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Comic-Salon 2020 wieder zentral in der Innenstadt?

Stadtrat muss entscheiden, ob es Neuauflage der gelungenen "Notlösung" von 2018 gibt - 21.07.2019 14:30 Uhr

2018 fand der Comic-Salon mitten in der Stadt in Messezelten und an anderen Orten in der Innenstadt statt, von den zahlreichen Besuchern, Gästen und nicht zuletzt von den Erlangern selbst wurde dies überaus gut angenommen. © Anja Hinterberger


Aus der Not geboren erwies sich die Lösung als purer Glücksfall. Alle zeigten sich hellauf begeistert und spendeten reichlich Applaus. Auch überregionale Gazetten ergossen sich in euphorischen Worten und plädierten dafür, dass der Internationale Comic-Salon auch 2020 unbedingt wieder so über die Bühne gehen sollte wie 2018. Bekanntlich wurde seinerzeit die Ladeshalle von Grund auf saniert und stand nicht zur Verfügung.

Deswegen fanden die Salon-Veranstaltungen und Ausstellungen in Messezelten und an diversen Orten in der Innenstadt statt. Das wurde von Besuchern, Gästen wie von den Erlangern überaus gut angenommen. Und schon wurden Stimmen laut, dass es ein Zurück an die "Peripherie", sprich, in die Ladeshalle, wohl nicht mehr geben könne. Wie es aussieht, wird es wohl auch so kommen. Wenigstens in 2020.

Lobende Worte für den Comic-Salon

Das internationale Großereignis, das stets einen exponierten Platz im Veranstaltungsreigen der Stadt einnimmt, kam im jüngsten Haupt-, Finanz- und Personalausschuss zur Sprache. Auf dem Tisch lag ein Antrag der SPD. Darin hoben die Sozialdemokraten etliche positive Aspekte und Auswirkungen des viertägigen Ereignisses von 2018 hervor und regten zu der Überlegung an, wie der Comic-Salon 2020 "weiterhin so intensiv in der Stadt verankert werden kann, um damit den öffentlichen Raum auch zukünftig viel mehr als Kunst- und Kulturraum zu nutzen". SPD-Rätin Barbara Pfister sprach von einem "gelungenen Qualitätssprung", was die Wahrnehmung der 2018er Veranstaltung anlangt, und sprach sich dafür aus, dass das Ganze dieserart fortgesetzt wird.

Damit rannte sie offene Türen ein. Denn auch von den Räten aller Couleur waren reihum nur ausnehmend lobende Worte zu hören. "Toller Erfolg" und "eine Bereicherung" so nur einige, die das einhellige "Weiter so" ausdrückten. Letztlich kam auch die Verwaltung zu einem durchweg positiven Resümee und meinte, dass "in einer bislang nicht für möglich gehaltenen Weise der Internationale Comic-Salon 2018 als ein nachhaltig identitätsstiftendes Ereignis in und für Erlangen wahrgenommen wurde."

Comic-Salon könnte teuer werden

Kurzum: Die Ausschussrunde sprach sich einstimmig dafür aus, dass der Salon 2020 "noch einmal in gleicher Weise" analog zu 2018 durchgeführt wird – also ohne die Ladeshalle miteinzubeziehen. Das heißt auch, dass man wieder etwas tiefer in den Stadtsäckel greifen muss. Von der Abrechnung für 2018 ausgehend, muss wohl mit rund 200.000 Euro an Mehrkosten gerechnet werden.

Bedenken äußerte allein FDP-Mann Lars Kittel. Er wies auf die hohen Kosten hin. Für die künftigen Comic-Salon-Veranstaltungen sieht er deshalb auch "keinen Automatismus, auch wenn es sich jetzt schon andeutet". Sein Ja-Wort ist demnach vorerst nur für 2020 zu verstehen.

Das letzte Wort dazu spricht der Stadtrat am Donnerstag, 25. Juli. 

RAINER WICH

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