Nur leichter Anstieg bei den Kosten

Auch die Sanierung des Spardorfer Hallenbads verzögert sich wegen der Corona-Pandemie

Scott Johnston
Scott Johnston

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3.12.2021, 09:00 Uhr
Die Corona-Pandemie führt auch bei der Sanierung des Hallenbads in Spardorf zu Verzögerungen. Nun sollen die Arbeiten im Frühjahr abgeschlossen werden.

Die Corona-Pandemie führt auch bei der Sanierung des Hallenbads in Spardorf zu Verzögerungen. Nun sollen die Arbeiten im Frühjahr abgeschlossen werden. © Scott Johnston

Dass die Baubranche trotz der Schwierigkeiten derzeit boomt, verschärft die Lage zusätzlich. Bei einer Sanierung sei man zudem nie vor Überraschungen gefeit, betonte Lux. So habe sich beim Spardorfer Bad, das zu bestimmten Zeiten neben den Schülern auch der Allgemeinheit zugänglich ist, in mehreren Fällen herausgestellt, dass noch weitere Arbeiten ausführen seien, mit denen man nach der ersten Inspektion nicht gerechnet habe.

Dennoch ist der Kreisbaumeister zuversichtlich, dass im Frühjahr die Becken für den Schwimmunterricht freigegeben werden können. Außer dem Architekten und der Bauleitung seien auch Vertreter des Kreisbauamts täglich auf der Baustelle, um sich ein Bild von dem Fortschritt zu machen und auf zügiges Arbeiten zu drängen: "Mehr können wir beim besten Willen nicht tun!"

Permanentes Umplanen

Aufgrund der Personalknappheit bei den Firmen und des fehlenden Baumaterials musste die Planung immer wieder neu ausgerichtet, einige Arbeiten vorgezogen, andere nach hinten verschoben werden. Allein 13 Gewerke werden derzeit durchgeführt. Die Palette reicht von der Elektro- und Badewassertechnik über Schlosser- und Metallarbeiten bis hin zur Akustikdecke der Schwimmhalle, dem Aufzug für einen barrierefreien Zugang und der Gestaltung der Garderoben. Endlich sind auch die Lüftungskanäle eingetroffen, sodass diese jetzt ebenfalls eingebaut werden können.

Auch wenn Landrat Alexander Tritthart wegen der vielfältigen Verzögerungen und Umstellungen zwischenzeitlich schon Zweifel kamen, ob alles gut über die Bühne geht, kann Thomas Lux nicht zuletzt hinsichtlich der Kosten Entwarnung geben. Die angesetzten 6,8 Millionen Euro dürften nach dem aktuellen Stand nur leicht überschritten werden.

"Bei all den Widrigkeiten können wir uns am Ende über ein modernes Bad freuen, das den neuesten Anforderungen entspricht und bereits coronakonform ausgerichtet ist", so der Kreisbaumeister. Beim ersten Bauabschnitt für die benachbarte Turnhalle der Mittelschule, der zur Kosten- und Zeiteinsparung integriert wurde, wird der Kostansatz von 1,65 Millionen Euro sogar unterschritten.

Etat verabschiedet

Sollte die grundlegende Sanierung des Hallenbads endlich abgeschlossen sein, entlastet dies auch den Etat des Zweckverbands. Für das nächste Jahr sind im Verwaltungsaushalt 1,76 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 1,8 Millionen Euro vorgesehen.

Die Umlage für die Betriebskosten beträgt 840.000 Euro, für die Investitionen 875.00 Euro. Gemäß der jeweiligen Schülerzahlen sind sie zu 70 Prozent vom Landkreis Erlangen-Höchstadt und zu 30 Prozent von der Stadt Erlangen zu tragen.

Wegen den Generalinstandsetzung von Hallenbad und Turnhalle muss voraussichtlich ein Kredit von 900.000 Euro aufgenommen werden. Die Versammlung billigte den Etat einstimmig.