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Baiersdorf fordert 20-Minuten-Takt bei der S-Bahn

Im Regionalplan ist die Stadt im Landkreis ERH nun als Grundzentrum eingestuft - 19.10.2019 14:00 Uhr

Die Baiersdorfer Kommunalpolitiker hoffen, dass die S1 bald häufiger fahren wird. © Thomas Kaul


Im Regionalplan ist Baiersdorf nun als Grundzentrum eingestuft. Das bedeutet im Amtsdeutsch, dass ein "umfassendes Angebot an zentralörtlichen Einrichtungen der Grundversorgung für die Einwohner des Nahbereichs dauerhaft vorgehalten" werden soll. Der Bauausschuss des Stadtrats nahm das zur Kenntnis und knüpfte daran die Forderung nach einem durchgängigen 20-Minuten-Takt der S-Bahn-Linie S1 bis Forchheim und einen massiven Ausbau der Lärmschutzeinrichtungen entlang der Bahnstrecke.


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Auf ihr werden, so Bürgermeister Andreas Galster (CSU), nach dem Ausbau 90 000 Züge verkehren: "Das ist doppelt so viel Verkehr wie auf der Ausbaustrecke Würzburg-Fulda!" Jetzt sei es an der Zeit, "unsere berechtigten Bedürfnisse zu formulieren", griff Julia Seidel den Faden auf. Auch Dorothea Neubauer (CSU) forderte: "Wir müssen nun Druck ausüben." Zu einem Grundzentrum gehört auch eine gute Verkehrsanbindung an das Oberzentrum, also nach Erlangen.

Neben der S-Bahn gibt es deshalb die Buslinie 252, die Baiersdorf über Igelsdorf anfährt. Schon vor einigen Jahren machte sich die Stadt dafür stark, diese Linie nach dem Halt auf der Ostseite des Bahnhofs über die Bürgermeister-Fischer-Straße zum Stadtsüden zu führen. Von dort sollte sie in Nord-Süd-Richtung die Erlanger-, Haupt- und die Forchheimer Straße durchfahren und auf dem Rückweg über die Jahnstraße erneut zum Bahnhof führen. Damals wurde dies abgelehnt, weil durch den Schwenk nach Süden der Fahrplantakt nicht eingehalten werden könne.

"Es gab Verspätungen ohne Ende"

Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, dass der vorgesehene Takt wegen der Verkehrsdichte im Erlanger Stadtgebiet sowieso nicht zu halten war. "Es gab Verspätungen ohne Ende", beklagten mehrere Ratsmitglieder. Deshalb möchte die Stadt nach der Fertigstellung der Hauptstraße die alte Wegeführung wieder aufgegriffen sehen, da zwar ein Stundentakt, dieser aber nicht minutengenau möglich ist.

Galster stellte als erste Haltestelle im Stadtsüden den Bereich bei der Esso-Tankstelle in den Raum; eine zweite würde dann auf Höhe des früheren Gasthauses Grüner Baum folgen. Bei der Rückfahrt sollte es einen weiteren Halt auf Höhe des Integrationscafés geben. Die erste Haltestelle sollte vor allem der Anbindung der Straßenzüge in der Point dienen.

Diesen Gedanken erweiterte Alois Ritter (CSU): Nach der Regel, dass eine Haltestelle einen Einzugsbereich von rund 300 Metern habe, sollte der Bus 252 nach diesem Haltepunkt einen Schwenk über die Mörike- und die Rückertstraße machen und über die Schmalzgasse wieder die Altstadt erreichen.

"Kein Problem"

Karlheinz Roll (ÖWG) äußerte Bedenken, wenn künftig über die verkehrsberuhigte Hauptstraße die Linie für große Busse verlaufe. Nach Galster ist das derzeit kein Problem, weil der Linienbetreiber tagsüber nur kleine Busse mit etwa 20 Sitzen einsetze. Matthias Götz (SPD) hat beobachtet, dass die Einbahnregelungen wegen der Hauptstraßensperrung immer wieder von Autofahrern missachtet werden. Auch würde in den schmalen Ausweichstraßen zu schnell gefahren. Er fragte deshalb an, ob Baiersdorf auch den fließenden Verkehr überwachen lassen könne. Bürgermeister Galster will sich deshalb mit dem Zweckverband der kommunalen Parküberwachung in Verbindung setzen. Er wies aber gleichzeitig darauf hin, dass auch Fälle von Fahrverboten zur städtischen Aufgabe würden, wenn zufällig das Punktekonto eines Autofahrers durch sein Fehlverhalten in Baiersdorf überlaufe.

lp

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