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Arbeitsgruppe soll „Hoffeld“ in Bubenreuth forcieren

Kompromisse für das geplante Baugebiet sollen so möglich werden - 02.12.2016 15:00 Uhr

Um mit den Planungen für das Gebiet Hoffeld schneller voranzukommen, ist nun eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden. © Klaus-Dieter Schreiter


Seit Jahren versucht die Gemeinde, das „Hoffeld“ genannte Areal zwischen dem westlichen Ortsrand und der Bahn als Gewerbegebiet zu entwickeln. Bereits im Herbst 2014 ist ein Bebauungsplan aufgestellt und eine Veränderungssperre für Teile des künftigen Planbereichs erlassen worden, die inzwischen verlängert wurde. Man kommt mit den Planungen jedoch nicht voran, weil sich die Grundbesitzer gegen die Vorstellungen der Gemeinde sträuben. Sie hätten dort lieber ein Mischgebiet, in dem auch Wohnbebauung möglich ist. Dort ein Wohnhaus zu bauen, plant auch ein Gemeinderatsmitglied. Das hätte offenbar sogar Baurecht, das aber durch die Veränderungssperre zunächst einmal blockiert wurde.

Weil diese Sperre im Herbst nächsten Jahres ausläuft, ist die Gemeinde schwer unter Druck. Denn wenn der Bauherr dann sein Haus auf sein Grundstück stellen würde, blockierte er damit offenbar die geplante Zufahrt zu dem Gebiet. Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren war, hat das Gemeinderatsmitglied inzwischen sogar Klage beim Verwaltungsgericht gegen das Landratsamt und damit gegen den Freistaat Bayern eingereicht, um die Baugenehmigung zu erwirken. Die öffentliche Verhandlung findet am 12. Januar in Ansbach statt.

Um den Grundstückseigentümern und damit auch dem bauwilligen Gemeinderat entgegenzukommen, hat der Gemeinderat im Oktober beschlossen zu versuchen, das Hoffeld als Mischgebiet auszuweisen. Im Gegenzug erwartet die Gemeinde, dass sich alle Eigentümer auf städtebauliche Verträge einlassen.

Dafür aber sind zahlreiche Verhandlungen und Festlegungen notwendig, die zeitraubend sein können. Die Verwaltung erhofft sich darum Unterstützung von der interfraktionellen Arbeitsgruppe. Sie soll grundsätzliche Klauseln und Regeln für die spätere Beschlussfassung im Gemeinderat vorbereiten. Dadurch sollen langwierige Grundsatzdiskussionen vermieden werden. Die Arbeitsgruppe könnte auch bereits Feinheiten bei der Planung entscheiden, dadurch gäbe es nicht nur eine Entlastung der Verwaltung, sondern auch eine höhere demokratische Legitimation, meint der Geschäftsführende Beamte im Rathaus, Helmut Racher.

Der „Arbeitsgruppe Hoffeld“ gehören neben Bürgermeister Norbert Stumpf und dem zweiten Bürgermeister Johannes Karl die Ratsmitglieder Christian Dirsch (Grüne), Stephan Junger (CSU), Christian Pfeiffer (SPD) und Wolfgang Meyer (Freie Wähler) an.

Meyer mahnte bereits während der Diskussion über die Einsetzung der Arbeitsgruppe, die Grundbesitzer am Hoffeld seien auch Bürger der Gemeinde und würden bereits lange für das Wohl Bubenreuths arbeiten. „Die darf man nicht mit Füßen treten“. Bürgermeister Stumpf stellte klar: „Das tun wir auch nicht“.

kds

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