Montag, 06.04.2020

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Axel Gosoge: Bürgermeisterkandidat für Eckental

Axel Gosoge © Privat


Name:

Axel Gosoge


Alter:

55


Beruf:

Konrektor der GS Heroldsberg


Wohnort:

Eckental


Partei:

Die Grünen


Liste:

Die Grünen


E-Mail:

axelgosoge2020@gmx.de

Website

https://axelgosoge.fuer-die-gruenen.de



Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

Erstens müssen unsere kommunalen Mittel künftig passgenau dort einsetzen, wo wir die größte Wirkung für Mensch und Umwelt erreichen. Ich möchte, dass wir konsequent den Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde gehen. Bislang liegt die Produktionsquote von erneuerbarer Energie in Eckental bei 10% und damit deutlich unter der Landkreisquote von 37%. Hier möchte ich, dass wir in den nächsten sechs Jahren aufholen. Möglichkeiten gibt es viele: Mehr Photovoltaik auf öffentlichen und privaten Dächern, Solarpark, Bürgerkraftwerk, Anreize für klimaschonendes Bauen. Bundesweit gibt es viele Projekte, die sich auf Eckental übertragen und in Zusammenarbeit mit Bürgern, Unternehmen, Landwirten und Nachbargemeinden umsetzen lassen. Zweitens gibt es im Bereich Verkehr großen Handlungsbedarf. Innerörtliche Radwege entlang der viel frequentierten Hauptstraßen müssen geschaffen werden. Innerhalb der nächsten sechs Jahre soll die B2-Umfahrung um Forth kommen. Die dortigen Anwohner brauchen den besten Lärmschutz und anschließend muss die Forther Hauptstraße für den Durchgangsverkehr unattraktiv werden. Auch wenn die Entscheidung nicht bei uns liegt, wir bleiben dran am schienengebundenen Nahverkehr: Ausbau der Gräfenbergbahn und Planung der StUB nach Erlangen. Drittens ist es ganz entscheidend für eine Zukunftsentwicklung, dass alle entscheidenden Gremien vertrauensvoll zusammenarbeiten. Gerade in unserer überschaubaren Gemeinde sollte Sacharbeit vor parteipolitischer Auseinandersetzung stehen. Rechtzeitige und umfassende Informationen verhindern ein Misstrauen und zeigen Transparenz. Nach sachlich und konstruktiv geführten Diskussionen werden die Abstimmungsergebnisse im Internet veröffentlicht. All die oben aufgeführten Punkte sind abhängig von Faktoren, die ich nicht immer beeinflussen kann. Meine Arbeitsweise kenne ich jedoch. Ich packe Dinge auf der Sachebene an und suche Lösungen im Dialog.

Das größte Ärgernis in meiner Gemeinde ist…

... dass den Bürgern Mitbestimmung versprochen wird, ihre Ideen aber nicht aufgenommen werden. Nach der Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (INSEK) im Jahr 2019 gab es eine Liste von Bürgerwünschen. Keines der drei Themen, die in der Rangliste ganz vorne landeten (Lärmschutz, Solarinitiative, Biotopverbund) wird umgesetzt. Von den beiden beschlossenen Projekten stammt eines aus dem Gemeinderat (Spielplatzkonzept) und das andere (Sanierung ‚Schloss Büg‘) läuft bereits. Auch die zukünftige Finanzplanung lässt eine Umsetzung der Bürgerwünsche nicht erkennen. … dass in der Gemeinde noch nicht erkannt wurde, welches Potenzial Eckental für die Energiewende bietet. So wurde im Gemeinderat ein Antrag 100.000 € für Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden im Haushalt 2020 bereitzustellen, abgelehnt. Dabei wäre das eine Investition, die sich sogar amortisieren würde. Auch bei der geplanten neuen Wohnanlage in Eschenau ist auf einer Dachfläche von 2000qm keine Photovoltaik vorgeschrieben. Investoren dafür stünden sicher bereit. Es ärgert mich zudem, dass wir Flächen sinnlos versiegeln. Zum Beispiel wurden dem Gemeinderat für die Errichtung eines neuen Supermarktes in Forth zwei Studien vorgestellt. Aufgrund der vorhandenen Verkaufsfläche kam eine Studie zum Ergebnis, dass der Markt für Handelseinrichtungen gesättigt ist – die zweite hielt die Notwendigkeit zumindest für fraglich. Trotzdem werden am Ortsrand eine Streuobstwiese und weitere Grünflächen für einen 2000qm-Markt geopfert.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

Für eine lebendige Demokratie d.h. für mehr Mitsprache, Beteiligung und Mitwirkungsmöglichkeiten aller Bürgerinnen und Bürger. Für einen schonenden Umgang mit Flächen und Artenvielfalt, ein faires Einkommen für die Bauern und für alles, was den Klimawandel aufhält. Für Lebensqualität im Alter, gute Lebensbedingungen für Familien und die weltweite Einhaltung der Kinderrechte.

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