Samstag, 16.11.2019

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Dann eben ins Zelt: Protest gegen hohe Mieten in Erlangen

Studierendengruppe der GEW hatte auf dem Rathausplatz ein Zelt für 400 Euro angeboten - 16.10.2019 11:00 Uhr

Protest gegen die Wohnungsnot: Dieses Zelt war bei der Erstsemesterbegrüßung zu vermieten. © Klaus-Dieter Schreiter


Der für die Bewohnung des Zeltes angebotene Mietpreis, 400 Euro pro Monat kalt, stieß bei einigen angehenden Studierenden auf Interesse. Eva-Maria Huber, Sprecherin der GEW Studis Erlangen, erklärte dazu: "Wer jetzt ein Studium beginnt und ein Zimmer sucht, bekommt in den Hochschulmetropolen wie München, Hamburg oder eben Erlangen die volle Wucht der dramatischen Mietenexplosion zu spüren", sagt Huber.


Günstige Zimmer: Das sind Erlangens Studentenwohnheime


"Zehntausende bezahlbare Wohnungen und Wohnheimplätze fehlen. Die Wartelisten sind voll und Wohnungsbesichtigungen werden zum Massen-Casting. Viele retten sich in Zwischenmieten, Mehrbettzimmer in Jugendherbergen oder überteuerte Mikroapartments."

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Willkommen im Studentenleben: Die FAU begrüßt ihre Erstsemester!

Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) ist und bleibt beliebt: 37.278 Studenten sind zum Wintersemester 2019/20 eingeschrieben. 5289 beginnen mit ihrem Studium, fast 4000 kamen am Montag zur Erstsemesterbegrüßung in die Erlanger Heinrich-Lades-Halle. Nach einer Begrüßung von Uni-Präsident Prof. Joachim Hornegger, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly und dem Beauftragten für Wissenschaft und Forschungsentwicklung der Stadt Fürth, Thomas Dreykorn, gab es für die "Erstis" wieder kostenlos die beliebten blauen FAU-Taschen sowie viel Info-Material rund um das Studium.


In Münster musste das Studierendenwerk im vergangenen Jahr eine ehemalige Kaserne als Notunterkunft anmieten. Wohnen auf dem Campingplatz ist in Frankfurt, Köln und München keine Ausnahme mehr. "Der Markt und die Große Koalition haben in puncto bezahlbarer Wohnraum auf ganzer Linie versagt. Es braucht ein Sofortpaket an Maßnahmen: Eine Deckelung der Mietpreisentwicklung, die Enteignung kommerzieller Großvermieter, 3. eine Anhebung des BAföG und die Anpassung der Wohnkostenpauschale an das tatsächliche Mitniveau vor Ort.", so Huber weiter.

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