Freitag, 15.11.2019

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Bürgerbegehren für den Erhalt der Hupfla

Gegen den Abriss des Kopfgebäudes formiert sich weiterer Widerstand - 24.10.2019 06:00 Uhr

Die Bürger wollen bei der Zukunft der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt mitreden. © Edgar Pfrogner


"Wir haben uns nun entschlossen, diesen Weg zu gehen", sagt die BI-Sprecherin Gudrun Bußmann. Man wolle einen Bürgerentscheid herbeiführen, nachdem mit dem im Sommer von der Max-Planck-Gesellschaft gestellten Bauantrag für ein "Zentrum für Physik und Medizin" (ZPM) der Abriss von nahezu der Hälfte des 160 Meter langen, denkmalgeschützten "Hupfla"-Gebäudes näher rücke.

"Unser Bestreben richtet sich nicht gegen die Ansiedlung von Spitzenforschung", sagt Bußmann. Man wolle beides: Denkmalschutz ebenso wie Forschung. Das "Hupfla"-Kopfgebäude sei ein wichtiges geschichtsträchtiges Baudenkmal der Stadt, dessen Bedeutung über Erlangen hinaus reiche.


BI plädiert für Hupfla mit Spitzenforschung


Bisher habe man, so Bußmann weiter, darauf gehofft, dass das Aktionsbündnis "HuPfla erhalten – Gedenken gestalten" Erfolg habe. Da dieses bei der Politik offenbar leider kein Gehör gefunden habe, müsse man sich nun eines zusätzlichen Instrumentes bedienen.

Das Aktionsbündnis, das sich Anfang des Jahres gegründet hatte, hat zur Untermauerung seiner Forderung bisher nahezu 3000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein Bürgerbegehren.

Bilderstrecke zum Thema

Erlanger Hupfla: Wie geht es weiter mit den Überresten?

Die frühere Heil- und Pflegeanstalt "Hupfla" in Erlangen hält die Stadt seit Monaten auf Trab: Anfang Januar 2019 hatten sich Universitätsklinikum und Stadt darauf geeinigt, Teile des denkmalgeschützten Bauwerks zu erhalten. Ein Trakt könnte zum Gedenkort für die Opfer der NS-Euthanasieprogramme und der westliche Trakt abgerissen werden.


Die BI "HUPFLA-bleibt-stehen" will in Bälde immer samstags mit einem Infostand in der Innenstadt präsent sein. Außerdem wolle man Listen "in Läden, die unser Anliegen unterstützen" auslegen, erklärt Bußmann. Beistand bekommt die Bürgerinitiative von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Diese fördert die juristische Unterstützung zur Durchsetzung eines Bürgerentscheides.

ek

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