Dienstag, 19.11.2019

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Bangen um Hannah Brinkmanns Einsatz

Möglicher Ausfall bereitet SSG-Schwimmern vor dem entscheidenden Bundesliga-Durchgang Kopfzerbrechen - 26.02.2011 15:30 Uhr

Der Einsatz von Hannah Brinkmann in Dortmund ist ungewiss. Rückenprobleme bremsen die SSG-Schwimmerin. © Böhner


Sollte die beste Punktesammlerin aus dem Vorkampf in Hannover heute in Dortmund nicht starten können, so wäre das laut SSG-Trainer Roland Böller nicht zu kompensieren. Denn eine Nachnominierung ist nicht möglich. Die übrigen Schwimmerinnen müssten also Brinkmanns Strecken mitübernehmen. Jede darf aber maximal fünf Starts absolvieren, so dass es sehr schwer würde, so auch nur annähernd das Niveau zu halten. Hannah Brinkmann habe aber signalisiert, dass sie starten werde, wenn sie auch nur halbwegs schwimmen könne.

Vorsprung bewahren

Anders als bei der letzten Mannschaftsmeisterschaft haben die SSG-Schwimmerinnen diesmal wirklich etwas zu verlieren: Im Vorkampf ging es unter den zwölf Teams darum sich eine gute Ausgangslage zu verschaffen – die besten sechs schwimmen die Meisterschaft aus, die übrigen gegen den Abstieg. Als Achte kehrten die Erlangerinnen aus Hannover zurück, hatten nur 200 Punkte Rückstand auf Platz sechs, und müssen nun alles daran setzen die 400 Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge zu bewahren.

Trainer Böller findet das Ergebnis bislang leistungsgerecht, man müsse nun zusehen, dass man nicht zurückfalle. „Die Gefahr ist da“, sagt er, „aber wenn alle gut schwimmen haben wir eine Chance.“ Auch ein Abstieg wäre kein Beinbruch, meint der Trainer. Der Mannschaftswettkampf habe in der Individualsportart Schwimmen nicht die überragende Bedeutung. Außerdem spüre man ganz deutlich, dass jeder weiß, welch gute Arbeit in Erlangen geleistet wird. Und die wäre auch im Abstiegsfall keineswegs gefährdet. „Aber für den eigenen Anspruch und das Prestige ist der Klassenerhalt schon sehr wichtig“, so Böller. Nun gelte es, die Strukturen im Team zu vervollständigen und den gezielten Neuaufbau weiter zu führen. Immerhin sei in den vergangenen zwei Jahren eine ganze Generation Abiturientinnen aus dem Team ausgeschieden oder zumindest kürzer getreten. „Für sie steht jetzt die Orientierung im Leben erst einmal vor dem Sport.“

Das stete Nachrücken junger Talente habe sich inzwischen mehr in den männlichen Bereich verlagert. Das SSG-Männerteam ist heute ebenfalls im Mannschaftswettbewerb gefordert und steht nach vielen Jahren Abstinenz vor der Rückkehr in die 2. Bundesliga: Mit extrem deutlichem Vorsprung liegen die Erlanger auf Rang eins in Süddeutschland. „Der Aufstieg kann eigentlich nicht mehr schief gehen, auch wenn im Sport nie etwas ganz sicher ist“, sagt Trainer Roland Böller und freut sich, dass es auch hier wieder Perspektiven gibt. „Es hat uns Jahre lang Kummer gemacht, dass fast nur Frauen nachgekommen sind.“

NICOLE FORSTNER

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