E-Scooter in Erlangen: Überflüssiges Verkehrshindernis

Stefan Mößler-Rademacher, Leiter der Lokalredaktionen Erlangen und Herzogenaurach
Stefan Mößler-Rademacher

Redaktion Erlanger Nachrichten, Leiter der Kulturredaktion

E-Mail zur Autorenseite

4.3.2020, 16:30 Uhr
Gleich am ersten Tag falsch abgestellt: Zwei E-Scooter auf dem Parkplatz für Behindertenfahrräder vorm Palais Stutterheim.

Gleich am ersten Tag falsch abgestellt: Zwei E-Scooter auf dem Parkplatz für Behindertenfahrräder vorm Palais Stutterheim. © Stefan Mößler-Rademacher

Ein paar Stunden waren die E-Scooter-Verleihfirmen am Start, da standen bereits zwei Roller vorm Palais Stutterheim auf dem Behindertenfahrrad-Parkplatz. Das fängt schon mal gut an – trotz Kooperationsverträge!

Mit "Verkehrswende" hat der E-Scooter-Spuk ohnehin nichts zu tun. Denn in Erlangens Innenstadt ist alles bequem zu Fuß oder per Bus erreichbar. Die Roller sind nun lediglich ein weiteres Hindernis auf Gehwegen und Parkplätzen. Ein neues, sinnentleertes Spielzeug für gelangweilte Möchtegern-Hipster, die zwischen zwei Latte Macchiato – Handy-App sei Dank! – noch ein paar Euro auf einem wackeligen Gefährt verplempern.

Hier gibt es alles zum Thema Mobilität in der Region

Nach Kneipenschluss wird der Spaß zudem noch für die Mitmenschen so richtig gefährlich, wenn gut gelaunte Nachtschwärmer glauben, ab drei Bier gelte die Straßenverkehrsordnung nicht mehr.

Bleibt noch der Umweltaspekt. "Von der Ökologie her bringt es null", lautet in Nürnberg das Fazit der Stadtverwaltung – dort gibt es Leih-E-Scooter bereits seit einigen Monaten.

E-Scooter in Erlangen: Hier gibt´s den PRO-Kommentar