Die Suche nach der „Insel Ohnegleichen“

11.3.2013, 10:25 Uhr
Souzan zeigt einen orientalischen Bauchtanz bei der Vorstellung des neuen, viersprachigen Kinderbuchs von Margrit Vollertsen-Diewerge (2.v.r.). Die Vorleser (v.l.) Kerstin Hlawa, Rabbiner Dani Danieli, Elizabeth Rossiter, Dana Khamis lasen in ihren Sprachen.

Souzan zeigt einen orientalischen Bauchtanz bei der Vorstellung des neuen, viersprachigen Kinderbuchs von Margrit Vollertsen-Diewerge (2.v.r.). Die Vorleser (v.l.) Kerstin Hlawa, Rabbiner Dani Danieli, Elizabeth Rossiter, Dana Khamis lasen in ihren Sprachen. © Schreiter

Mit dem Buch „Mäulchen Wurf und Pille Dreher“ fing alles an. Sieben weitere Kinderbücher folgten, nun ist das neunte Buch des Bildungsprojekts von Margrit Vollertsen-Diewerge herausgekommen. Das Besondere: es ist in vier Sprachen erschienen, die man sonst eher nicht gemeinsam in einem Buch findet.

Auf Deutsch textete Vollertsen-Diewerge, die englische Übersetzung lieferten Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums (CEG); die arabische und hebräische Fassung steuerten ausgehend vom englischen Text Schüler der „Max Rayne Hand in Hand High School“ in Jerusalem bei. Dort wird Arabisch und Hebräisch gelehrt. Die farbenfrohen Illustrationen übernahmen die Kinder der beiden Schulen.

Den Kontakt zur Schule in Jerusalem stellte Erlangens Bürgermeisterin Elisabeth Preuß her, die Mitglied der „Jerusalem Foundation“ ist (die EN berichteten). Deren Vorsitzender Jürgen Rüttgers schreibt in seinem Grußwort, das neben sechs weiteren in dem Buch abgedruckt ist: „Überall, wo Menschen sich verstehen, ist auch Völkerverständigung möglich“. Das unterstrich auch Erlangens Alt-Oberbürgermeister Dietmar Hahlweg, der für die verhinderte Elisabeth Preuß die zahlreichen Gäste im Logenhaus begrüßt hatte.

SPD-Stadträtin Elizabeth Rossiter verlas das Grußwort des Jerusalemer Bürgermeisters Nir Barkat. Der Vorsitzende des Ausländer- und Integrationsbeirats, Khalil Bardag, und Erlangens Rabbiner Dani Danieli lobten die Initiative der Autorin, die mit ihrem Werk viel zur Völkerverständigung beigetragen habe.

„Pflege des guten Willens“

Einen Teil der Finanzierung übernahm der Rotary Club Erlangen, für den Ernst-Wilhelm Bork den Beitrag der langjährigen EN-Mitarbeiterin Vollertsen-Diewerge zur „Pflege des guten Willens zur Völkerverständigung“ lobte. Die Gruppe „Flutes for Fun“, die Sängerin Ursula Steinbauer und die sechsjährige Alma Keilhack auf der Violine umrahmten die Buchvorstellung musikalisch; einen orientalischen Bauchtanz zeigte Susann König alias Souzan.

Bei dem umfangreichen Rahmenprogramm geriet das Buch selbst zunächst ein wenig in den Hintergrund. Dieses wurde schließlich viersprachig vorgetragen. Margrit Vollertsen-Diewerge hatte für die hebräische Version Rabbiner Dani Danieli gewinnen können, für die arabische die Erfurter Studentin Dana Khamis, für die englische die Stadträtin Elizabeth Rossiter, den deutschen Text las Kerstin Hlawa vom CEG.

Viel Beifall gab es für das Märchen, in dem Tianyulong, Colobus und Skurril für Überraschungen sorgen und dem behinderten Daniel bei seiner Suche nach der Insel Ohnegleichen helfen, auf der Wunder geschehen können. Noch mehr Applaus bekam die Autorin selbst.

Das Buch mit einer viersprachigen Hör-CD ist im Buchhandel zum Preis von 19,80 Euro zu haben. Ein Euro aus dem Verkaufspreis geht an die Jerusalemer „Max Rayne Hand in Hand High School“.

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