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Samstag, 15.05.2021

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Die Geschichte des Siemens-Schriftzugs am Himbeerpalast

Bevor die Inschrift Ende der 1950er Jahre montiert wurde, befand sich dort eine Jahreszahl - 17.04.2021 14:00 Uhr

1953: Der Himbeerpalast noch ohne Schriftzug.

16.04.2021 © Siemens AG


. Den Büro-/Treppenhausturm an der Südostseite zierte stattdessen die Bauinschrift AD MCMLII (Anno Domini 1952) und war oberhalb der Uhr angebracht. Architekt Hans Hertlein hatte hierzu eine (klassische) Antiqua-Schrift gewählt. Die Uhr, einschließlich Tierkreiszeichen, hatte Hertlein ebenfalls gestaltet.

Erst 1957 oder 1958, genau lässt sich das nicht mehr sagen, wurde ein kleines fast quadratisches Fenster oberhalb der Uhr – fast in gleicher Höhe – und ein zweites Fenster nahe der Außenecken des Büroturmes geschlossen und die Inschrift SIEMENS in einer schlanken "Blockschrift" oberhalb der Uhr angebracht.

Den Siemens-Schriftzug hat dabei mit großer Sicherheit nicht mehr Hans Hertlein gestaltet, sondern ist dem Münchner Architekten Hans Maurer zuzuordnen, der für den Konzern ab zirka 1956 bis etwa 1979 tätig war. 

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Platz für das FAU-Logo am Himbeerpalast

Bereits im Dezember wurden die Schlüssel zum Erlanger „Himbeerpalast“ von der Siemens AG an die FAU übergeben – nun hat die Universität das Gebäude ganz offiziell übernommen. Um die Übergabe auch nach außen hin sichtbar zu markieren, wurde während des Termins symbolisch der erste Buchstabe des Siemens-Schriftzugs vom Gebäude entfernt – in Zukunft ist dann Platz für das FAU-Logo.


Davon geht jedenfalls Erlangens Stadtheimatpfleger Konrad Rottmann in einer entsprechenden Stellungnahme aus.

Dieser erste Schriftzug wurde allerdings bereits zirka 1964 durch eine etwas breitere Blockschrift erneuert. Wobei hier vermutlich – im Gegensatz zu ersten Siemens-Schriftzug – bereits eine Beleuchtung eingebaut war. Konrad Rottmann geht davon aus, dass diese Inschrift bis 2010 den Himbeerpalast zierte. 

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Siemens - die Geschichte eines Weltkonzerns

Über 40.000 Mitarbeiter beschäftigt Siemens in Nordbayern. Damit ist das Unternehmen der größte private Arbeitgeber der Region. Aktuell wird der Konzern von Vorstandschef Joe Kaeser mal wieder umgebaut - doch das ist beileibe nicht das erste Mal, dass sich Siemens in seiner Geschichte neu aufstellt.


Die aktuelle Siemens-Inschrift ist seit 2010 an dem ehemaligen Verwaltungsgebäude montiert. Über die endgültige Aufbewahrung und eine mögliche Ausstellung des Siemens-Schriftzuges muss noch entschieden werden.

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