Alles, was Sie über die StUB wissen müssen

27.1.2020, 12:25 Uhr
So könnte ein Stadt-Umland-Bahn aussehen.
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Ein wichtiger Schritt Richtung Realisierung: Im Januar 2020 schloss die Regierung Mittelfrankens das Raumordnungsverfahren ab, die bisherigen Planungen seien bis auf eine Ausnahme "raumverträglich". Im darauffolgenden Planfeststellungsverfahren sollen nun Fragen des Artenschutzes, der Wasserwirtschaft und der Verträglichkeit mit dem bestehenden Individualverkehr geklärt werden. © PR

So könnte die StUB aussehen.
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So könnte die Stadt-Umland-Bahn einmal aussehen. Die StUB ist wahrscheinlich das meistdiskutierte Großprojekt in der Metropolregion, und das schon seit Jahrzehnten. Doch worum wird eigentlich so sehr gestritten? Wie soll das Vorhaben finanziert werden und wohin soll die StUB einmal fahren? Und was wären Alternativen? Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten. © Fotomontage: VAG

Foto: Matthias Kronau..Motiv: Parkhaus von Schaeffler in Herzogenaurach / September 2011
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Der Grund, warum die StUB kommen soll, ist einfach erklärt: der zunehmende Autoverkehr. Zwischen Nürnberg und Erlangen herrscht ebenso dichter Pendlerverkehr wie zwischen Erlangen und seinen östlichen Umlandgemeinden. Vor allem aber Herzogenaurach im Westen wird aufgrund der dort ansässigen großen Firmen wie Adidas, Puma und Schaeffler (das Bild zeigt das Schaeffler-Parkhaus) geradezu überrollt. Hinzu kommt: Eine schienengebundene Lösung wäre gleichzeitig umweltfreundlich. © Matthias Kronau

Den Bedarf an schnellen, getakteten öffentlichen Verkehrsmitteln verdeutlicht der Erfolg der Buslinie 200, genannt „Herzo Express“: Hier an der Haltestelle nahe des adidas-Hauptquartiers. Gleich gegenüber würde nach Trassenplanung die StUB halten.
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Den Bedarf an schnellen, getakteten öffentlichen Verkehrsmitteln verdeutlicht der Erfolg der Buslinie 200, genannt „Herzo Express“: Hier an der Haltestelle nahe des Adidas-Hauptquartiers. Gleich gegenüber würde nach Trassenplanung die StUB halten. © Matthias Kronau

Noch endet die Nürnberger Straßenbahn Richtung Erlangen in Nürnberg-Thon, bald aber schon im Knoblauchsland. Der Weiterbau zum Universitäts-Südgelände wäre der Anstoß für den Bau der Stadt-Umland-Bahn in Erlangen.
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Was soll die Stadt-Umland-Bahn kosten? Sollte die StUB ab etwa 2035 fahren, würden die Gesamtkosten wohl etwa 258 Millionen Euro betragen. So lautet zumindest eine Schätzung der Gutachterfirma Intraplan. Bei dieser Schätzung jedoch bleibt es nicht. Stand Januar 2021 geht man von etwa 480 Millionen Euro aus, die auch noch nicht das letzte Wort darstellen dürften. © Michael Matejka

STUB Erlangen Ecke Nürnbergerstrasse Henkestrasse..Foto:Bernd Böhner 29.05.2012
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Gerade für die Stadt Erlangen, wo sich die Stadt-Umland-Bahn die Strecke weitgehend mit dem Autoverkehr teilen könnte, dürfte das Projekt defintiv teuer werden. © Bernd Böhner

Die Südumgehung ist in Buckenhof schon seit Jahren ein Zankapfel. Sicher ist aber, dass im kommenden Jahr die Ortsdurchfahrt mit Flüsterasphalt belegt wird.
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Eine Umgehungsstraße für die Erlanger Umlandgemeinden im Osten quer durch den Reichswald zu bauen und so die Verkehrsproblematik zu lösen, hat sich bereits 2012 zerschlagen. Die sogenannte Südumgehung scheiterte am strengen EU-Umweltrecht und am Widerstand vieler Bürger und Kommunalpolitiker. © Harald Hofmann

SamSon: StUB
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Als Alternativlösung für die Südumgehung sehen Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen, wie die für "Umweltverträgliche Mobilität im Schwabachtal", die seit 1993 für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik kämpft, eben die Stadt-Umland-Bahn. © Harald Sippel

In Thon ist für die Nürnberger Straßenbahn derzeit (noch) Endstation. Eine Verlängerung in Richtung Wegfeld wird zur Zeit gebaut. Von dort aus könnte die Stadt-Umland-Bahn (StUB) fahren.
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Das Gesetz, das Zuschüsse nur bei Bau auf "eigenem Gleiskörper" vorsieht, wurde inzwischen geändert, die Fördermöglichkeiten von landes- und Bundesseite erweitert. Zudem sollen sich die direkt von der StUB angebundenen Kommunen, darunter Buckenhof, Uttenreuth, Spardorf und Herzogenaurach, an den laufenden Kosten beteiligen. Herzogenaurach als Zweckverbands-Mitglied hat auch einen großen teil der Planungskosten übernommen, will aber laut Bekunden des amtierenden Bürgermeisters German Hacker nicht als Zahlmeister missbraucht werden. © Stefan Hippel

Sollte die StUB abgelehnt werden, wird vermutlich das alternativ zur StUB bewertete regional-optimierte Bussystem umgesetzt. Diese Grundsatzentscheidungen wirken sich auf den ÖPNV im Großraum aus (hier eine Szene am derzeitigen Endpunkt der Straßenbahn in Nürnberg-Thon, an dem Fahrgäste in Busse nach Erlangen umsteigen können).
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Sollte die Umsetzung der StUB noch scheitern, könnte ein regional-optimiertes Bussystem umgesetzt werden. Sowohl die Investitionskosten als auch das Defizit bei den laufenden Kosten wären deutlich niedriger als bei der schienengebundenen Lösung. Im Vergleich zur StUB wären Berechnungen zufolge wohl deutlich weniger Pendler bereit, auf ein Bussystem umzusteigen als in die StUB. Außerdem teilen sich Busse gezwungenermaßen die Straße oft mit dem Auto, der Entlastungseffekt hielte sich also in Grenzen, Staus würden weiterhin das Straßenbild dominieren. © Kristina Banasch

Redaktion: B2 Herzogenaurach Fotograf: oh ..Motiv: Informationsfahrt des Kreistags zu Stadt-Umlandbahn... Noch Zukunftsmusik: Landrat Eberhard Irlinger im Führerstand einer Stadt-Umland-Bahn - hier beim Informationsbesuch in Karlsruhe.
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Andere Städte haben bereits gute Erfahrungen mit ähnlichen Schienenprojekten wie der StUB gesammelt: So etwa Karlsruhe, wo die Stadtbahn das gesamte Umland erschließt. Auch dort war man anfangs angesichts der schwierigen Finanzierung skeptisch, doch der Erfolg war überwältigend. Schon innerhalb der ersten Wochen vervielfachten sich die Fahrgastzahlen. © oh

Seit  2008 fährt ein schienengebundes Nahverkehrsfahrzeug  zwischen den südlich von Lissabon liegenden Städten Almada und Seixal im Pendelverkehr. So ähnlich konnte auch die StUB von Nürnberg nach Erlangen düsen.
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In ganz Europa setzt die Politik zunehmend auf schienengebundenen Nahverkehr: Südlich von Lissabon verbindet diese Bahn die Städte Almada und Seixal. © Siemens

An der Stelle, an der heute neben der B4 kurz vor der Erlanger Südkreuzung Busse der Linie 30 halten, könnte künftig ein Stopp der Stadt-Umland-Bahn (StUB) entstehen. Vor hier aus ist das Uni-Südgelände fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen.
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Im September 2012 nahm die Stadt-Umland-Bahn dann eine große Hürde: Der Erlanger Stadtrat beschloss mehrheitlich und gegen weite Teile der CSU, das Projekt zu unterstützen. © Ralf Rödel

Der Blick auf das
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Im September 2013 wurde die StUB auf die für staatliche Zuschüsse relevante Liste aufgenommen. Siemens kündigte im gleichen Monat an, auf dem Gelände des Forschungszentrums im Süden Erlangens für mehrere hundert Millionen Euro Arbeitsplätze und Wohnungen errichten zu wollen. Gleichzeitig machte Siemens ein modernes Verkehrssystem zur Bedingung für seine Investition - ohne StUB also kein Siemens-Campus. Auf jeden Fall dürfte das Großprojekt im Süden Erlangens Auswirkungen auf die Trassenführung haben. © Luftbild: Bernd Böhner

Elke Preuß (FDP) gratulierte am Wahlabend dem SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Florian Janik zum Wahlergebnis.
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Im März 2014 bekommt Erlangen einen neuen Oberbürgermeister: Florian Janik. Der Sozialdemokrat ist sich sicher, dass die bayerische Staatsregierung die StUB-Planung mit ihm genauso kooperativ weiter vorantreibt, wie mit Vorgänger Balleis. Derweil bahnte sich zu dieser Zeit eine Kostenexplosion an: Statt der bisher veranschlagten Kosten von rund 365 Millionen Euro, wären nach einer Neuberechnung durch das Landratsamt 438 Millionen Euro für die StUB fällig. © Harald Sippel

Die Freien Wähler im  Landkreis setzten sich in einem Bürgerbegehren gegen die  StUB durch. Die T-Lösung, also mit einem Ast Richtung Uttenreuth, ist seither durch eine L-Lösung ersetzt worden: Von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach.
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Die Freien Wähler aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt riefen im November 2014 zum Bürgerbegehren auf: mindestens 5000 Unterschriften gegen die StUB wollten sie sammeln - was ihnen gelang. Das Projekt sei nicht finanzierbar, ein Verlustgeschäft für die Kommunen im Landkreis, so die FW-Führungsriege. Über 5300 Landkreisbürger trugen sich in den folgenden Wochen in bereitgestellte Listen ein. Mit ihrer Unterschrift konnten die Bürger ihrem Willen Ausdruck geben, dass die Frage, ob im Landkreis die geplante Stadt-Umland-Bahn gebaut werden soll, mit einem Bürgerentscheid zu klären ist. © Groh

NN-Podiumsdiskussion StUB (Stadt-Umland-Bahn) in der Seebachgrundhalle Hannberg  /..v.l. Bgm. Gerald Brehm (Höchstadt), Bgm. Ludwig Wahl (Röttenbach), Andreas  Mäder (Geschäftsführer VGN), Rainer Groh (NN), Dieter Köchel (EN), Landrat  Alexander Tritthart, Esther Schuck (BI Uttenreuth), Bgm. German Hacker  (Herzogenaurach)..Foto: (c) RALF RÖDEL / NN +++ Veröffentlichung nur nach  vorheriger Vereinbarung!
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Auch 2015 polarisiert die geplante Stadt-Umland-Bahn noch immer. Ende März kam es in der Seebachgrundhalle im Heßdorfer Ortsteil Hannberg zum Schlagabtausch zwischen Gegnern und Befürwortern der StUB. Mit dabei waren unter anderem verschiedene Bürgermeister, Vertreter der VGN und der lokalen Medien. © Ralf Rödel

An die Stadt Hamburg hat die Firma Van Hool gerade zwei der „Trambusse“ verkauft, die in Röttenbach vorgestellt wurden (hier eine Grafik der Verkehrsbetriebe). Grafik: VHH AG
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In Röttenbach machten die Gegner der StUB im März mobil. Ihrer Meinung nach wäre das belgische Bussystem "Bus Rapid Transit-System" (BRT) "billiger und besser". © VHH AG

Laut Joachim Herrmann ist auch der Bayerische Landtag von einer Straßenbahn nach Herzogenaurach überzeugt. Da kann ihm Alexander Tritthart (l.) nur zustimmen.
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Zum ersten Mal in der 40-jährigen Geschichte des Landkreises werden die Wähler 2015 für ein Bürgerbegehren an die Urnen gerufen. Es geht um die Frage, ob Planungen für die StUB aufgenommen werden sollen. Zum Finale gab es ministerialen Rückenwind: Die Staatsregierung will im Falle eines positiven Ausgangs des Bürgerentscheids das Fördermittel-Füllhorn über der Metropolregion ausschütten. Dies betonte der für Verkehrsfragen zuständige Innenminister Joachim Herrmann. "Alle regionalen Abgeordneten haben an einem Strang gezogen und so die Option auf eine 90-prozentige Förderung für ein Verkehrsprojekt in Franken durchgeboxt", sagte Herrmann. © Foto: Enz

Harald Sippel
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Ein herber Schlag für das Millionen-Projekt: Am 19. April 2015 wird die Stadt-Umland-Bahn bei einem Bürgerentscheid im Landkreis Erlangen-Höchstadt abgelehnt. Klar wird: Man wolle dem Zweckverband nicht beitreten. Doch Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD, rechts) hat bereits eine neue Idee: die sogenannte L-Lösung, ohne den Ast nach Uttenreuth. © Harald Sippel

Wilhelm Krieger (rechts) übergibt an OB Janik nach eigenen Angaben über 4300  Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die StUB. Foto: Egbert M. Reinhold
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Die Gegner der StUB haben im Dezember 2015 viele Erlanger Bürger mobilisiert. Die Befürworter eines Bürgerbegehrens gegen die Stadt-Umland-Bahn (StUB) kritisieren vor allem die hohen Kosten von etwa 300 Millionen Euro. Bei einem Nein aus Erlangen wäre das Projekt zur Reduzierung des Pendlerverkehrs auf den Straßen wohl endgültig gescheitert, weil ein großer Geldgeber wegbräche.
Der Initiator des Bürgerbegehrens, Wilhelm Krieger (rechts), sammelte 4417 Stimmen gegen das Projekt. Dadurch ist der Weg für eine Mitsprache der Bürger geebnet. Anfang März 2016 könnte die Wahl bereits stattfinden. © Reinhold

„Stopp StUB“: Die Gegner der Stadt-Umland-Bahn favorisieren alternative Konzepte.
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Der Wahlkampf um den Bürgerentscheid lief auf vollen Touren. Gegner und Befürworter der Stadt-Umland-Bahn warben mit riesigen Plakaten für ihre Positionen. Die Wahl fand am 6. März 2016 statt. Wie die Wahl verlaufen ist, erfahren Sie hier. © Harald Sippel

StUB-Wahl
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Das Ergebnis: Mit "Nein" stimmten 60,4 Prozent (22.472 Stimmen) - mit "Ja" stimmten 39,6 Prozent (14.737 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 44,9 Prozent - insgesamt gingen 37.260 Wählerinnen und Wähler an die Urnen. Stimmberechtigt waren 82.918 Erlanger. © oh

LOKALES Foto: Eduard Weigert Datum: 27.2.16..Ortstermin StuB in Thon.. Am  Wegfeld/Johann-Sperl-Straße..Baustelle Straßenbahn
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Zwei Wochen nach dem Bürgerentscheid zur Stadt-Umland-Bahn, bei dem sich mehr als 60 Prozent für die StUB ausgesprochen hatten, stand die Gründung eines Zweckverbands auf der Tagesordnung des Erlanger Stadtrats. Dem Zweckverband werden neben Erlangen auch die Städte Nürnberg und Herzogenaurach angehören, die sich bereits vor einiger Zeit für einen Beitritt ausgesprochen hatten. Nach seiner Gründung kann der Zweckverband in die vertiefte Planung des Projekts einsteigen. Ziel der Planung, die bis zur Phase der Genehmigungsplanung vorgenommen wird, ist das Planfeststellungsverfahren. © Eduard Weigert

Vorne ein Stadtmodell Erlangens, den StUB-Trassenverlauf im Hintergrund: Die StUB-Macher OB Ulrich Maly, OB Florian Janik, Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl, Technik-Chef Florian Gräf und OB German Hacker (v. l.).
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Die Planer für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) Nürnberg-Erlangen-Herzogenaurach haben mit dem Bezug einer eigenen Geschäftsstelle in der Nägelsbachstraße im Mai 2017 einen festen "Ort" gefunden. Neu hinzugekommen ist auch seit 1. März Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl. Mit dem Bezug der neuen Geschäftsstelle hat der Zweckverband der drei Gebietskörperschaften Stadt Nürnberg, Stadt Erlangen und Stadt Herzogenaurach – sie planen und bauen die StUB gemeinsam – auch einen Platz für die weiteren Vorbereitungsschritte gefunden. Sinnbildlich dafür steht auch das neue Logo des StUB-Zweckverbands: eine Straßenbahn, die später auch real durch drei farbige (Stadt-)Kreise fährt. © Stadtpresse

So könnte die StUB (in Thon) aussehen — wenn sie denn kommt.
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Im Mai 2017 wird der Fahrplan der StuB in Herzogenaurach vorgestellt. Die Stadt-Umland-Bahn (StuB) hat schon in der ersten Planungsphase einen ambitionierten Fahrplan. Nach den Vorstellungen des technischen Leiters der StUB, Florian Gräf, wird im Jahr 2018 mit der Erstellung der Unterlagen für ein Raumordnungsverfahren zwischen Nürnberg-Wegfeld und Herzogenaurach-Nord begonnen, im Jahr 2021 rechnet er mit der Einleitung der ersten Planfeststellungsverfahren für einzelne Strecken. © André De Geare

Die beiden Geschäftsleiter Florian Gräf (l.) und Daniel Große-Verspohl im Planungsausschuss in Herzogenaurach.
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Von den StUB-Konsolidierungskosten von etwas unter 1,75 Mio. Euro entfallen fast 1,1 Mio. auf Erlangen, 286.000 Euro auf Herzogenaurach und fast 364.000 Euro auf Nürnberg. In den Folgejahren werden diese Kosten um ein Vielfaches ansteigen. Die Finanzierung für das 300-Millionen-Euro-Projekt ist aber auch im Juli 2017 dennoch noch nicht endgültig geklärt. © Michael Müller

Heiß diskutiert: Die StUB bleibt auch 2014 ein brisantes Thema. Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker spielt schon mit einem Modell, die Freien Wähler starten ein Bürgerbegehren.
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Die Weiterfinanzierung der Stadt-Umland-Bahn (StUB) ist gesichert. Das steht seit dem Beschluss zur Neuregelung der Bund-Länder-Finanz-Beziehungen fest. Damals hatten Bundesrat und Bundestag die Verlängerung eines Programms beschlossen, aus dem die StUB gefördert werden soll. Im entsprechenden Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) war der Geldtopf, aus dem die StUB mit ermöglicht werden soll, bis Ende 2019 befristet. Nun heißt es, dass diese "Regelungen bis zu ihrer Aufhebung" fortgelten und das Gesetz frühestens ab 2025 geändert werden kann. Danach trägt der Bund 60 Prozent, der Freistaat 30 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten. Das freut nicht nur Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (Bild). © Matthias Kronau

Gemeinsam zur endgültigen Planung: Auch mögliche Streckenvarianten der StUB, wie hier in der Hans-Maier-Straße, sollen im Dialog mit den Bürgern besprochen werden.
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2018 steht das Großprojekt Stadt-Umland-Bahn (StUB) ganz im Zeichen des Bürgerdialogs. Den Auftakt macht ein sogenanntes Dialog-Forum. Die Pläne sollen unter Berücksichtigung der Fördervorgaben von Land und Bund im Detail überprüft und optimiert werden – unter Einbeziehung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. © Foto: Giulia Iannicelli

MOTIV: Region, Verkehr, ÖPNV, Straßenbahn, Stadtumlandbahn, StUb, „Haltestelle Am Wegfeld“..FOTO : Claus Felix/VAG, übermittelt von stefanie.dietz@stadtumlandbahn.de, 05/2019.. Am Wegfeld
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Zum Jahresbeginn sehen die Zukunftsprognosen in Sachen StUB deutlich positiver aus als noch zur Mitte des Coronajahres 2020. Der Kreistag Erlangen-Höchstadt hat grundsätzlich grünes Licht dafür gegeben, die Planungen in die nächste Phase fortzuschreiben. Neue Fördervoraussetzungen lassen nun auch das T-Netz mit der Fortführung der StUB in den Erlanger Stadtosten bis nach Eckental in greifbare Nähe rücken. Außerdem haben Adelsdorf und Höchstadt signalisiert, dass sie gerne an das westliche StUB-Netz angeschlossen werden möchten. Die Freien Wähler, 2014/15 noch Blockierer der StUB-Pläne, wollen die Bürger einbinden, das Ergebnis eines Bürgerentscheids könnte ein klares Bekenntnis zur StUB werden. © Claus Felix/ZV StUB

Jetzt geht es los: In Herzogenaurach tagte erstmals das Dialog-Forum zur Stadt-Umland-Bahn.
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Der Dialog über die bestmögliche Trasse der Stadt-Umland-Bahn (StUB) ist eröffnet. Im Dezember 2017 fand das erste Dialog-Forum statt. Das Forum hat rund 80 Mitglieder in einem inneren und einem äußeren Kreis. Der innere, 30 Köpfe stark, besteht aus der Führung des Zweckverbands, den Vertretern von Interessengruppen vom Umweltschutz über sozialen Organisationen bis zur Wirtschaft, Befürwortern und auch Gegnern des Projekts. Hinzu kommen 14 zufällig ausgewählte Bürger der drei beteiligten Städte, drei aus Nürnberg, drei aus Herzogenaurach, acht aus Erlangen, der Stadt mit dem größten Strecken- und Kostenanteil. © Rainer Groh

Nach Herzogenaurach soll die StUB einmal fahren, hier im Bild das Dialogforum zur Stadt-Umland-Bahn in Herzogenaurach.
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Immer klarer wird, wo die Gleise für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) künftig verlaufen werden. Etliche Trassenvarianten sind nun weggefallen, zum Beispiel eine Untertunnelung des Erlanger Bahnhofs. Sicher scheint: Die StUB wird häufiger fahren als ursprünglich gedacht. Eigentlich sollte die StUB nach den bisherigen Planungen nur alle 20 Minuten zwischen Büchenbach-West und Herzogenaurach fahren. Weil man aber an der Stadtgrenze Erlangen/Herzogenaurach nach einer aktuellen Prognose mit 10.800 statt zuvor mit 4900 Fahrgästen rechnet, wird dort künftig mit einem Zehn-Minuten-Takt geplant. © privat

Straßenbahn-Endhaltestelle Am Wegfeld in Nürnberg-Boxdorf.Linie 4 Gibitzenhof-Am Wegfeld.Startpunkt für die Stadtumlandbahn STUB Nürnberg- Erlangen-Herzogenaurach..Foto: Heinz Wraneschitz gesp. 06/2018
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Die Planungen für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) von Nürnberg nach Erlangen und Herzogenaurach gehen voran. Seit Januar 2019 ist klar: In Nürnberg wird die Trasse primär entlang der Bundesstraße 4 verlaufen und im ersten Halbjahr 2019 soll das Raumordnungsverfahren eingeleitet werden. Im Februar rechnet der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (StUB) damit, im Jahr 2021 das Planfeststellungsverfahren für die Gesamtstrecke zwischen den Haltestellen Nürnberg-Wegfeld und Herzogenaurach durchführen zu können. Das wäre die letzte planerische Voraussetzung für einen Baubeginn. © Heinz Wraneschitz

So könnte ein Stadt-Umland-Bahn aussehen.
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Lange wurde über den Streckenverlauf debattiert. Vor allem die Talquerung sorgt für Diskussionsstoff. Am 12. April 2019 hat nun der Erlanger Stadtrat dafür votiert, dass in Sachen Stadt-Umland-Bahn (StUB) eine neue Talquerung über den Regnitzgrund bei der Wöhrmühle als sogenannte Vorzugsvariante in das Raumordnungsverfahren eingebracht wird. © PR

Die Visualisierung einer möglichen Regnitzquerung in der Ansicht aus Südwesten: Die
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Die Reihe der Dialogforen zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) hat im Mai 2019 dort aufgehört, wo sie vor knapp eineinhalb Jahren anfing: im Herzogenauracher Vereinshaussaal. Ergebnis der sechs Foren und der neun Lokalforen an Schlüsselstellen der angedachten Strecke: Der Zweckverband der drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach kann mit einer Vorzugstrasse ins Raumordnungsverfahren starten, und für diese haben die in den Foren mitwirkenden Bürger maßgebliche Beiträge geliefert – vor allem auf Erlanger Stadtgebiet. © Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Symbolischer Dank an die ehrenamtlichen Mitglieder des Inneren Kreises im Dialogforum: Sie erhielten eine Miniatur-Straßenbahn zur Erinnerung.
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Mit fünf Varianten der rund 25 Kilometer langen Straßenbahnlinie vom Nürnberger Wegfeld quer durch Erlangen bis zur Endstation nahe dem ehemaligen Herzogenauracher Bahnhof wird der Zweckverband nach Ansbach fahren und deren Prüfung nach raumplanerischen Gesichtspunkten beantragen. Darunter die Trasse, die man nach dem eigenen "Formalisierten Abwägungs- und Rangordnungsverfahren" (FOR) favorisiert.
Diese verläuft vom Wegfeld bis nach Tennenlohe entlang der Bundesstraße 4. In dem südlichen Erlanger Stadtteil hat sich eine Streckenführung dicht entlang der B 4 mit der Haltestelle "Tennenlohe Süd" direkt am Straßenknoten Wetterkreuz-B 4 als günstig herausgestellt. Der Knoten muss umgebaut werden, und wenn sich mit dem für die Straßen verantwortlichen Staatlichen Bauamt eine vernünftige Kostenteilung für den gesamten Umbau finden lässt, will man diese Variante bauen. © Foto: Rainer Groh