 372 Millionen Euro Investitionskosten und 56 Millionen Planungskosten. Stand Januar 2021 geht man von etwa 480 Millionen Euro aus. 
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Auf Basis des Preisniveaus von 2019 wurden die Gesamtkosten des Projektes ermittelt. Sie belaufen sich auf 372 Millionen Euro Investitionskosten und 56 Millionen Planungskosten. Stand Januar 2021 geht man von etwa 480 Millionen Euro aus.  © Michael Matejka

Die Stadt-Umland-Bahn wird von Bund und Land gefördert. Doch auch die Städte müssen sich finanziell an dem Projekt beteiligen. Nach dem aktuellen Stand der Dinge (September 2021) belaufen sich die Kosten für Nürnberg auf 16 Millionen Euro, für Erlangen auf 49 Millionen Euro und für Herzogenaurach auf 13 Millionen Euro.
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Die Stadt-Umland-Bahn wird von Bund und Land gefördert. Doch auch die Städte müssen sich finanziell an dem Projekt beteiligen. Nach dem aktuellen Stand der Dinge (September 2021) belaufen sich die Kosten für Nürnberg auf 16 Millionen Euro, für Erlangen auf 49 Millionen Euro und für Herzogenaurach auf 13 Millionen Euro. © Bernd Böhner

Andere Städte haben bereits gute Erfahrungen mit ähnlichen Schienenprojekten wie der StUB gesammelt: So etwa Karlsruhe, wo die Stadtbahn das gesamte Umland erschließt. Auch dort war man anfangs angesichts der schwierigen Finanzierung skeptisch, doch der Erfolg war überwältigend. Schon innerhalb der ersten Wochen vervielfachten sich die Fahrgastzahlen.
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Andere Städte haben bereits gute Erfahrungen mit ähnlichen Schienenprojekten wie der StUB gesammelt: So etwa Karlsruhe, wo die Stadtbahn das gesamte Umland erschließt. Auch dort war man anfangs angesichts der schwierigen Finanzierung skeptisch, doch der Erfolg war überwältigend. Schon innerhalb der ersten Wochen vervielfachten sich die Fahrgastzahlen. © oh

Wo soll die Stadt-Umland-Bahn entlang fahren? Über 100 mögliche Streckenverläufe werden untersucht. Schließlich wird sich auf eine Linienführung geeinigt - die sogenannte Vorzugstrasse. Diese wird in einem Raumordnungsverfahren seitens der Regierung von Mittelfranken geprüft und im Januar 2020 als raumverträglich eingestuft. 
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Wo soll die Stadt-Umland-Bahn entlang fahren? Über 100 mögliche Streckenverläufe werden untersucht. Schließlich wird sich auf eine Linienführung geeinigt - die sogenannte Vorzugstrasse. Diese wird in einem Raumordnungsverfahren seitens der Regierung von Mittelfranken geprüft und im Januar 2020 als raumverträglich eingestuft.  © Heinz Wraneschitz

Wo sich die beiden End-Haltestellen befinden sollen, steht nun fest. Eine soll in Nürnberg an der Haltestation "Am Wegfeld" zu finden sein. Dort ist dann der Umstieg auf das Nürnberger Straßenbahnnetz möglich. Von der Haltestelle "Am Wegfeld" Richtung Norden verläuft die StUB-Strecke dann über... 
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Wo sich die beiden End-Haltestellen befinden sollen, steht nun fest. Eine soll in Nürnberg an der Haltestation "Am Wegfeld" zu finden sein. Dort ist dann der Umstieg auf das Nürnberger Straßenbahnnetz möglich. Von der Haltestelle "Am Wegfeld" Richtung Norden verläuft die StUB-Strecke dann über...  © Heinz Wraneschitz bildtext.de

...das Gewerbegebiet Tennenlohe, das Südgelände der Uni Erlangen-Nürnberg, den Siemens-Campus (Foto) und später Büchenbach und die Herzo-Base. Die zweite Endhaltestelle befindet sich in der Innenstadt von Herzogenaurach.
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...das Gewerbegebiet Tennenlohe, das Südgelände der Uni Erlangen-Nürnberg, den Siemens-Campus (Foto) und später Büchenbach und die Herzo-Base. Die zweite Endhaltestelle befindet sich in der Innenstadt von Herzogenaurach. © Foto: Harald Sippel

Die endgültige Streckenvariante ist auch das Ergebnis eines langen Dialogs. Im Dezember 2017 fand das erste sogenannte Dialog-Forum statt. Das Forum hat rund 80 Mitglieder und besteht aus der Führung des Zweckverbands, Vertretern von Interessengruppen vom Umweltschutz über sozialen Organisationen bis zur Wirtschaft, Befürwortern und auch Gegnern des Projekts. Hinzu kommen 14 zufällig ausgewählte Bürger der drei beteiligten Städte. Jeder hatte das Recht, Hinweise zur Planung einzubringen. 
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Die endgültige Streckenvariante ist auch das Ergebnis eines langen Dialogs. Im Dezember 2017 fand das erste sogenannte Dialog-Forum statt. Das Forum hat rund 80 Mitglieder und besteht aus der Führung des Zweckverbands, Vertretern von Interessengruppen vom Umweltschutz über sozialen Organisationen bis zur Wirtschaft, Befürwortern und auch Gegnern des Projekts. Hinzu kommen 14 zufällig ausgewählte Bürger der drei beteiligten Städte. Jeder hatte das Recht, Hinweise zur Planung einzubringen.  © Rainer Groh

Viel diskutiert wurde über den Streckenverlauf in Erlangen, besonders wie das Regnitztal durchquert werden sollte. Der Erlanger Stadtrat votierte dafür, dass die StUB das Tal bei der Wöhrmühle queren sollte. 
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Viel diskutiert wurde über den Streckenverlauf in Erlangen, besonders wie das Regnitztal durchquert werden sollte. Der Erlanger Stadtrat votierte dafür, dass die StUB das Tal bei der Wöhrmühle queren sollte.  © PR

In einem Wettbewerb des Zweckverbands sollte die beste Variante für die Querung gefunden werden. Auf der Brücke durch den Regnitzgrund sollen eines Tages die StUB, Wartungsfahrzeuge, Autobusse und Einsatzkräfte fahren dürfen, während sie für den Individualverkehr tabu ist. Der Radweg verläuft unter der Brücke hindurch. 
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In einem Wettbewerb des Zweckverbands sollte die beste Variante für die Querung gefunden werden. Auf der Brücke durch den Regnitzgrund sollen eines Tages die StUB, Wartungsfahrzeuge, Autobusse und Einsatzkräfte fahren dürfen, während sie für den Individualverkehr tabu ist. Der Radweg verläuft unter der Brücke hindurch.  © Visualisierung: Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Im Juli 2021 gab es bei der StUB neue Entwicklungen. Bisher ähnelt der Streckenverlauf der Stadt-Umland-Bahn einem L. Es gibt aber auch viele, die gern ein T-Netz hätten. Bei diesem wäre auch Eckental im Kreis Erlangen-Höchstadt teil des Netzes. Der Kreistag Erlangen-Höchstadt votierte nun dafür, in die Planungen für den Ostast einzusteigen. Das T-Netz war bereits vor Jahren diskutiert worden, es war aufgrund fehlender finanzieller Förderungen aber wieder verworfen worden. Zudem wollten viele Landkreisbürger nicht, dass dem Zweckverband beigetreten wird.
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Im Juli 2021 gab es bei der StUB neue Entwicklungen. Bisher ähnelt der Streckenverlauf der Stadt-Umland-Bahn einem L. Es gibt aber auch viele, die gern ein T-Netz hätten. Bei diesem wäre auch Eckental im Kreis Erlangen-Höchstadt teil des Netzes. Der Kreistag Erlangen-Höchstadt votierte nun dafür, in die Planungen für den Ostast einzusteigen. Das T-Netz war bereits vor Jahren diskutiert worden, es war aufgrund fehlender finanzieller Förderungen aber wieder verworfen worden. Zudem wollten viele Landkreisbürger nicht, dass dem Zweckverband beigetreten wird. © Zweckverband Stadt-Umland-Bahn, NN

Im Jahr 2021 geht es an die Details. Wo verlaufen die Gleise genau entlang, wo genau stehen die Haltestellen, wie sehen Unterführungen und Brücken aus. Erst wenn dies feststeht, kann das Planfeststellungsverfahren beginnen.
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Im Jahr 2021 geht es an die Details. Wo verlaufen die Gleise genau entlang, wo genau stehen die Haltestellen, wie sehen Unterführungen und Brücken aus. Erst wenn dies feststeht, kann das Planfeststellungsverfahren beginnen. © Rainer Groh

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