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Dormitz: Der Gemeinderat stimmt für eine Ortsumfahrung

Pläne dafür sorgen immer wieder für Diskussion - Beschluss mit acht Ja-Stimmen - 23.02.2021 18:30 Uhr

Mit Transparenten am Straßenrand der momentanen Ortsdurchfahrt von Dormitz äußern die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zu einer möglichem Umgehung.

21.02.2021 © Foto: Karl Heinz Wirth


Da die Regierung von Oberfranken im Rahmen der Fortschreibung des Ausbauplans für Staatsstraßen eine Stellungnahme der Gemeinde einfordert, musste die Umgehungsstraße erneut auf die Agenda. Die Gemeinde muss einen entsprechenden Bericht zu geplanten Straßenbauvorhaben aus dem Regierungsbezirk an die Bayerische Staatsregierung abgeben. Insbesondere möchte die Staatsregierung wissen, wie die Einschätzung zu den einzelnen Straßenbauprojekten eingestuft wird.

Staatsregierung ohne deutliches Signal für eine Umgehung

Bürgermeister Holger Bezold (FW) berichtete dem Gremium über die Gespräche mit der Regierung von Oberfranken. Die Regierung verlangt von der Gemeinde nur eine Stellungnahme.

Zu diesem Thema gebe es in Dormitz zwei Gruppen: Die eine sei für die Umgehung und die andere gegen diese, so Bezold. Jede für sich gesehen habe Recht. "Ich vertrete als Bürgermeister keine der beiden Gruppen, sondern die gesamte Bürgerschaft."

Furcht vor Lärm

Marianne Mirsberger (CSU) zeigte sich enttäuscht darüber, dass man nun alles hinschmeißen will. Die Gegner hätten günstige Bauplätze erworben und möchten keine Umgehungsstraße, da sie den Lärm fürchten. Den Anwohnern der Hauptstraße gestehe man dies jedoch nicht zu.

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Lydia Bänsch machte den Vorschlag, über einen Bürger- oder Ratsentscheid alle Bürger einzubeziehen. "Jetzt sitzen wir hier in der Gemeinderatssitzung und drücken uns vor der Verantwortung", schimpfte Mirsberger. Ihr Kollege Christoph Schmitt (CSU) pflichtete ihr bei und sagte: "Wir sollten erst selbst entscheiden, bevor wir es den Bürgern überlassen, denn wir wurden gewählt und stellen uns dieser Verantwortung."

Stillstand für Dormitz?

Bezold wies noch einmal darauf hin, dass sich eine Lösung trotz vieler Gespräche nicht abzeichne. Das bedeute Stillstand für Dormitz, da es auch keine Alternative für das Gewerbegebiet gibt. Auch der Ausbau der Hauptstraße ist fraglich.

Der Antrag auf Aufnahme eines zusätzlichen Tagesordnungspunkts für ein Bürgerbegehren von Gemeinderätin Lydia Bänsch wurde mehrheitlich abgelehnt. Die FW-Fraktion betonte, dass sie geschlossen gegen eine Fortführung der Umgehungsstraße stimmen werde.

Acht Ja- zu sech Nein-Stimmen

Das Gremium beschloss nach namentlicher Abstimmung mit acht Ja- und sechs Nein-Stimmen, am Bau der Umgehungsstraße Dormitz und den Plänen festzuhalten. "Wie alle Bürger zu dieser Entscheidung stehen, wissen wir nicht", meinte Bezold zum Schluss.

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