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Bubenreuth: Streit um Baupläne

Kontroverse Debatte im Gemeinderat - 04.01.2016 15:56 Uhr

Die Posteläcker zwischen Geigenbauersiedlung und altem Ortskern — im Vordergrund die Baustelle der Bahn — sind ein zentraler Punkt für die Bubenreuther Ortsentwicklung. © Klaus-Dieter Schreiter


Drei Szenarien hatten die Teilnehmer während der Klausur im November letzten Jahres entwickelt. Das mit der Nummer zwei wurde dem Gemeinderat in verkürzter Form zur Beschlussfassung vorgelegt. Darin wird unter anderem die Gewerbegebietsentwicklung Hoffeld mit Verkehrsentlastung aufgeführt, das Zusammenwachsen des alten Ortskerns mit der Geigenbauersiedlung durch schrittweise Wohnbauland- oder auch Gewerbeentwicklung auf den Posteläckern, und auch „keine Verlagerung des Rathauses und sonstiger öffentlicher Einrichtungen“.

Im Beschlussvorschlag für die Gemeinderatssitzung war dann unter anderem aufgeführt, dass die Entwicklung der Posteläcker angesichts der zahlreichen Probleme wie Lärm durch Bahn und Schnellstraße, die schwierige Anbindung an leistungsfähige Verkehrswege, die über das Gebiet führende Hochspannungsleitung der Bahn und der Hochwasserschutz viel Planungsaufwand erfordern. Eventuell müsse für das gesamte Gebiet sogar ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Das bedeute einen hohen Zeitaufwand, den die Verwaltung nicht stemmen könne ohne anderswo zu bremsen, meinte der Geschäftsführende Beamte im Bubenreuther Rathaus, Helmut Racher.

Darum sollten die Gemeinderäte beschließen, dass „die während dieser Zeit fortdauernde Stagnation des Wohnbaus auf niedrigem Niveau in Kauf genommen wird, selbst für den Fall, dass währenddessen ein anderes Gebiet geplant und erschlossen werden könnte“.

Weil Helmut Racher für die Planung und damit für die Stagnation des Wohnbaus einen Zeitraum von zehn Jahren nannte, war Wolfgang Seuberth (FW) mit dem Beschlussvorschlag nicht einverstanden. Christian Pfeiffer (SPD) war der Extrakt aus dem während der Klausurtagung erarbeiteten Papier gar „zu dünn“.

Er vermisst außerdem den Rathausneubau. Johannes Eger (CSU) dagegen fand den Beschlussvorschlag „gut gelungen“, und so wurde intensiv über das weitere Vorgehen diskutiert ohne wirklich eine Lösung zu finden. Schließlich wurde der Beschlussvorschlag gegen die vier Ratsmitglieder der Freien Wähler zwar angenommen.

Jedoch soll die gesamte Dokumentation aus der Klausurtagung auf Vorschlag von Christian Pfeiffer nun auf die Homepage der Gemeinde gestellt werden. Die Ratsmitglieder wollen sich die ganze Sache bis zur nächsten Gemeinderatssitzung noch einmal durch den Kopf gehen lassen und dann weiter darüber diskutieren.

KLAUS-DIETER SCHREITER

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