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Coronakrise hat Erlangens Partnerstädte im Griff

Strenges Kontaktverbot in Wladimir - Tote Hilfs-Sheriffs in Riverside - 08.04.2020 13:12 Uhr

In Bozen müssen die Menschen seit dem 7. April einen Mundschutz tragen. © Artur Oberhofer


In der Region Wladimir gibt es zwölf Erkrankte und einen bestätigten Todesfall. Deshalb gelten für Wladimir noch mindestens bis 30. April strenge Kontaktverbote. Wer von A nach B will, braucht einen Passierschein. Es bleibt bei bisher drei positiv auf Corona getesteten Personen und einem Toten (Stand 3. April). Das Arbeitsamt stellt sich auf einen Ansturm ein und nimmt die Anträge nur noch per E-Government an.

Die Kommunisten fordern von Gouverneur Wladimir Sipjagin sofortige Maßnahmen zur Milderung der schlimmsten sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, nachdem das öffentliche Leben, mit Ausnahme der Lebensmittelläden und Apotheken, zum Stillstand gekommen ist.

Auch in Riverside gelten strenge Vorschriften. So wurde unlängst wegen der „schnell steigenden Zahl an Covid-19-Erkrankungen“ die Order erlassen, dass sich außerhalb der eigenen Wohnung oder Haus niemand mehr mit anderen treffen kann. Auch wurde vorgeschrieben, dass jeder, der sich im Freien aufhält sein Gesicht bedecken muss. Das können Schals sein, Halstücher oder andere Stoffe. Wichtig sei lediglich, dass der Schutz keine Löcher aufweise.

Hohe Dunkelziffer in Stoke-on-Trent

Die USA sind von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen. Der Sheriff von Riverside appelliert dringend an die Bevölkerung der rund 304000 Bewohner zählenden Stadt „daheim zu bleiben“. Zwei seiner Stellvertreter seien bereits an dem Virus gestorben. Die Beschränkungen gelten vorerst bis 30. April.

Auch in Stoke-on-Trent hinterlässt das Virus Spuren, bisher sind 106 Infektionen bestätigt, die Stadtverwaltung geht jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer an Erkrankten aus. Die Schulen in England sind ebenfalls geschlossen.

Auch in Besiktas macht sich die Corona-Pandemie bemerkbar. Für über 65-Jährige gilt in der Millionenmetropole Istanbul eine absolute Ausgangssperre. Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu verlangte zwar die Verhängung einer Ausgangssperre, Staatschef Tayyip Erdogan hat zunächst auf Verständnis und Solidarität gesetzt, verhängt aber jetzt einen Einreisestopp aus Europa. Auf dem ehemaligen Flughafen Atatürk in Istanbul soll innerhalb von 45 Tagen ein Krankenhaus mit 1000 Zimmern gebaut werden.

Ladenbesitzer müssen keine Miete mehr zahlen

In Besiktas verlangt die Stadt keine Miete mehr von Ladenbesitzern, Studenten in kommunalen Wohnheimen sind von der Gebühr befreit. Bedürftige Familien werden finanziell von der Kommune unterstützt.

Auch in der französischen Partnerstadt Rennes bestimmt die Pandemie das öffentliche Leben: 312 bestätigte Fälle bis jetzt, davon sind 20 Menschen gestorben und rund 50 werden derzeit beatmet. Einige Patienten aus Paris werden in Rennes behandelt, um die Krankenhäuser in der Hauptstadt zu entlasten In Shenzen gibt es laut offiziellen Angaben 455 Infizierte mit Symptomen und drei Todesfälle. Ebenfalls mit Vorsicht sind die Zahlen aus San Carlos zu bewerten. Von der Partnerstadt in Nicaragua liegen keine Zahlen vor. Für das Land selbst liegen laut der Johns Hopkins Universität sechs bestätigte Infektionen vor und ein Todesfall.

In Bozen gilt seit Mittwoch die Pflicht einen Mundschutz zu tragen, wenn das Haus oder die Wohnung aus bestimmten Gründen verlassen werden muss. In Südtirol beträgt die Zahl der positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten jetzt 1791.


 

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