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Baumfällungen: Wirte der Erlanger Bergkirchweih sind empört

"Zugversuche ein Witz": Zornige Reaktionen wegen Umfang der Fällungen - 17.04.2019 14:05 Uhr

Die mächtige Eiche oberhalb des Erich-Kellers wurde bei den Bauarbeiten so stark im Wurzelwerk beschädigt, dass auch sie nun mit viel Aufwand gefällt werden musste. © Horst Linke


Förmlich entsetzt ist Letzterer darüber, dass die Eiche oberhalb seines Kellerhäuschen – übrigens der höchste und mächtigste Baum am Berg – gestern erst gestutzt und danach auf einen Stumpf zurückgeschnitten wurde. Schließlich sei dieser Baum ein Wahrzeichen des Kellers gewesen und ein beliebter Treffpunkt zahlreicher Berg-Fans dazu.

Alles rund um die Erlanger Bergkirchweih

Besonders erbost ihn, dass dieser Baum gar nicht im Kataster der zu fällenden Bäume enthalten war – er war erst bei den Bauarbeiten für die neue Sicherheitsarchitektur des Erich-Kellers im Wurzelwerk so stark beschädigt worden, dass nun auch er gefällt werden musste. "Dass hat auch uns getroffen", räumte ein Mitarbeiter des Eigenbetriebs Stadtgrün ein.

Dieser hatte eine Spezialfirma aus Altdorf anheuern müssen – "für viel Geld", wie er erläuterte –, der mit langen Kranauslegern überhaupt erst der rund 30 Meter hohen Eiche ans Geäst rücken konnte. Nach der ausladenden Krone wurden danach die stärkeren Äste gekappt, danach ging es scheibenweise an den Stamm.

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Helbig ist auch deshalb sauer, weil nun seine Gäste oberhalb des Häuschens "im Freien" sitzen – "an Schatten ist da nicht mehr zu denken". Wenig amüsiert zeigte sich auch Tucher-Vertriebsleiter Franz Groha, der aus Nürnberg angefahren war, um sich das Malheur anzusehen.

Akt von "zivilem Ungehorsam"

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Für Fritz Engelhardt, auf dessen Keller-Grundstück sechs mächtige Bäume gefällt werden (sollen), kommt dies einem Baumfrevel gleich: "Die Bäume habe ihre Lebenserwartung längst nicht erreicht, ihre Stämme sehen nach dem Fällen kerngesund aus." Die Zugversuche gegen die Richtung des Baumwuchses seien "ein Witz" – ein Münchner Baumgutachter habe zudem andere Stabilisierungsmaßnahmen ins Gespräch gebracht.

Er will jetzt in einem Akt von "zivilem Ungehorsam" seine Bäume retten, darunter die mächtige Linde direkt vor seinem Ausschank. "Es kann nicht sein, dass auf einen Schlag 28 Bäume verschwinden, das ist pure Hysterie."

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