Entlastung für Erlangen, Herzogenaurach und Fürth kommt

3.4.2012, 11:00 Uhr

Die wichtigste Verbindung soll zwischen dem Fürther Hafen und der Anschlussstelle Eltersdorf der Bundesautobahn A73 entstehen, die gleichzeitig den Verkehr aus dem Raum Herzogenaurach aufnehmen soll.

Weil für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur die Straße der Verkehrsträger Nummer eins sei und bleibe „müssen wir das Straßennetz gezielt ausbauen und verbessern. Die Unternehmen brauchen bessere Verbindungen. Gleichzeitig muss der Durchgangsverkehr aus den Ortschaften heraus auf leistungsfähige Straßen verlagert werden“, so der Innenminister bei der Vorstellung der Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung des Raums Erlangen — Fürth — Herzogenaurach durch das Staatliche (Straßen-)Bauamt.

Laut Rainer Popp, dem Leiter der Abteilung Straßenbau im Staatlichen Bauamt, wird für Bayern bis zum Jahr 2025 eine Zunahme des Pkw-Verkehrs um 17 Prozent, des Güterverkehrs gar um 56 Prozent prognostiziert. Dies verlange, das Straßennetz weiter zu ertüchtigen.

Da der Herzogenauracher Ortsteil Niederndorf, der Fürther Stadtteil Vach und der Erlanger Stadtteil Eltersdorf besonders vom Durchgangsverkehr betroffen sind und die Anwohner zeitnah entlastet werden sollen, haben sich die Städte Erlangen und Herzogenaurach dazu entschieden, ihre jeweiligen Ortsumgehungen in sogenannter kommunaler Sonderbaulast zu verwirklichen. Konkret bedeutet dies, dass die Baumaßnahmen von den Städten selbst geplant und durchgeführt werden. „Ich begrüße diese Vorgehensweise sehr. Wir werden die Kommunen dabei mit staatlichen Zuschüssen bestmöglich unterstützen“, verspricht Herrmann und legt sich sogar konkret „auf 70 bis 80 Prozent der Kosten“ fest.

In die Stadt Fürth reicht der Neubau einer Staatsstraße zwischen Königsmühle und dem Hafen Fürth hinein. Von dort gebe es bereits eine leistungsfähige Verbindung zur Bundesstraße 8 (Fürth-Neustadt/Aisch), eine Verbindung an Atzenhof, Flexdorf und westlich an Vach vorbei könne die Verkehrsströme aus dem Raum Herzogenaurach aufnehmen und entlaste die Ortsdurchfahrt Vach stark, sagte Fürths Baureferent Joachim Krauße. Zudem werde das Fürther Stadtzentrum von dem Verkehr entlastet, der derzeit im Hafen Fürth in Richtung Erlangen nicht weiterkomme und zwangsläufig über die Fürther Innenstadt geführt werde.

Alle drei Baumaßnahmen liegen laut Straßenbau-Leiter Rainer Popp räumlich eng beieinander und würden sich verkehrlich gegenseitig so stark beeinflussen, dass es bei jeder Verkehrsfreigabe zu Verkehrsverlagerungen kommen werde.

Um objektive und aussagekräftige Entscheidungsgrundlagen zu bekommen, hatte das Staatliche Bauamt Nürnberg eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Diese zeigt laut Popp deutlich, dass vor allem die Zuführung des Verkehrs in Richtung Fürther Hafen eine starke Entlastungswirkung für Herzogenaurach und Erlangen hat. Allerdings beinhaltet diese Lösung den Bau des Hüttendorfer Damms, der vom Stadtrat Erlangen bereits abgelehnt worden war. Bürgermeisterin Birgitt Aßmus sieht aber den Stadtrat vor einer neuen Situation, da die jetzige Planung einen anderen Trassenverlauf vorsehe.

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