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Bubenreuth: Hochwasserschutz in Fokus

Intensive Arbeit im Hintergrund - Chef des Bauamtes legt Dokumentation vor - 20.07.2016 10:00 Uhr

Von hier oben waren die Fluten nach Bubenreuth hinunter gerauscht. Der im Rahmen vom Bauabschnitt 1 des Bubenreuther Hochwasserschutzes gebaute Damm (vorn) verhindert das jetzt. © Klaus-Dieter Schreiter


Der Beschluss über die Durchführung der Hochwasserschutzmaßnahmen im Rahmen des Bauabschnittes 2 – das ist der Bereich vom Rothweiher bis zur Regnitz – war bereits im April 2011 gefasst worden. Optisch ist seitdem aber nichts passiert. Jedoch versicherte der Chef vom Bauamt, Michael Franz, während der Gemeinderatssitzung: „Die Sache ist seit dem Beschluss nicht eingeschlafen“. Eine umfangreiche Dokumentation legte er vor, um nachzuweisen, was für die Bauabschnitte 2A und 2B bereits getan wurde.

Unter anderem wurde ein notarieller Tauschvertrag mit einem Grundstückseigentümer gemacht und von anderen Grundbesitzern die Einverständniserklärung eingeholt. Eine endgültige Vereinbarung mit der Deutschen Bahn für einen Rechteckdurchlass unter den Bahnkörper hindurch konnte erst Ende 2013 geschlossen werden. Der wasserrechtliche Bescheid vom Landratsamt über den Ausbau des Rothweihergrabens ist dann im Februar 2014 gekommen.

Trotzdem hatte das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg Einwendungen, nachdem die Gemeinde dort einen Zuwendungsantrag gestellt hatte. Die Berechnungen waren den Nürnbergern nicht ausreichend. Darum musste nachgebessert und ein Nachtrag zu den Ingenieurverträgen gemacht werden.

Der Zuwendungsbescheid kam dann im letzten Jahr einen Tag vor Heilig Abend. Im Februar dieses Jahres versagte dann der Eigentümer des Rothweihers die Nutzung seines Gewässers als Wasserreservoirs. Darum waren weitere Berechnungen notwendig. Die ergaben, dass der Hochwasserschutz auch ohne die Erhöhung der Weiherböschung funktioniert.

Nachdem das Landratsamt dem zugestimmt hatte und die Mittel in diesem Jahr zur Verfügung stehen soll nun der Bauabschnitt 2A noch bis Ende des Jahres ausgeführt werden. Darin enthalten ist die Ertüchtigung des gesamten Bereiches vom Rothweiher bis zur Straße nach Igelsdorf.

Laut Michael Franz sollen die erforderlichen Planungen und die wasserrechtlichen Genehmigung für den Abschnitt 2B jetzt auch angegangen werden. Dieser Abschnitt umfasst den Bereich von der Straße nach Igelsdorf und unter die Autobahn hindurch bis hinunter zur Regnitz. Bis Ende 2019 soll die gesamte Hochwasserschutzmaßnahme abgeschlossen sein.

Mit dem bereits fertig gestellten Bauabschnitt 1 – das sind die Dämme im Wald und die Ertüchtigung des Abflusses in die Umlaufleitung zur Entlastung des Entlesbaches – sei aber schon der wesentliche Teil des Hochwasserschutzes bereits fertig, erläuterte Bürgermeister Norbert Stumpf. Beim Starkregen im Juni hätte sich gezeigt, dass alles so funktioniere wie geplant.

Die Rückhaltebecken seien bei weitem nicht voll gewesen, und die Ableitung durch die Umlaufleitung hätte prima geklappt. Dass trotzdem etliche Keller und Tiefgaragen vollgelaufen waren habe nichts mit dem Hochwasserschutz zu tun gehabt. Das Wasser sei über die versiegelten Flächen und sogar durch die Wände in die Keller geflossen. Die Freien Wähler waren mit den Erläuterungen zunächst zufrieden.

Während der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 26. Juli soll aber noch einmal über das Thema diskutiert werden. Dann soll natürlich auch über weitere Vergaben entschieden werden.

KLAUS-DIETER SCHREITER

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