Der TV 48 Erlangen fährt zur Gala Sterne des Sports

21.1.2019, 15:00 Uhr
Und so sieht das aus bei der Rollator-Sportgruppe des Turnvereins.

Und so sieht das aus bei der Rollator-Sportgruppe des Turnvereins. © Harald Sippel

Herr Beierlorzer, vor ein paar Monaten standen wir gemeinsam in der Jahnhalle bei einer der ersten Übungsstunden der Rollator-Sportgruppe. Hätten Sie gedacht, dass dieses Angebot so gut ankommt?

Nein, damit konnte man nicht rechnen. Wir sind in eine Nische gestoßen. Nach Ihrem Artikel in den EN kamen Anrufe, das Interesse stieg, warum ein Verein mit so hochaltrigen Menschen Sport macht.

Wie erfolgreich ist der Kurs?

Wir müssen feststellen, dass es für ältere Menschen eine Schwelle ist, für jeden eine Überwindung, teilzunehmen. Jeder sagt sich, solange ich noch alle zurecht komme, mache ich es ohne Rollator. Diejenigen aber, die den Kurs besuchen, genießen es sehr. Fünf Teilnehmer kommen regelmäßig, wir haben auch einen Fahrdienst, damit sie in die Halle kommen können. Wichtig ist die Nachhaltigkeit. Wir müssen die Schwelle niedriger machen, auch was den Geldbeutel betritt. Dafür braucht es Sponsoren.

Warum ist Seniorensport wichtig?

Wir als Verein wollen Klein und Groß im Programm haben. Man darf nicht übersehen, wie sich die Gesellschaft demografisch entwickelt, die Zielgruppe Senioren sollte man nicht außer Acht lassen. Wir wollen jeden in Verein so lange wie möglich begleiten. Früher gab es das nicht, dass ein 80-Jähriger noch in den Verein eingetreten ist, um selbst Sport zu machen.

Sie haben bereits die "Sterne des Sports" in Bronze und Silber erhalten. Was bedeutet Ihnen das?

Fährt nach Berlin: Günther Beierlorzer.

Fährt nach Berlin: Günther Beierlorzer.

Wir sind stolz, dass uns das mit so einem Projekt gelingt. Der Breitensport steht sonst im Vergleich zum Leistungssport ja nicht sehr im Fokus. Doch diese Auszeichnung zeigt, dass wir wertvolle Arbeit leisten.

Am Montag fahren Sie zum großen Finale nach Berlin. Wer ist dabei?

Fünf Übungsleiter kommen mit, wir laden sie ein. Das soll eine Anerkennung für ihre Arbeit sein, viele sind seit Jahren oder Jahrzehnten im Verein. Die freuen sich alle darauf. Außerdem werden unser Vorsitzender Jörg Bergner und ich dabei sein.

Auf was freuen Sie sich besonders?

Im Alltag ist alles immer so hektisch, es bleibt wenig Zeit, um sich auszutauschen. Während der Bahnfahrt haben wir Zeit dafür, heute Abend treffen wir uns mit Kathrin Müller-Hohenstein, der Abend ist wie eine Party. Am Dienstag findet die offizielle Ehrung statt, auch Angela Merkel ist dort dabei. Natürlich ist auch die Spannung groß. 16 Projekte sind nominiert. Wer bekommt den goldenen Stern?

 

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