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Ein Taxi zum " Dechsi" in Erlangen

Überlegungen zur neuen ÖPNV-Anbindung von Dechsendorf - 21.08.2018 14:00 Uhr

Ob die Buslinie 283 ab Dezember diesen Jahres noch an den Dechsendorfer Weiher fährt, ist fraglich. Eventuell wird dann zwischen Weiher und Weisendorfer Straße ein Linientaxi verkehren. © Klaus-Dieter Schreiter


Die Linie 283 wird derzeit durch einen Subunternehmer bedient, ab Dezember dieses Jahres wollen sich aber die Erlanger Stadtwerke (ESTW) um diese Linie kümmern. Nun machen sie sich Gedanken darüber, wie man den Linienverkehr zwischen dem Hugenottenplatz und Dechsendorf optimieren kann. Denn der Streckenabschnitt über die Goethestraße, die Hauptstraße und den Martin-Luther-Platz bis zur Weisendorfer Straße wird bereits durch die Regionalbuslinien 202, 203 und 205 bedient. Die Linie 283 übernehme somit nur die reine Erschließungsfunktion für die beiden Haltestellen Loheweg und Dechsendorfer Weiher, erläuterte die Abteilungsleiterin Betrieb bei den Erlanger Stadtwerken, Anja Schmitt, während der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Dechsendorf. "Laut Nahverkehrsplan bräuchten wir die Linie 283 gar nicht", meinte sie.

Weil die Busse der vier Linien teilweise sogar in kurzen Abständen hintereinander fahren, "blockieren wir uns teilweise selbst", stellte Schmitt fest. Andererseits gebe es längere Zeiträume, in denen gar kein Bus nach Dechsendorf fahre. Darum überlegen die ESTW nun, wie sie zukünftig die Verbindung zum Dechsendorfer Weiher optimieren können.

Das ist auch notwendig, weil der Landkreis seine Bürger schneller vom Dorf in die Großstadt Erlangen bringen will und in der Ausschreibung eines sogenannten "Linienbündel" Optimierungen an den Regionalbuslinien vorgenommen hat. Das Ergebnis: Es gibt zwar kürzere Linienwege, aber auch weniger Haltestellen, und Dechsendorf wird dadurch (wie auch Frauenaurach) nicht mehr ausreichend erschlossen. Um den im Nahverkehrsplan 2016-2021 formulierten Qualitätsstandards zu genügen, müssten diese innerstädtischen Angebotsdefizite mit ESTW-Linien nun kostenintensiv kompensiert werden, erläuterte Anja Schmitt.

Einheitlicher Takt

Es sei in diesem Zusammenhang auch geplant, den Takt zwischen Dechsendorf und der Innenstadt einheitlicher zu gestalten. Jedoch überlege man, vom Dechsendorfer Weiher über die Haltestelle Loheweg bis zur Weisendorfer Straße ein Linientaxi einzusetzen. Würde der Weiher weiterhin mit der ESTW-Linie 283 bedient, entstünden erhebliche Mehrkosten, erläuterte auch der Bereichsleiter Stadtverkehr bei den Erlanger Stadtwerken, Ralf Wurzschmitt.

Da offenbar die im Nahverkehrsplan vorgeschlagene Verlängerung der Buslinie 280 von Büchenbach über Kosbach nach Dechsendorf vorerst nicht realisiert werden kann – laut Anja Schmitt ist die Forststraße zwischen Kosbach und Dechsendorf zu schmal für einen Linienverkehr mit Bussen – sind die Dechsendorfer besorgt, dass sie letztendlich "abgeschnitten" werden. Der Ortsbeirat will darum bis zur nächsten Sitzung am 23. Oktober endgültig geklärt haben, wie es mit dem ÖPNV im Vorort weiter geht. Auch Lösungen dafür, wie man den Linienverkehr zwischen Kosbach und Dechsendorf trotz der offenbar zu schmalen Forststraße realisieren kann, werden erwartet. 

KLAUS–DIETER SCHREITER

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