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Aus Franken für Bayern: Erlangerin will Bierkönigin werden

Carolin Strobl, gebürtig aus Dachau, seit zehn Jahren an der FAU, ist im Finale - 16.05.2019 12:06 Uhr

Will Bayerische Bierkönigin werden: Carolin Strobl. © Carolin Strobl


Am liebsten trinkt Carolin Strobl Bier mit Freunden. "Jetzt, wenn die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, im Biergarten. Oder auch beim Wandern, wenn man den Gipfel erreicht hat", sagt sie. Ihre Liebe zum Bier geht aber noch ein Stückchen weiter, denn die gebürtige Dachauerin hat sich beim Bayerischeren Brauerbund beworben, sie möchte die zehnte Bierkönigin Bayerns werden.

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"Insgesamt vertritt man dabei das bayerische Bier und das Reinheitsgebot", sagt die 29-Jährige, die an der FAU ihren Doktor macht. Die Kitzmann-Bierköniginnen kannte sie zwar von der Bergkirchweih, auch eine Wahl zur Weinkönigin hatte sie mal zusammen mit einem Freund gesehen. "Da dachte ich mir: Warum gibt es keine Bierkönigin?"

Also suchte Strobl im Internet und fand heraus, dass es durchaus auch ein königliches Ehrenamt für Bier-Fans gab. In einem Casting setzte sich die Wahl-Erlangerin gegen 22 Kandidatinnen durch, nun stehen sieben im Finale. Das findet am 16. Mai in München statt. Ein Drittel der Stimme sammeln die Kandidatinnen bis dahin in einem Online-Voting, dazu wählen noch eine Jury und das Publikum.

"Ich war sofort begeistert", sagt Strobl. "Es gibt nichts Schöneres, als das Bayerische Bier zu vertreten. Man reist viel herum und lernt Neues." Selbst hat Carolin Strobl noch nie Bier gebraut, "meine Oma hatte eine Wirtschaft", das sei der einzige Bezug aus der Familie heraus. Doch als Naturwissenschaftlerin sei sie immer neugierig.

 "Eine Brücke zwischen Oberbayern und Franken"

Bier, sagt die gebürtige Oberbayerin, sei ein "verbindendes Element". Deshalb sei es auch nicht problematisch, als Nun-Fränkin für ein Label mit dem Namen "Bayern" anzutreten - manche Franken würden das aus traditioneller Abneigung heraus vielleicht nicht machen. "Bier verbindet", sagt Strobl. Sie sei das beste Beispiel, seit zehn Jahren lebt sie in Erlangen. "Da habe ich schon eine Brücke zwischen Oberbayern und Franken geschlagen." Und würde man sich bei einem Bier zusammensetzen, "sind sowieso alle gleich". 

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Angst davor, im Mittelpunkt zu stehen, hat Strobl nicht. Sie spielt Theater und singt im Chor. Oberflächlich findet sie eine Wahl zur Bierkönigin nicht. "Es geht nicht ums Aussehen, nicht darum, sich selbst schön zu zeigen und einen Modelpreis zu gewinnen, sondern es geht darum, das Bier strahlen zu lassen." Bier sei schließlich auch etwas sehr traditionelles. 

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