Zuschuss für Grundschule

Buckenhof hilft der Stadt Erlangen

28.7.2021, 11:26 Uhr
Mit knapper Mehrheit beschloss der Buckenhofer Gemeinderat einen höheren Zuschuss für die Erlanger Adalbert-Stifter-Grundschule (hier ein Bild von 2017), als dieser nötig gewesen wäre.

Mit knapper Mehrheit beschloss der Buckenhofer Gemeinderat einen höheren Zuschuss für die Erlanger Adalbert-Stifter-Grundschule (hier ein Bild von 2017), als dieser nötig gewesen wäre. © Klaus-Dieter Schreiter

Wie bei so vielen Kostensteigerungen im kommunalen Bereich steckt auch hier des Pudels Kern in "Corona" bzw. den "Maßnahmen": "Um eine Durchmischung verschiedener Klassen zu vermeiden" und die Auflagen des "Rahmenhygieneplans" der Schule, die auch 27 Buckenhofer Kinder in den Ganztagsklassen frequentieren, zu erfüllen, mussten bei der Betreuung der insgesamt 174 Kinder mehr Gruppen als vorgesehen gebildet werden, was auch weiteres Personal erforderte.

Dadurch liefen zusätzliche Kosten von rund 5500 Euro auf. Die Verwaltung hatte errechnet, dass der Buckenhofer Anteil daran bei etwa 850 Euro liege - zusätzlich zum Schulaufwandsbeitrag für das laufende Jahr von zirka 74.000 Euro und dem Kostenanteil für die "gebundenen Ganztagesklassen" von ungefähr 8400 Euro.

Verdopplung gefordert

Mit dem Verweis darauf, dass man sich in der komfortablen Lage befinde, die Buckenhofer Kinder in Schulen anderer Gemeinden unterrichten lassen zu können und man "nicht nur an die eigenen Schüler denken" solle, schlug UBB/Grüne-Rätin Katja Dalkowski eine Verdopplung des Buckenhofer Sonderbeitrags vor. In die gleiche Kerbe hieb auch Katarina Keck (FW): In dieser "einmaligen Sondersituation" müsse man der Stadt Erlangen eben "großzügig entgegenkommen".

Seitens der SPD sorgte das für Kopfschütteln. Fraktionssprecher Hansjürgen Kaiser kritisierte eine derartige "willkürliche" Festlegung unabhängig vom Schüleranteil Buckenhofs und betonte, dass es eigentlich Sache der Staatsregierung sei, für die Kosten durch sie angeordneter Maßnahmen auch zur Gänze aufzukommen: "Aber die Regierung drückt sich vor der Kostenübernahme!" Das kehrte auch Bürgermeisterin Astrid Kaiser, gleichfalls SPD, heraus und erinnerte daran, auch Buckenhof selbst habe "viele Ausgaben, auf denen wir sitzen bleiben."

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