Die Zahlen vom Juli

Arbeitsmarkt in Erlangen und ERH: Immer mehr sind ohne Job

Eva Sünderhauf
Eva Suenderhauf

Erlanger Nachrichten

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29.7.2022, 10:54 Uhr
Blick auf das Arbeitsamt in Erlangen.

© Harald Sippel Blick auf das Arbeitsamt in Erlangen.

„Wie erwartet setzt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit fort", sagt Thomas Dippold. Zum einen sei der Zugang der Flüchtlinge aus der Ukraine in die Grundsicherung dafür verantwortlich. Dazu komme der übliche saisonale Verlauf, wenn sich kurz vor Schul- oder Ausbildungsende viele junge Leute vorübergehend arbeitslos melden. "Dieser Effekt wird sich erfahrungsgemäß bis September weitgehend aufheben. Wohl noch länger beschäftigen werden uns hingegen die anhaltenden Ereignisse rund um die Ukraine. Vor diesem Hintergrund rechne ich mit weiterhin wachsenden Arbeitslosenzahlen", so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, die unter anderem für die Stadt Erlangen und für den Landkreis ERH zuständig ist.

So sieht der Arbeitsmarkt in Erlangen aus

In Erlangen sind derzeit 2.313 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 97 Personen (4,4 Prozent) mehr als im Juni, aber 342 Menschen (12,9 Prozent) weniger als im Juli 2021.

Die Personalnachfrage hat stark angezogen. So haben die Arbeitgeber im Juli 601 offen Stellen gemeldet. Das sind 108 Angebote mehr als im Juni. Der Bestand an offenen Stellen umfasst derzeit 1.900 Jobs.

So sieht der Arbeitsmarkt im Landkreis Erlangen-Höchstadt aus

Nach einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni durch das erstmalige Erscheinen ukrainischer Flüchtlinge in der Statistik hat sich die Lage im Landkreis aktuell beruhigt. So sind hier derzeit 2.030 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 15 Personen (0,7 Prozent) mehr als im Juni und 155 Menschen (8,3 Prozent) mehr als im Juli 2021.

Die hiesigen Arbeitgeber haben im Juli 120 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 59 Angebote (33,0 Prozent) weniger als im Juni. Der Bestand umfasst derzeit 1.004 offene Stellen.

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