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Dienstag, 15.10.2019

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Dechsendorfer Fischerhütte mit Graffiti verunstaltet

Mitglieder der Bischofsweihergemeinschaft sind entsetzt - 12.06.2019 06:00 Uhr

Die Dechensdorfer Weihergemeinschaft ist über die Sachbeschädigung entsetzt. © Klaus-Dieter Schreiter


"Mir tut das Herz weh", klagt Roland Leipold, der der Weihergemeinschaft mit den 17 Eigentümern vorsteht. "Wir tun hier etwas für die Spaziergänger, unterstützen die Brauchtumspflege, wollen das Kulturgut in Dechsendorf aufrechterhalten – und dann das". Er ist ebenso erschüttert wie seine Genossen, die das ganze Jahr über dafür sorgen, dass die Umgebung sauber und naturbelassen bleibt. Darum haben sie auch die Hütte gebaut und eine überdachte Sitzgelegenheit für die Wanderer errichtet.

Nun haben sie Angst, dass die Vandalen wiederkommen und noch mehr Schaden anrichten. Die Sprayer seien offenbar bei ihrer "Arbeit" gestört worden, glaubt Leipold. Denn das Werk scheint "unvollendet", eine Spraydose wurde gefunden, und nachts gegen 23.30 Uhr ist auch ein Auto beobachtet worden, das mit überhöhter Geschwindigkeit den Feldweg entlang in Richtung Dechsendorf raste.

Weil auch direkt neben dem schmucken, überdachten Sitz auf dem Weiherdamm Feuer geschürt wurde, haben die Weiher-Genossen nun sogar Angst davor, dass jemand dort noch mehr anzünden könnte. Immerhin ist das Gebiet als Europäisches Vogelschutzgebiet an die EU-Kommission gemeldet. Seltene Brüter und Insekten gibt es dort, es handelt sich um einen hochsensiblen Naturraum, den die Weiherbesitzer erhalten möchten.

Die Frevel wurden bei der Polizei angezeigt, doch Leipold hofft vor allem auf Zeugen, die das Auto oder vielleicht sogar die Sprayer in der Nacht vom 24. auf den 25 Mai gesehen haben. Zudem, so hat er festgestellt, seien im Ort selbst an ein Abbruchhaus die gleichen Kürzel "UPS" gesprüht worden. Er geht darum davon aus, dass das dieselben Täter waren und meint, dort könnten die Personen vielleicht gesehen und erkannt worden sein.

Den Sachschaden an dem Eigentum der Weiherbesitzer schätzt Leipold auf gut 2000 Euro. Viel mehr Sorgen bereiten ihm und seinen 16 Genossen aber die Möglichkeit, dass die Vandalen wiederkommen und noch mehr Unheil anrichten. Er appelliert darum an die Bevölkerung und an die Spaziergänger, dabei zu helfen, die Täter zu finden.

Der Dechsendorfer Weihergemeinschaft gehören sowohl der Große Bischofsweiher, der allgemein als "Dechsi" bekannt ist, als auch der Kleine Bischofsweiher. Der "Dechsi" wurde zur Freizeitnutzung an die Stadt verpachtet, den kleinen bewirtschaftet die Genossenschaft selbst.

Klaus-Dieter Schreiter

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