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BI gegen Erlanger Landesgartenschau formiert sich

Auch "Storchenvater" Michael Zimmermann kritisiert die Pläne - 24.09.2016 06:00 Uhr

Geht es nach der BI gegen die Landesgartenschau, wird es Fotos wie dieses hier aus Bayreuth nicht geben. © LGS


Mitorganisator Klaus Tuffner begrüßte die Gäste – unter ihnen der "Storchenvater" Michael Zimmermann, der Philosophie-Professor Theodor Ebert, Helmut Wolff, Landesvorsitzender der Partei Mensch-Umwelt-Tierschutz sowie der Erlanger Einzelhändler Jochen Lifka. Die meisten hatten nicht nur die Bereitschaft zum Engagement in der Bürgerinitiative (BI) mit im Gepäck, sondern auch Argumente gegen die Landesgartenschau.

Die Motivation gegen die Landesgartenschau ist höchst unterschiedlich gelagert. So erklärte Lifka, wie wichtig der Erhalt des Großparkplatzes für den Erlanger Einzelhandel sei.

Ein Bürger meinte, dass mit dem Verschwinden des Großparkplatzes nicht nur der Individualverkehr, sondern auch die umweltfreundlicheren Busse keine Parkmöglichkeiten mehr dort haben werden.

Auch Vertreter der BI ERBarmen, die gegen den geplanten Abriss der Erba-Häuser kämpfen, kamen und beklagten, dass die Innenstadt immer mehr "entgrünt" werde und sie daher die "BI gegen die Landesgartenschau" und damit das Engagement für das Biotop sehr begrüßen.

Der Erlanger "Storchenvater" empörte sich: "Im Hochwassergebiet eine Landesgartenschau durchzuführen stellt einen Schildbürgerstreich dar. Zudem wirkt sich diese Landesgartenschau sehr negativ auf die Natur, insbesondere auch auf die Störche und Bodenbrüter aus."

Bis zum Frühjahr 2017 werden Unterschriften gesammelt

Zahlreiche Bürger meldeten sich noch zu Wort. Die finanzielle Belastung für die Stadt Erlangen sei zu hoch. Dann solle man das eingeplante Geld für die Landesgartenschau stattdessen für mehr Grün in ganz Erlangen einsetzen. Immer mehr Flächen würden versiegelt. In diesem Zusammenhang wolle man auch über den Bezirk prüfen lassen, ob in diesem Naturschutzgebiet überhaupt eine Landesgartenschau stattfinden dürfe.

Das Ziel für die Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau ist klar und eindeutig: Bis zum Frühjahr 2017 sollen die erforderlichen Unterschriften gesammelt werden. Damit der Bürgerentscheid keine hohen Extrakosten für die Stadt Erlangen verursacht, solle er zusammen mit der Bundestagswahl im Herbst 2017 durchgeführt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden auf Vorschlag von ÖDP-Stadträtin Barbara Grille vier Arbeitskreise (AK) zu den Themen "Argumente gegen die Landesgartenschau in Erlangen", "Finanzen", "Öffentlichkeitsarbeit" sowie "Allgemeine Organisation" ins Leben gerufen. Die ersten AK-Ergebnisse sollen in einer nächsten Plenumssitzung der BI vorgestellt werden.

Ein wichtiges Thema war auch die Sammlung von Spendengeldern, die für die Umsetzung dieses Vorhabens erforderlich seien.

Der ehemalige Stadtrat Joachim Jarosch zeigte sich sehr zuversichtlich, dass viele Bürger sowie der Einzelhandel bereit sein werden, sich nicht nur argumentativ, sondern auch finanziell zu engagieren.

ÖDP-Stadtrat Frank Höppel dankte den Teilnehmern für den Abend und entließ sie schließlich mit den Worten: "Lassen Sie uns alle Multiplikatoren gegen die Landesgartenschau sein!"

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau findet am Mittwoch, 12. Oktober, um 19 Uhr im Gasthof Ritter St. Georg, Herzogenauracher Damm 11, statt.  

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