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Ausbau der Thalermühle in Erlangen "zieht" sich

Versorgungsleitungen und der Denkmalschutz verzögern den Baufortschritt - 28.09.2018 11:00 Uhr

In der Thalermühle deutet nichts darauf hin, dass ein größerer Baufortschritt in absehbarer Zeit erreicht wird. © Harald Sippel


Noch im Frühjahr hatte Vorstandsmitglied Achim von Flatow einen Bierausschank zum 1. Mai in Aussicht gestellt, später war von "Herbst als Bezugstermin" die Rede – nun stellt sich heraus: beide Termine waren viel zu ambitioniert. Verzögerungen bei den Erdarbeiten für die Versorgungsleitungen des Hauses, unterirdische Entdeckungen, die erst einmal der Denkmalschutz begutachten musste, sowie die angespannte Lage auf dem Bauhandwerkersektor ließen die Termine immer weiter nach hinten rücken – nun ist das Jahr 2019 als Bezugs- und Eröffnungstermin angepeilt.

Derzeit sind noch Erdarbeiten im Gange, die die Neugestaltung des Hofs und des späteren Biergartens am westlichen Ende des Grundstücks anpacken, die Kühlanhänger der Genossenschaft (bekanntlich wird unter dem Namen Weller-Bier ein nach Erlanger Rezept in Zeil am Main gebrautes Bier ausgeschenkt) stehen außerhalb des Geländes, in dem der nördliche Langbau Künstlerateliers und die ehemalige Mühlen-Villa ein IT-Unternehmen beherbergen.

Biergarten geplant

Noch nichts getan hat sich aber auch in den künftigen Gasträumen, in denen sich zu Stadtwerke-Zeiten eine Werkstatt befand und Betriebsmittel für das Kraftwerk lagerten. Dabei sind bereits Entwürfe für die Ausstattung der Gaststätte bekannt, ist die kleine Schaubrauerei-Anlage bereits bestellt. In dem südlichen Gebäudeteil der Thalermühle soll demnach auf 140 Quadratmetern eine Gaststätte entstehen, daneben befinden sich weitere Räume für die Schaubrauerei-Anlage, im Außenbereich soll ein Biergarten für rund 200 Gäste zur Verfügung gestellt werden.

Fortgeschritten sind auch die Arbeiten zur Erneuerung des Hochwasserstegs von der Thalermühlstraße zum Mühlengelände. In den Wiesengrund wurden bereits neue Fundamente eingelassen, so dass später nur noch eine neue Metallkonstruktion aufgeschraubt werden muss.

Der eigentliche Bauherr ist der Fürther Immobilien-Kaufmann Philipp Streng, der bereits viel Erfahrung mit dem Umbau denkmalgeschützter Immobilien – so bei der ehemaligen Fürther Humbser-Brauerei an der Schwabacher Straße – hat, das renommierte Gasthaus Schwarzes Kreuz umbaute und das Traditions-Gasthaus Grüner Baum ("Kartoffel") in der Fürther Gustavstraße erhielt, das noch in diesem Jahr unter einem neuen Pächter wiedereröffnen soll.

pm

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