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Mittwoch, 22.01.2020

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Autobahnkreuz Erlangen: Zahl der Unfälle auf A3 gestiegen

Autobahnkreuz Fürth/Erlangen ist ein Unfallbrennpunkt - 1508 Unfälle gezählt - 10.12.2019 06:00 Uhr

Im Bereich der Großbaustelle am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen ereigneten sich dieses Jahr zahlreiche Unfälle. Die Baumaßnahmen sollen 2021 abgeschlossen werden. Neben einer neuen Verkehrsführung wird auch ein vollständig überarbeitetes Lärmschutzkonzept angestrebt. © Oliver Acker, www.digitale-luftbilder.de


Kein guter Start in den Dezember für die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Erlangen: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen, dem 8. und 9. Dezember, musste man ausrücken zu Unfällen auf der Autobahn A3 mit dem schlimmstmöglichen Ausgang. Am Sonntagmorgen starb der Beifahrer eines Unfallwagens an der Ausfahrt Erlangen-West, am Montag erlitt der Fahrer eines Kleintransporters tödliche Verletzungen, nachdem er mit seinem Fahrzeug auf Höhe der Anschlussstelle Höchstadt-Ost auf ein Stauende aufgefahren war.

Kein Zweifel, die A 3 östlich und westlich des Autobahnkreuzes Fürth/Erlangen ist eine hochbelastete Strecke, wie Polizeihauptkommissar Rüdiger Thiem von der VPI Erlangen konstatiert. Die Großbaustelle am Autobahnkreuz, die im Jahr 2021 abgeschlossen werden soll, tut ihr übriges.

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Von Behringersdorf bis zur Rastanlage Steigerwald ist die Erlanger Verkehrspolizei für die A 3 zuständig, von der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth bis kurz vor Forchheim für die A 73. Der Blick in die Unfallstatistik zeigt, dass 2019 im Bereich der VPI Erlangen deutlich mehr passiert ist als noch 2018. Es kann davon ausgegangen werden, dass das Autobahnkreuz hierbei einen merklichen Anteil hat.

Von Januar bis Ende Oktober 2019 wurden 1508 Unfälle gezählt, im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es 1211 Unfälle – das ist ein Anstieg um 24,5 Prozent. Prozentual haben die Unfälle mit Personenschaden sogar noch mehr zugenommen – um 45,13 Prozent. In konkreten Zahlen stiegen sie von 113 auf 164.

Sechs Menschen tödlich verunglückt

Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich von 22 auf 34, die Zahl der Leichtverletzten von 162 auf 211. Zu den Schwerverletzten zählt die Verkehrspolizei die Personen, die mindestens 24 Stunden stationär in der Klinik verbringen, als "leichtverletzt" wird in der Statistik aufgeführt, wer ambulant behandelt wird oder weniger als 24 Stunden in der Klinik ist.

Sechs Tote gab es 2019 von Januar bis Oktober bei Verkehrsunfällen, während im gleichen Zeitraum im Vorjahr niemand tödlich verunglückte. Mit den beiden Toten der letzten beiden Tage steigt die Zahl der tödlich Verunglückten auf acht. Zwei der Toten können laut Thiem der Großbaustelle Autobahnkreuz zugeordnet werden. So stürzte im Juni ein Motorrollerfahrer bei Nässe und wurde von einem nachfolgenden Fahrzeug überrollt. Im September starb ein Autofahrer, dessen Pkw am Stauende von einem Transporter unter einen Sattelzug geschoben wurde.

Momentan wird das Kreuz "winterfest" gemacht, "damit die Schneepflüge durchkommen", wie Rüdiger Thiem sagt. Voraussichtlich bis Weihnachten soll der Rückbau der Baustellenverkehrsführung abgeschlossen sein. Erst ab März nächsten Jahres werden dann die Bauarbeiten fortgesetzt.

ek

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