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Samstag, 22.02.2020

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Effeltrich fördert Elektromobilität

Gemeinsam mit Elektra werden zwei E-Ladesäulen eingerichtet. Daneben gedeihen Ideen für einen Bürgerbus. - 24.01.2020 19:00 Uhr

Auf diesem kleinen Platz hinter den Pappeln wollen die Gemeinde und die Elektra Genossenschaft zwei E-Ladesäulen für Pkw errichten. © Dagmar Niemann


In der ersten Sitzung des neuen Jahres haben die Gemeinderäte einstimmig beschlossen, dass im Ort eine Ladestation für Elektroautos errichtet werden soll. Zu diesem Zweck wurde mit der ortsansässigen Elektra Genossenschaft Effeltrich ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Beide Vertragspartner wollen die Elektromobilität fördern.

Die Gemeinde stellt das Grundstück für die Ladestation zur Verfügung: Sie wird in einer Ecke des Parkplatzes mit den großen Pappeln an der Baiersdorfer Straße entstehen, vis à vis dem Eingang zum Feuerwehrgerätehaus, kurz vor der Einmündung der Stefan-Zweig-Straße in die Baiersdorfer Straße. Sie wird ferner dafür sorgen, dass dort zwei Autostellplätze ein Fundament erhalten und gepflastert werden.

Die Elektra installiert die Ladesäule für zwei Pkw und den Netzanschluss und betreibt die Ladestation durchgängig an sieben Tagen in der Woche und 24 Stunden am Tag. Die Wartung obliegt ebenfalls der Elektra, wogegen die Gemeinde sich verpflichtet, die Stellplätze sauber zu halten und den Winterdienst zu besorgen. Sie wird auch die Aufstellung von Hinweisschildern und, falls nötig, eines Parkverbotsschildes für nicht-ladende Fahrzeuge übernehmen. Der Vertrag wird zunächst für sechs Jahre geschlossen, kann dann aber verlängert werden. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf etwa 4000 Euro und werden vom Landkreis bezuschusst.

Die DEL-Fraktion hatte schon im Frühjahr 2017 einen Antrag auf Kauf oder Leasing eines kleinen "Bürgerbusses" gestellt, der jedoch wegen der Arbeitsüberlastung der Verwaltung in einer Ratssitzung zurückgenommen wurde.

Ältere unterstützen

Nun ist der Antrag erneut gestellt worden und Susanne Lasch-Siebold hat erläutert, wie die DEL sich das Projekt vorstellt: Der Bürgerbus soll älteren oder gehbehinderten Bürgern Beförderungsmöglichkeiten bieten, um ihnen das Einkaufen oder allgemein die Teilhabe am öffentlichen Leben im Ort zu erleichtern. Prinzipiell soll er jedermann zur Verfügung stehen und während einer Probezeit von einem oder zwei Jahren an zwei Tagen in der Woche zu einer festgelegten Zeit von bestimmten Einstiegsstellen aus häufig gewünschte Ziele wie etwa das Ärztehaus oder den Netto-Markt anfahren. Nach rund zwei Stunden könnten die Bürger dann zurückgefahren werden, diesmal sogar bis vor die Haustür, da sie eventuell schwere Einkaufstaschen transportieren müssen.

Der Fahrdienst soll auf ehrenamtlicher Basis organisiert werden. Eine Kooperation mit Poxdorf wäre in Betracht zu ziehen; dann müssten auch dort passende Haltestellen festgelegt werden.

Der Antrag stieß im Rat prinzipiell auf Zustimmung. Von Gisela Geyer (FW) kam der Vorschlag, ein ehrenamtliches Helfernetzwerk zu gründen; in Heroldsbach gebe es beispielsweise einen sehr erfolgreichen Seniorenhilfsverein "Wir – für uns", der einen solchen Fahrdienst anbiete.

Im einstimmig verabschiedeten Beschluss ist festgehalten worden, dass zunächst mit Hilfe einer Abfrage im Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft (also Poxdorf einbeziehend) festgestellt werden soll, auf welche Resonanz das Angebot eines Bürgerbusses stoßen würde, und ob sich ehrenamtliche Fahrer finden würden, so dass ein Fahrdienst organisiert werden könnte. Ferner soll ein Vertreter des Heroldsbacher Seniorenvereins eingeladen werden, der in einer zukünftigen Sitzung Fragen beantworten und Ratschläge geben könnte.

DAGMAR NIEMANN

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