Sonntag, 23.02.2020

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Diskussion flammte in Bubenreuth erneut auf

Weitere Debatte zu den geplanten Strassensanierungen - 18.11.2019 11:00 Uhr

Die Grünen im Gemeinderat möchten diesen Gehweg an der Bergstraße am liebsten wegreißen. Die Mehrheit der Ratsmitglieder beschloss jedoch, ihn zu sanieren. © Klaus-Dieter Schreiter


Die Projekte hatte ein Ingenieurbüro erarbeitet und bereits ausführlich erläutert. Dass sich die Gemeinderäte nun während ihrer Sitzung darüber noch einmal die Köpfe heiß reden wollten, ist Bürgermeister Norbert Stumpf ziemlich sauer aufgestoßen.

"Ich frage mich, warum das Fachwissen eines Ingenieurs hier immer wieder hinterfragt wird", schimpfte Bürgermeister Stumpf in die Runde, als die Diskussionen über die Sanierung von vier Straßen nicht enden wollten. Dabei war alles bereits den Fraktionssprechern vorgestellt und dabei umfangreich diskutiert worden. Der Erlanger Planer Wolfgang Hahn ist bereits seit rund einem Jahr dabei, die Straßen im Ort zu untersuchen. Die Ergebnisse waren schon mehrfach im Gemeinderat vorgestellt und diskutiert worden.

"Braucht niemand"

Es geht unter anderem um den maroden Gehweg auf der Westseite der Bergstraße. "Diesen Gehweg braucht niemand", meinte Christian Dirsch (Grüne). Er möchte ihn wegreißen, will dort lieber "ökologisch etwas Wertvolles" tun. Der Planer hatte jedoch davor gewarnt, weil der Weg auch das Wasser von der angrenzenden Wiese abhält. Zudem habe die Gemeinde eine Verkehrssicherungspflicht und müsse dafür sorgen, dass die Menschen nicht auf der Straße laufen müssen, meinte Tassilo Schäfer (CSU). Auf der ganzen Länge wegreißen, gehe sowie nicht, weil an etwa zwei Drittel des Weges Grundstückszufahrten liegen, sagt die Verwaltung. Nach umfangreichen Diskussionen wurde schließlich gegen die Stimmen der Grünen im Gemeinderat beschlossen, den Auftrag zur Sanierung des Gehweges für rund 64 000 Euro an eine Firma aus Pinzberg zu vergeben.

Auch die Bussardstraße soll saniert werden. Dort würden wegen der schlechten Straßenoberfläche sogar die Fensterscheiben in den Häusern wackeln, wenn der Bus vorbei rumpelt, sagte Bürgermeister Stumpf. Einen teuren Vollausbau aber möchte man vermeiden, weil die in der Straße liegenden Leitungen noch in Ordnung sind. Vielmehr soll im östlichen Bereich auf zwei Drittel der Fahrbahnbreite die Oberfläche erneuert, Unebenheiten beseitigt und der Wasserablauf verbessert werden.

Das Ganze, so schätzt das Ingenieurbüro, wird etwa 117 000 Euro kosten. Mit dieser Maßnahme, so hofft die Verwaltung, könne die Straße noch zehn weitere Jahre lang halten. Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, diese Arbeiten auszuschreiben, so dass sie bereits im Frühjahr begonnen werden können.

Kurzfristige Ausschreibung

Kurzfristig ausgeschrieben werden sollen nun auch die Sanierungsarbeiten für die Scherleshofer Straße und die Blumenstraße. Wie berichtet, war für die Scherleshofer Straße bereits eine "punktuelle Straßenoberflächenausbesserung" ausgeschrieben worden.

Jedoch hatte nur eine Firma angeboten, und zwar nach Meinung des Planers stark überteuert. Nun will man neu ausschreiben und hofft auf einen besseren Preis, wenn gleichzeitig die ohnehin sanierungsbedürftige Blumenstraße mit einbezogen wird. Für beides zusammen sollen 100 000 Euro in den Haushalt 2020 eingestellt werden. Die Arbeiten sollen, sofern ein akzeptables Angebot eingeht, bereits im Frühjahr begonnen werden.

kds

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