Brezen, Bier, Dirndl: Die Bergkirchweih im Wandel der Zeit

Die Erlanger Bergkirchweih zieht seit Jahrzehnten die Massen an. Diese Impression vom Erich-Keller gibt einen Einblick in die Gepflogenheiten früherer Zeiten. Nur im feinsten Zwirn und mit Hut ging Mann damals aus. Die Frauen zogen ihre schönsten Kleider an. Von Lederhosen und Dirndl war damals noch nichts zu sehen. Immerhin überdauertern die 1-Liter-Maßkrüge die Zeit. Noch heute sind die Krüge aus Ton absolutes Alleinstellungsmerkmal der Bergkirchweih.
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Mit Hut und Stil

Die Erlanger Bergkirchweih zieht seit Jahrzehnten die Massen an. Diese Impression vom Erich-Keller gibt einen Einblick in die Gepflogenheiten früherer Zeiten. Nur im feinsten Zwirn und mit Hut ging Mann damals aus. Die Frauen zogen ihre schönsten Kleider an. Von Lederhosen und Dirndl war damals noch nichts zu sehen. Immerhin überdauertern die 1-Liter-Maßkrüge die Zeit. Noch heute sind die Krüge aus Ton absolutes Alleinstellungsmerkmal der Bergkirchweih. © EN / Privat

Ohne sie wäre der
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1951: Rausputzen für den Start

Ohne sie wäre der "Berch" nichts: die Schausteller. In der Rathsberger Straße stehen seit jeher die Wohnwagen der Artisten und Verkäufer. Diese Frau macht kurz vor dem Start der Bergkirchweih am 12. Mai 1951 noch einmal Wäsche. Man möchte ja rausgeputzt sein. © EN / Rudi Stümpel

Die Bergkirchweih steht auch für kulinarischen Hochgenuss. Vor allem Fleischfreunde kamen und kommen nach wie vor auf dem Festgelände auf ihre Kosten. 1951 verarbeitete dieser Metzger 100 Schweinebäuche zu 8000 Bratwürsten.
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1951: Bratwürste für die Gäste

Die Bergkirchweih steht auch für kulinarischen Hochgenuss. Vor allem Fleischfreunde kamen und kommen nach wie vor auf dem Festgelände auf ihre Kosten. 1951 verarbeitete dieser Metzger 100 Schweinebäuche zu 8000 Bratwürsten. © EN / Rudi Stümpel

In den örtlichen Brauereien herrscht vor und während der Bergkirchweihzeit Hochbetrieb. Hier werden Flaschen mit Bier etikettiert, zugedeckt und versandfertig gemacht - ebenfalls im Jahre 1951.
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1951: Vorbereitungen für den Ansturm

In den örtlichen Brauereien herrscht vor und während der Bergkirchweihzeit Hochbetrieb. Hier werden Flaschen mit Bier etikettiert, zugedeckt und versandfertig gemacht - ebenfalls im Jahre 1951. © EN / Rudi Stümpel

1980 feierte die Bergkirchweih 225. Geburtstag. Dem Anlass entsprechend säumten 80.000 Menschen die Haupt- und die Bergstraße, als der Spielmanns- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld zum Kirchweihgelände hochzog.
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1980: 225. Geburtstag

1980 feierte die Bergkirchweih 225. Geburtstag. Dem Anlass entsprechend säumten 80.000 Menschen die Haupt- und die Bergstraße, als der Spielmanns- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld zum Kirchweihgelände hochzog. © EN / Hilde Stümpel

Auch in den 80er Jahren hat der Berg kein bisschen von seiner Anziehungskraft verloren. Der Schnauzbart war in der Mitte der Gesellschaft angekommen, der Hut kam dagegen langsam aber sicher aus der Mode.
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1980: Ungebrochene Faszination

Auch in den 80er Jahren hat der Berg kein bisschen von seiner Anziehungskraft verloren. Der Schnauzbart war in der Mitte der Gesellschaft angekommen, der Hut kam dagegen langsam aber sicher aus der Mode. © EN / Hilde Stümpel

Wie in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht präsentiert sich der
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1981: Tausendundeine Nacht

Wie in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht präsentiert sich der "Berch" den Besuchern. © EN / Hilde Stümpel

1981 überschattete ein schweres Unglück die Feierlichkeiten. In der
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1981: Unfall in der "Spinne"

1981 überschattete ein schweres Unglück die Feierlichkeiten. In der "Spinne" (Karussell im Bild) fiel ein Mädchen aus einer offenen Gondel. Die Erlangerin kam mit schweren Gehirnverletzungen in eine Spezialklinik. © EN /Hilde Stümpel

Tradition pur: Der Bieranstich durch den OB gehört zur Bergkirchweih wie das Riesenrad. Dietmar Hahlweg (SPD) war immerhin 24 Jahre lang Oberbürgermeister der Hugenottenstadt und durfte einige Fässer anstechen. Hier eröffnet er die Bergkirchweih 1987. Übrigens: Das Bier damals kostete 6,50 Mark.
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1987: Anstich!

Tradition pur: Der Bieranstich durch den OB gehört zur Bergkirchweih wie das Riesenrad. Dietmar Hahlweg (SPD) war immerhin 24 Jahre lang Oberbürgermeister der Hugenottenstadt und durfte einige Fässer anstechen. Hier eröffnet er die Bergkirchweih 1987. Übrigens: Das Bier damals kostete 6,50 Mark. © EN / Hilde Stümpel

Her damit! Das erste Fass Bier wird traditionell an die durstige Menge verschenkt. Beim Kampf um Freibier...
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1990: Da ist das Ding!

Her damit! Das erste Fass Bier wird traditionell an die durstige Menge verschenkt. Beim Kampf um Freibier... © EN / Bern Böhner

... vergessen sich Männer (Frauen sind hier nur selten anzutreffen) hin und wieder und werden rabiat. Freilich nur, um anschließend mit dem Kontrahenten von eben friedlich eine Maß zu trinken.
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1992: Harte Bandagen

... vergessen sich Männer (Frauen sind hier nur selten anzutreffen) hin und wieder und werden rabiat. Freilich nur, um anschließend mit dem Kontrahenten von eben friedlich eine Maß zu trinken. © EN /Eduard Weigert

Der kommunale
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1994: Russen mit Bier

Der kommunale "Berg-Beamte" Heinz Meier (2. von rechts) genießt 1994 unabhängig von seinen dienstlichen Missionen auch die Rolle des normalen Kirchweihbesuchers, hier mit Gewinnern eines Preisausschreibens aus der russischen Partnerstadt von Erlangen, Wladimir. © EN / Bernd Böhner

Jahr für Jahr zieht die Bergkirchweih immer mehr Besucher an. Der
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1997: Massenphänomen "Berch"

Jahr für Jahr zieht die Bergkirchweih immer mehr Besucher an. Der "Berch" wird in den 1990er und 2000er Jahren endgültig zum Massenphänomen. © Bergkirchweih

1999 sorgte ein Einsturz auf dem Hofbräu-Keller für ein Umdenken. Einen Monat vor Beginn der Bergkirchweih gab der marode Boden nach, Bänke und Tische rutschten in einen Krater ab. Die Behörden machten sich daraufhin vermehrt Gedanken um die Sicherheit der Bergbesucher und trafen entsprechende Vorkehrungen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Unglück vier Wochen später passiert wäre.
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1999: Ein Krater auf dem Hofbräu-Keller

1999 sorgte ein Einsturz auf dem Hofbräu-Keller für ein Umdenken. Einen Monat vor Beginn der Bergkirchweih gab der marode Boden nach, Bänke und Tische rutschten in einen Krater ab. Die Behörden machten sich daraufhin vermehrt Gedanken um die Sicherheit der Bergbesucher und trafen entsprechende Vorkehrungen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Unglück vier Wochen später passiert wäre. © EN /Hilde Stümpel

Bei Nacht bilden die unzähligen Lämpchen an den Buden und Fahrgeschäften ein Lichtermeer - inmitten der Menschenmassen kann man diesen Anblick nur kurz genießen.
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1999: Lichtermeer

Bei Nacht bilden die unzähligen Lämpchen an den Buden und Fahrgeschäften ein Lichtermeer - inmitten der Menschenmassen kann man diesen Anblick nur kurz genießen. © EN

Wo so viele Menschen sind, steigt auch das Verletzungsrisiko. Das Rote Kreuz ist jedes Jahr mit mehreren Einsatzkräften vor Ort, um schnell Hilfe leisten zu können.
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2000: Erste Hilfe

Wo so viele Menschen sind, steigt auch das Verletzungsrisiko. Das Rote Kreuz ist jedes Jahr mit mehreren Einsatzkräften vor Ort, um schnell Hilfe leisten zu können. © EN / De Geare

Den besten Blick über das Gelände hat man vom höchsten Punkt des Riesenrads aus. Mehrere Generationen von Bergbesuchern genossen dort oben bereits die Höhenluft. An guten Tagen kann man bis nach Nürnberg sehen.
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2000: Was ein Ausblick!

Den besten Blick über das Gelände hat man vom höchsten Punkt des Riesenrads aus. Mehrere Generationen von Bergbesuchern genossen dort oben bereits die Höhenluft. An guten Tagen kann man bis nach Nürnberg sehen. © EN / De Geare

Eins bleibt über die Jahre hinweg unverändert: Kinder dürfen sich beim Autoscooter wie Erwachsene fühlen, sitzen bei cooler Musik alleine am Steuer und bremsen sich gegenseitig aus - und das gerne auch auf ruppige Art. Ein Riesenspaß.
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2000: Coole Musik beim Autoscooter

Eins bleibt über die Jahre hinweg unverändert: Kinder dürfen sich beim Autoscooter wie Erwachsene fühlen, sitzen bei cooler Musik alleine am Steuer und bremsen sich gegenseitig aus - und das gerne auch auf ruppige Art. Ein Riesenspaß. © EN / De Geare

Ein unantastbares Ritual: Am letzten Tag wird traditionell ein Bierfass begraben und die Bergkirchweih damit endgültig beendet. Die Festwirte und Helfer ziehen hier mit Pickel, Schaufel, einem Priester (alias Festwirt Thomas Fischer) und dem letzten Fass Bier durch die Massen, um es zu begraben.
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Bierbegräbnis

Ein unantastbares Ritual: Am letzten Tag wird traditionell ein Bierfass begraben und die Bergkirchweih damit endgültig beendet. Die Festwirte und Helfer ziehen hier mit Pickel, Schaufel, einem Priester (alias Festwirt Thomas Fischer) und dem letzten Fass Bier durch die Massen, um es zu begraben. © Klaus-Dieter Schreiter

Voll im Trend: Gerade unter jungen Menschen erfreut sich die Trachtenmode mittlerweile größter Beliebtheit. Die Vorteile - vor allem für die Herren - sind unverkennbar.
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Dirndl-Trend

Voll im Trend: Gerade unter jungen Menschen erfreut sich die Trachtenmode mittlerweile größter Beliebtheit. Die Vorteile - vor allem für die Herren - sind unverkennbar. © dpa