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Bubenreuth: Mehr Platz für Räder

Bürgermeister Stumpf soll mit der Bahn verhandeln - 11.08.2015 06:02 Uhr

Momentan ist das Abstellen von Fahrrädern am Bubenreuther Bahnhof ein Problem. Wenn der neue Bahnsteig fertig ist, soll aber hier eine Fahrradgarage entstehen. © Klaus-Dieter Schreiter


Bislang standen am S-Bahnhof insgesamt 40 Fahrradabstellplätze zur Verfügung. Davon waren zehn an der Westseite und 30 an der Ostseite jeweils auf Höhe der beiden Bahnsteige.

Weil die Bahn bislang aber nach dem Neubau des Bahnhofs nur diese wieder herstellen will — die auf der Ostseite müssen dabei noch weiter gen Osten verschoben werden — der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg aber von einem Bedarf von insgesamt 80 bis 100 Plätzen ausgeht, will die Gemeinde nun selbst weitere Abstellmöglichkeiten schaffen.

Zwar wäre die Bahn bereit insgesamt 90 Plätze zu bauen, sie will dafür aber gut bezahlt werden und von der Gemeinde 129 700 Euro für die Erweiterung haben. Dabei hat sie offenbar ziemlich großzügig gerechnet. Sogar das Roden von Bäumen wurde veranschlagt, obwohl es dort gar keine Bäume gibt.

Auch neue Wege, die nach Meinung der Gemeinde von der Bahn auch ohne die Erweiterung der Anlage gebaut werden müssen, wurden in die Mehrkosten eingerechnet.

Die Verwaltung hat darum ein Ingenieurbüro mit der Prüfung des Bahnangebots beauftragt. Das kommt auf Kosten von maximal 97 000 Euro. Würde die Gemeinde die Erweiterung des Fahrradabstellplatzes selber machen, kämen sogar nur 88 200 Euro zusammen. Die staatlichen Zuschüsse betragen 18 000 Euro. Bürgermeister Norbert Stumpf soll nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats nun mit der Bahn verhandeln und einen günstigen Vertrag abschließen.

Dabei soll er auch einen Antrag der Grünen, dem der Gemeinderat mit knapper Mehrheit zugestimmt hat, mit in die Verhandlungen nehmen. Die Grünen meinen nämlich, der Weg von den Fahrradabstellplätzen zum neuen Mittelbahnsteig sei nicht attraktiv, weil man zunächst hinunter in die Unterführung der Neuen Straße gehen müsse, um über Treppe oder Aufzug hinauf zum Mittelbahnsteig zu kommen. Besser sei es, wenn es eine Fahrradabstellmöglichkeit in der Unterführung gleich neben dem Zugang zum Bahnsteig geben würde, so dass die Gleise nur eine Treppe oder nur einen Aufzug vom Abstellplatz entfernt sind.

Dem Antrag entsprechend soll sich die Gemeinde nun mit der Bahn abstimmen um zu erreichen, dass unterhalb der Gleise neben Treppe und Aufzug ein „Fahrradkeller“ für rund 150 Fahrräder gebaut wird. Später solle es dann auch möglich sein, ein zusätzliches „Parkdeck“ zu errichten und ein Zugangskontrollsystem mit Videoüberwachung zu installieren, schlagen die Grünen vor. Abstellplätze in angemessener Zahl ohne Kontrolle soll es auch weiterhin geben. 

KLAUS-DIETER SCHREITER

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