Ehrenamtliche Arbeit wird damit unterstützt

Der BRK-Kreisverband Erlangen-Höchstadt hofft auf neue Fördermitglieder

Scott Johnston
Scott Johnston

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19.6.2022, 18:00 Uhr
Auch bei den Corona-Schnelltests waren die ehrenamtlichen Kräfte des BRK-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt mit eingebunden.

© Klaus-Dieter Schreiter Auch bei den Corona-Schnelltests waren die ehrenamtlichen Kräfte des BRK-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt mit eingebunden.

Herr Raab, wie ist die Aktion genau konzipiert?

Ein Team von Studentinnen und Studenten wird von Haus zu Haus unterwegs sein, um den Bürgerinnen und Bürgern zu erläutern, wie wichtig Fördermitglieder für die Arbeit des BRK, von der die gesamte Bevölkerung profitiert, sind. Die Mitglieder des Teams tragen alle die BRK-Kleidung und können per Ausweis belegen, dass sie dem Roten Kreuzes angehören und es sich um eine absolut seriöse Aktion handelt. Geld- und Sachspenden abzugeben, ist hierbei nicht möglich. Es geht allein um eine Fördermitgliedschaft.

Christian Raab ist beim Bayerischen Roten Kreuz Geschäftsführer des Kreisverbands Erlangen-Höchstadt.

Christian Raab ist beim Bayerischen Roten Kreuz Geschäftsführer des Kreisverbands Erlangen-Höchstadt. © BRK-Kreisverband Erlangen-Höchstadt

Nimmt die Zahl der Fördermitglieder denn ab?

Leider. Die meisten von ihnen sind inzwischen zudem in einem fortgeschrittenen Alter. Es fehlt vor allem an jüngeren Menschen, die das BRK unterstützen. Während früher der Gemeinsinn stärker ausgeprägt war, ist seit einiger Zeit bedauerlicherweise eine Tendenz zum Egoismus festzustellen. Viele rechnen nicht damit, dass sie das Rote Kreuz einmal brauchen, aber wenn sie in eine Notlage geraten, sind sie sehr froh über die schnelle und fachkundige Hilfe.

Wofür werden die Beiträge der Fördermitglieder verwendet?

Sie kommen zu 100 Prozent dem Kreisverband zugute. Bei uns engagieren sich außer den 470 hauptamtlichen 1500 ehrenamtliche Kräfte, was mehr als das Dreifache ist. Diese opfern ihre Freizeit, um ihren Mitmenschen beizustehen. Bei der Bergkirchweih waren beispielsweise jeden Tag 37 Frauen und Männer im Einsatz, um zu helfen. Ob die Sanitätsbereitschaft, der Katastrophenschutz, die vielfältige Wohlfahrts- und Sozialarbeit, die Unterstützung für ältere Menschen: Überall sind Ehrenamtliche im Einsatz, für welche unter anderem die Ausrüstung einschließlich der Geräte, die Kleidung und das Material für die Aus- und Fortbildungen zu finanzieren sind.

Die Belastung dürfte durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine noch größer geworden sein.

Das ist richtig. Schon allein die Durchführung der Corona-Tests war für uns eine enorme Herausforderung. Die Pandemie ist ja auch keineswegs vorbei, weshalb wir hier nach wie vor stark eingebunden sind. Mit dem Krieg in der Ukraine und der Betreuung der Flüchtlinge kam zu unserer alltäglichen Arbeit eine weitere umfangreiche Aufgabe hinzu. Durch die starke Beanspruchung der hauptamtlichen Kräfte müssen zum Beispiel beim Rettungsdient immer wieder Ehrenamtliche einspringen, um die Versorgung sicherzustellen. In Krisen wie durch Covid-19 oder den Angriff auf die Ukraine spüren allerdings auch viele Menschen, wie wichtig der Einsatz des Roten Kreuzes ist. Bereits ab vier, fünf Euro im Monat kann man einen Beitrag dafür leisten, dass die vielfältigen Dienste, über die man auf unserer Homepage www.kverlangen-hoechstadt.brk.de noch detailliertere Informationen findet, aufrechterhalten werden können.

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