Drei klare Favoritensiege beim 25. Erlanger Triathlon

3.8.2014, 20:28 Uhr
Das Technische Hilfswerk Erlangen half den Triathleten aus dem Wasser und sorgte dafür, dass es keinen „Stau“ am Ausstieg gab.

Das Technische Hilfswerk Erlangen half den Triathleten aus dem Wasser und sorgte dafür, dass es keinen „Stau“ am Ausstieg gab. © Klaus-Dieter Schreiter

So richtig gute Zeiten gab es in diesem Jahr nicht, und das lag wohl auch an der Strömung im Kanal. Es war nämlich kurz vor dem Start noch ein Schiff durchgefahren, das offenbar entgegen den Abmachungen geschleust wurde. Aber dafür durften die 800 Athleten ohne Neopren-Anzug schwimmen, denn das Wasser war immerhin 25 Grad warm.

Mit einem dynamischen Antritt ging Kurztriathlonsieger Tobias Heining vom TSV Altenfurt (linkes Bild) auf die Laufstrecke. Schnell hatte er darum den bis dato führenden Marcus Schattner (TSV 08 Roth) eingeholt.

Mit einem dynamischen Antritt ging Kurztriathlonsieger Tobias Heining vom TSV Altenfurt (linkes Bild) auf die Laufstrecke. Schnell hatte er darum den bis dato führenden Marcus Schattner (TSV 08 Roth) eingeholt. © Klaus-Dieter Schreiter

Als Erster stieg beim Kurztriathlon der spätere Sieger Tobias Heining aus dem Wasser, dicht gefolgt von Marcus Schattner von der TSG Roth. Die Führung wechselte zwar auf der Radstrecke immer mal wieder, doch beim Laufen zog Heining bereits nach einem Kilometer davon. „Wir haben uns noch mal abgeklatscht, und dann bin ich weg“, freute sich der Sieger, der mit 2:03:56 rund zwei Minuten vor Schattner ins Ziel kam. Dass die Zeit fast fünf Minuten schlechter war als 2013, als er auch gewonnen hatte, habe an der Strömung im Kanal gelegen, bestätigte er. Ansonsten sei der Erlanger Triathlon wieder ein ganz tolles Event gewesen. „Die Bedingungen waren Top“, lachte nach dem Zieleinlauf auch die Siegerin bei den Damen, Laura Zimmermann. Bei 2:15:02 blieb die Uhr stehen, als sie nach 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und elf Kilometer Laufen ins Ziel lief. Erst drei Minuten später kam die Neuseeländerin Tamsin Hayes in den Zielkorridor und war sichtbar enttäuscht. Zimmermann war beim Schwimmen noch als Dritte hinter Hayes und der Zirndorferin Lena Gottwald aus dem Wasser gestiegen, hatte dann aber beim Radfahren den Turbo gezündet und sich schnell an die Spitze gesetzt.

Beim Mitteltriathlon über 2000 Meter Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen machte der Möhrendorfer Lokalmatador Bernd Hagen ein einsames Rennen. Zwar war er nach dem Schwimmen noch Achter mit rund fünf Minuten Rückstand auf den da noch Führenden Manuel Lohr aus Landshut, doch schon auf der ersten Radrunde hatte er die Führung übernommen und sie bis ins Ziel immer weiter ausgebaut. Mit 3:44:06 hatte er unglaubliche neun Minuten Vorsprung vor dem Zweiten Frank Mertins aus Michelstadt. „Es ist einfach super gelaufen, und auch meine Verletzung von Roth hat mich kaum behindert, ich habe es zum Schluss nur noch genossen“, freute er sich. Das Radfahren durch seine Heimat Möhrendorf motiviere ihn ganz besonders, lachte der Sieger. Demnächst will er beim Ironman in Wales starten, um die Qualifikation für Hawaii zu schaffen.

In der Wechselzone vom Schwimmen auf das Fahrrad ging es manchmal ziemlich eng zu. Aufsteigen durften die Triathleten erst nach Verlassen der „Parkzone“ für ihre Rennräder.

In der Wechselzone vom Schwimmen auf das Fahrrad ging es manchmal ziemlich eng zu. Aufsteigen durften die Triathleten erst nach Verlassen der „Parkzone“ für ihre Rennräder. © Klaus-Dieter Schreiter

Die Siegrin beim Mitteltriathlon, Rebecca Fondermann vom PSV Bonn, konnte ihr Glück im Ziel gar nicht fassen. Niemand hatte mit ihrem Sieg gerechnet, sie selbst schon gleich gar nicht. Bei 4:15:35 war die Uhr stehen geblieben, sie selbst hatte sich eine Zeit um 4:17 erhofft. Dabei schwimme sie doch so schlecht, meinte sie, die als Fünfte aus dem Wasser gestiegen war. Satte acht Minuten hatte sie im Ziel schließlich Vorsprung vor Nadine Mielke aus Lampertheim. Die Favoritin Jacqueline Brans aus Augsburg wurde nur Fünfte.

Dem Sieger im Mitteltriathlon, Bernd Hagen, steht die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Im Ziel war er dann allerdings wieder recht frisch.

Dem Sieger im Mitteltriathlon, Bernd Hagen, steht die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Im Ziel war er dann allerdings wieder recht frisch. © Klaus-Dieter Schreiter

Weil die Damen und Herren der Triathlonmannschaften des TV 48 zur selben Zeit beim Wettkampf in Regensburg ran mussten waren die nicht am Start. Aber Lukas Schmidt schaffte im Mitteltriathlon einen beachtlichen sechsten Rang in 3:55:47. Beim Kurztriathlon wurde der TV-Athlet Sven Kröning Sechzehnter in 2:20:54.

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