Weitere Kostbarkeit

Baiersdorf: Heimatverein erhält Sammlung mit 325 Bierkrügen

21.7.2021, 18:25 Uhr
Die Einrichtung einer ehemaligen Gaststätte in Niederösterreich bildet das passende Ambiente für die Sammlung mit 325 Bierkrügen.

Die Einrichtung einer ehemaligen Gaststätte in Niederösterreich bildet das passende Ambiente für die Sammlung mit 325 Bierkrügen. © Scott Johnston

Vertreten sind bei den Ausstellungstücken der besonderen Art unter anderem die Brauereien Peter mit ihrem „Rhön Pils“ aus Ostheim, Scherdel aus Hof, Sonnenbräu aus Mürsbach bei Breitengüßbach, Max aus Ampferbach bei Burgebrach, Leups aus Pegnitz, Lieberth aus Hallerndorf und Hofmann aus Hohenschwärz bei Gräfenberg.

Viele der Krüge weisen reiche Verzierungen auf. So sind beispielsweise Wappen, historische Uniformen, Raubtiere oder auch mal ein leicht verträumt dreinblickender Bierdimpfl abgebildet. Doch der Heimatverein stand vor einem Problem: Wo bringen wir die Schmuckstücke unter?

2009 gestattete die Familie Haas dem Heimatverein, das Obergeschosse des „Hauses Kupfmüller“ am Rathausplatz zu nutzen. 2016 wurde dann das gesamte Gebäude dem Verein notariell überschrieben.

Dieser renovierte das historische Bauwerk mit einem großen Anteil an - auch finanzieller - Eigenleistung. Die Stadt steuerte zudem einen Zuschuss bei.

Gaststätte wurde aufgelöst

Allerdings wollten die Vereinsmitglieder um Vorsitzende Monika Hofmayer die wertvollen Krüge nicht einfach in Glasvitrinen stellen, sondern in einem passenden Ambiente präsentieren. Zum Glück erfuhren sie von einer Gaststätte in Annaberg bei Mariazell in Niederösterreich, die aufgelöst werden sollte.

Mit dem Lastwagen brachten Peter Hofmayer und weitere Vereinsmitglieder die schmucke Einrichtung mit Holzbänken, -tischen und -regalen nach Baiersdorf, so dass die Bierkrüge nun einen würdigen Platz fanden.

Stilvolle Zimmer

Ein Rundgang durch das „Haus Kupfmüller“ lohnt sich ohnehin. Mittlerweile hat der Heimatverein zahlreiche Zimmer stilvoll ausgestattet, wodurch nicht zuletzt junge Menschen einen Eindruck vermittelt bekommen, wie das Alltagsleben an den Ufern der Regnitz einst verlief.

Zahlreiche Bürger spendeten hierzu Kostbarkeiten, die sie oft von ihren Vorfahren geerbt hatten und die jetzt zu einem einheitlichen Bild zusammengefügt werden konnten. Ob eine mit Engeln bemalte Zither, ein Butter- und ein Petroleumfass, eine alte Nähmaschine oder prachtvolle Möbel: Hier fanden sie ein neues Zuhause. Soweit es die Pandemie zulässt, ist das „Haus Kupfmüller“ bei Festen wie dem Krenmarkt oder der Kirchweih und im Advent geöffnet.

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