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Donnerstag, 23.01.2020

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Computerspiele made in Erlangen

Der Erlanger Konstantin Kronfeldner versucht im hart umkämpften Computerspielemarkt zu bestehen. - 09.12.2019 11:00 Uhr

Mittlerweile ein eingespieltes Team: der 31-jährige Spieleentwickler Konstantin Kronfeldner (l.) und seine Mitstreiter von Boxelware. © Filiz Mailhammer


Auf Steam, einer Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele, stellte er sein Spiel vor. Die Steam-Community zeigte Interesse an Avorion. Mit einer Kickstarter Kampagne finanzierten 500 Spieler die Early- Access-Version. Insgesamt kamen 15 000 Euro zusammen, mit denen eine erste Testversion entwickelt wurde. Die Spieler konnten sich diese günstig auf Steam kaufen und ihr Feedback zur Weiterentwicklung geben. "Wir haben das dann zusammen mit der Community weitergebaut", erzählt Kronfeldner.

Der Computerspielemarkt ist hart umkämpft. Gegen die großen Firmen brauche man gar nicht antreten. Aber Kronfeldner hat mit einem kleinen Team die Nische der Sandbox-Weltraumspiele für sich entdeckt. "Unser Focus liegt auf dem Bauen von Raumschiffen. Wir versuchen, den Spieler so wenig wie möglich einzuschränken. Er kann sein eigenes Raumschiff bauen und damit die Galaxis erkunden. Hier kann er Handel treiben, kämpfen oder auf Mission gehen. Es gibt einen Haufen Feinde, die man bekämpfen kann." Avorion sei das Baugame unter den Weltraumspielen. Auch der Preis von unter 18 Euro könne sich sehen lassen, so Kronfeldner. Mit Erfolg. Denn bisher ließ sich Avorion 250 000 Mal verkaufen.

Nach dem ersten Erfolg gründete Kronfeldner 2017 die Indie-Firma Boxelware. "Nach dem ersten Erfolg wurde mir dann klar, dass die ganze Geschichte etwas größer wird." Inzwischen tüftelt man zu sechst im kleinen Büro am Schlossgarten. Für den 31-jährigen Regensburger ist Erlangen schon während seines Informatikstudiums an der Friedrich Alexander Universität zur neuen Heimat geworden. Die festangestellten Philipp Ehrhardt, Margareta Büche, Michael Kister und Felix Schieber sind seit der ersten Stunde dabei.

Inzwischen int man ein eingespieltes Team. "In so einer kleinen Firma geht die eigene Meinung nicht unter und man kann mehr Einfluss nehmen", sagte Schieber. Das junge Team hofft sich diesen Teamgeist erhalten zu können und in kleinen Gruppen weiterzuarbeiten. Auf Praktikanten freue man sich immer.

2020 wird die komplette Version auf den Markt kommen. Zu kaufen wird Avarion nur über verschiedene Online-Shops sein.

Projekte für die nächsten Jahre gebe es schon. Spieleliebhaber können sich auf neue Games made by Boxelware freuen.

FILIZ MAILHAMMER

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