Bundestagswahl

Erlangen: Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021

27.9.2021, 14:26 Uhr
In der Erlanger Ladeshalle lief die Auszählung der vielen Briefwahlscheine.

© Harald Sippel, NN In der Erlanger Ladeshalle lief die Auszählung der vielen Briefwahlscheine.

Nachdem es anfangs nur getrennte Wahlergebnisse für die Stadt Erlangen, den Landkreis Erlangen-Höchstadt und die Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld gab, steht seit kurz vor Mitternacht das Gesamtergebnis des Wahlkreises Erlangen fest.

Das Direktmandat hat Stefan Müller (CSU) erhalten. Auch bei den Zweitstimmen liegt die CSU vorne, hat aber verglichen zur Wahl 2017 den größten Verlust unter den Parteien hinnehmen müssen. Zugelegt haben unter anderem die Grünen, die SPD und die Freien Wähler.

Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Erlangen

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Zweitstimmen-Ergebnisse 2021 im Wahlkreis Erlangen

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Die Ergebnisse im Diagramm zeigen die vorläufigen Zweitstimmen-Ergebnisse im gesamten Wahlkreis Erlangen. 

CSU 28,9
-6,7
SPD 19,5
2,1
Die Grünen 20,2
6,7
AfD 7,0
-2,5
FDP 10,4
0,2
Die Linke 3,7
-3,8
Freie Wähler 4,6
2,4
ÖDP 0,7
-0,2
Die Partei 0,8
-0,1
Piraten 0,4
-0,1

Außerdem haben kandidiert:

Jürgen Purzner, Piraten: 0,8 %

Susanne Henig, Klimaliste: 0,2 %

Adam Kunstmann, AKB: 0,1 %

Richard Straub, MLPD: 0,1 %

Rüdiger Kalupner, Angela and I are here to create: 0,1 %

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Erlangen lag bei 83,0 Prozent.

Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Wer die meisten Stimmen erhält, zieht in den Bundestag ein. Die Erststimme wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Aus den Zweitstimmen ergibt sich, wie viele Sitze die Parteien im neuen Bundestag insgesamt bekommen.

Wie setzt sich der Bundestag nach der Wahl zusammen?

Entscheidend für die Sitze einer Partei ist die Anzahl der gültigen Zweitstimmen, die sie erhalten hat. Berücksichtigt werden grundsätzlich alle Parteien, die im Bundesgebiet mindestens fünf Prozent aller gültigen Zweitstimmen erhalten oder mindestens drei Wahlkreise gewonnen haben.

598 Sitze sind im Bundestag zu vergeben. Durch Ausgleichs- und Überhangmandate hat sich die Zahl der Sitze im Bundestag, der 2017 gewählt wurde, jedoch auf 709 erhöht. Eine 2020 verabschiedete Reform soll sicherstellen, dass das Parlament 2021 nicht noch größer wird.

Was sind Überhangmandate?

Im Grundsatz gilt: Wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erringt, als ihr gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Bundesland zustehen würden, werden Überhangmandate vergeben. Dies passiert zum Beispiel dadurch, wenn viele Wähler einer Person der Partei A ihre Erststimme geben, jedoch der Partei B die Zweitstimme. Die erwähnte Reform des Wahlrechts sieht nun jedoch vor, dass Überhangmandate mit Listenplätzen der Partei in anderen Bundesländern teilweise verrechnet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was sind Ausgleichsmandate?

Ausgleichsmandate dienen dazu, die zustandekommenden Überhangmandate so auszugleichen, dass andere Parteien, die keine Überhangmandate bekommen haben, nicht benachteiligt werden. Neu ist, dass bei der Wahl 2021 beim Überschreiten der Regelgröße des Bundestags von 598 Sitzen bis zu drei Überhangmandate nicht durch Ausgleichsmandate kompensiert werden.

Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

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