Mittwoch, 01.04.2020

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Baiersdorf braucht mehr Kita-Plätze

Stadt muss noch Betreuungsplätze für Kleinkinder schaffen - 28.02.2020 14:00 Uhr

Die Stadt Baiersdorf hat ab September 2020 mehr Kinder in den Kitas zu versorgen als gedacht und muss daher für die nötigen Räume sorgen. © Rolf Vennenbernd/dpa


Nach Abschluss der Anmeldefrist im Dezember 2019 hat sich herauskristallisiert, dass im September 2020 17 Kindergartenkinder und zehn Krippenkinder unversorgt wären. Darauf muss die Stadt reagieren — und zwar flott.

Die Verwaltung hat seit Dezember über verschiedene Varianten nachgedacht, dieses Problem zu lösen. Zum einen wurde die Errichtung einer Containeranlage im Pace´-Park erwogen. Alternativ dazu wäre eine vorübergehende Unterbringung einer Kita-Gruppe in den Turnräumen der Kita Seligmannstraße der Blumenstraße möglich.

Nun hat sich eine weitere Möglichkeit erschlossen, die Anmietung der Räume einer ehemaligen Zahnarztpraxis in der Seligmannstraße direkt gegenüber dem bestehenden Kindergarten. Mit 120 Quadratmetern wäre der Platz groß genug für eine Kindergarten- oder Krippengruppe. Allerdings wären laut Kindergartenaufsicht einige Um- und Ausbauten erforderlich wie zum Beispiel Kindertoiletten oder auch größere Fenster, das Verlegen eines geeigneten Fußbodens sowie eventuell die Herausnahme von nichttragenden Wänden.

Eine Gruppe wird jedoch nicht genügen für 27 Kinder zwischen einem und fünf Jahren. Einen Nachteil freilich hat die Praxis: Sie ist ohne Außenspielbereich. Deshalb ist angedacht, im nahen Pace´-Park einen Außenbereich für die Krippengruppe zu schaffen, die in die Ex-Praxis einziehen soll. Die Mitnutzung des Gartens des Seligmannkindergartens wäre sehr schwierig, da dieser bereits für den bestehenden Kindergarten sehr beengt ist.

Auch die Kosten hat die Verwaltung bereits ermittelt. Für eine Containeranlage mit 90 Quadratmetern müsste die Stadt rund 100.000 Euro investieren, dazu kämen rund 20.000 Euro Mietkosten pro Jahr. Die Kosten für den Umbau der Praxis würden sich nach den Berechnungen auf 177.000 Euro belaufen. Bei einer 25-jährigen Bindung wäre eine Förderung mit 104.000 Euro möglich. Die Mietkosten kämen auf zirka 12.000 Euro pro Jahr.

Einstimmig hat sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, die Räume in der Seligmannstraße 2 anzumieten und in eine Kinderkrippe umzubauen. Die erforderlichen Haushaltsmittel für den Umbau und die Anstellung zusätzlichen Personals müssen im Etat 2020 eingeplant werden.

Außerdem wird eine vorläufige Kindergartengruppe im Turnraum der Kita Blumenstraße untergebracht. Gleichzeitig soll mit den Planern der viergruppigen Kita in Igelsdorf über eine Erweiterung auf fünf Gruppen gesprochen werden.

Karl-Heinz Roll (Bündnis 90/Die Grünen) regte ferner an, über die Einrichtung eines Waldkindergartens in Baiersdorf nachzudenken.

DIETER KÖCHEL

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